Herkunftssprachlicher Unterricht an Bergedorfer Schulen
Letzte Beratung: 24.09.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 6.5
Auskunftsersuchen
der BAbg. Momenzada, Arthur, Nasiri und SPD-Fraktion
Der herkunftssprachliche Unterricht ermöglicht Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, ihre mitgebrachten Familiensprachen schulisch zu erhalten und auszubauen. Er wird in Hamburg als schulübergreifendes Angebot organisiert. Kinder aus mehreren Schulen und Stadtteilen werden für den Unterricht an zentralen Standorten gebündelt.
Laut Angaben der Behörde für Schule und Bildung gab es zuletzt (Schuljahr 2021/2022) stadtweit 457 Kurse an 125 Standorten in zwölf Sprachen. Das Angebot wurde seither weiter ausgebaut. Wie sich dieses Angebot konkret auf Bergedorf verteilt bzw. ob und wie Bergedorfer Schülerinnen und Schüler daran teilhaben können, ist öffentlich nicht dokumentiert.
Der wissenschaftliche Forschungsstand zu den Effekten des herkunftssprachlichen Unterrichts zeigt zwei Befunde, die relevant sind: Zum einen wirkt sich die Förderung der Herkunftssprache nachweislich nicht negativ auf den Erwerb der deutschen Sprache aus. Zum anderen zeigt ein Teil der Studien einen positiven Zusammenhang zwischen Herkunftssprachkompetenz und schulischem Bildungserfolg, was sich auch in der Hamburger Elternbefragung (HUBE-Studie, Universität Hamburg 2016) widerspiegelt: Der Großteil der rund 3.000 befragten Eltern erhoffte sich vom herkunftssprachlichen Unterricht eine bessere Integration ihrer Kinder und mehr schulischen Erfolg.
Mit diesem Auskunftsersuchen möchten wir uns über den aktuellen Stand in Bergdorf informieren und herausfinden, wie der Bedarf in unserem Bezirk ist.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung:
Beschluss:
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