22-1939

Auswirkungen des Bewerbungskonzeptes Olympia auf den Bezirk Altona Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE

Große Anfrage öffentlich

Letzte Beratung: 11.03.2026 Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport Ö 12.11

Sachverhalt

Im Mai 2025 wurde verkündet, dass Hamburg sich für die Austragung der Olympischen Spiele 2040 oder 2044 bewirbt. Ein erstes Bewerbungskonzept wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Daraufhin folgten im Herbst 2025 Infoveranstaltungen in allen Hamburger Bezirken, auch in Altona.

Der Bezirk Altona nimmt in dem Bewerbungskonzept eine wichtige Rolle ein, da sich sowohl das Olympische Dorf, der Derby Park Klein Flottbek als auch der "Olympic Park" (bestehend aus Barclays Arena, dem Volksparkstadion und dem zu bauenden "temporären" Leichtathletikstadion) in unserem Bezirk befinden.

Angesichts der Größe des Olympia-Vorhabens und des Enthusiasmus des Senats, besteht die Gefahr, dass der Bezirk nur als "Austragungsort" gesehen und nicht angemessen an den Planungen beteiligt wird.

Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt:

  1. Die Planung der Science City wurde evoziert. Die SC GmbH plant gerade zweigleisig: Mit und ohne Olympia. Inwiefern war der Bezirk dennoch an der Erarbeitung des Konzeptes und der Festlegung der Sportstätten und der Lage des Olympischen Dorfes beteiligt?
  1. Welche Abteilungen des Bezirksamtes und wie viele Mitarbeitende arbeiten aktuell in Voll-, Teilzeit oder stundenweise an den Planungen zu Olympia in Altona?
  1. Welcher Austausch in Form von einzelnen oder regelmäßigen Treffen oder Online-Meetings bestand und besteht zwischen den Olympia-Akteuren im Senat, in den Behörden, in der SC GmbH und der Bezirksamtsleitung (oder ihrer Vertretung) oder den Bezirksamtsmitarbeitern? (bitte einzeln auflisten seit Mai 2025)
  1. Ist es geplant, dass im Falle eines positiven Referendums zusätzliche Personalkapazitäten im Sportreferat oder einer anderen Abteilung des Bezirksamtes finanziert werden können? Wenn ja wo/wie viele, wenn nein, warum nicht?
  1. Wie beurteilt das Bezirksamt generell die Durchführbarkeit des Großprojektes in Altona im Jahre 2040 oder 2044? Welche Herausforderungen bestehen aus Sicht des Bezirksamtes?
  1. In der Bewerbung werden je eine U- und eine S-Bahnlinie zwischen den Olympic Parks (City und Altona) ausgewiesen. Realistisch scheint jedoch nur eine U5 von Hagenbecks Tierpark zu den Arenen. Demnach müssten die Olympia-Besucher:innen aus Richtung City in Stellingen oder Hagenbecks Tierpark umsteigen. Wie soll das Olympische Dorf und die Spielstätten miteinander verbunden werden? Wie viele Kilometer Olympic Lanes sollen dabei zum Tragen kommen? (Verkehrs- und Mobilitätskonzept)
  1. Die 3.800 Wohneinheiten für die Science City sollen bis 2040 fertig sein. Für Olympia werden die WE im Olympischen Dorf 2040 bzw. erst 2044 benötigt. Wie genau ist die Fertigstellung und Übergabe dieser Wohneinheiten geplant? Was bedeutet die spätere (ggf. erst 2044) Übergabe der WE an die Bewohner der SC? Wo können Details zum geplanten Olympischen Dorf und zu der Umwandlung in Wohnungen eingesehen werden?
  1. Wie wirken sich die Planungen zu Olympia auf die Planung zur Verlegung des Fernbahnhofs Altona nach Diebsteich und auf die Planung zur S6 zum DESY aus?
  1. Wie würde sich der Bau des Olympischen Stadions auf den Volkspark auswirken? Wie viel Grünfläche geht voraussichtlich verloren?
  1. Welche Kosten sind bereits im Zusammenhang mit der Olympia-Bewerbung seit 01.01.2025 entstanden, die aus bezirklichen Geldern beglichen wurden?
  1. Ist es geplant, dass der Bezirk sich im Falle der Durchführung von Olympia finanziell beteiligt?

Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:

Zu 1:

Das Bezirksamt, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung(SL)kann an den Arbeitsgruppen zum Thema Sportstätten und Leichtathletikstadion teilnehmen.

Zu 2:

Die Fachabteilungen Übergeordnete Planung (SL1) und Landschaftsplanungen (SL3) nehmen stundenweise mit je einer Person an regelmäßigen Treffen teil (siehe hierzu auch Antwort zu Frage 3).

Des Weiteren nehmen stundenweise aus den Fachabteilungen Straßen, Mobilität und Gewässer (MR2) und Stadtgrün (MR3) an den Treffen teil.

Zu 3:

Es gibt regelmäßige 14-tägige Arbeitsgruppentreffen zu den Themenbereichen “Sportstätten“ und „Leichtathletikstadion“.
Im Dezember 2025 wurde die vorfinale Planung für das Olympische Dorf in einem Termin in der BSWvorgestellt, an dem SL teilnehmen konnte.

Zu 4:

Hierzu ist dem Amt nichts bekannt.

Zu 5:

Hierzu wird auf die Gesamtkommunikation der Behörde für Inneres und Sport (BIS) verwiesen.

Zu 6:

Hierzu wird auf die Gesamtkommunikation der BIS und die für die Verkehrsplanung zuständige Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) verwiesen.

Zu 7:

Die „Quartiere im Volkspark“ befinden sich im Vorbehaltsgebiet ScienceCity. Hierzu wird auf die für die Planung zuständige Senatsbehörde Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) sowie die SC GmbH verwiesen.

Zu 8:

Hierzu wird auf die zuständigen Senatsbehörden BVM und BSW verwiesen.

Zu 9

Dies ist Teil eines aktuellen Planungs- und Abstimmungsprozesses. Hierzu wird auf die Gesamtkommunikation der BIS verwiesen.

Zu 10:

Das Amt meldet hierzu Fehlanzeige.

Zu 11:

Das Amt meldet hierzu Fehlanzeige.

Petitum/Beschluss

:

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

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