Frau Bosse eröffnet die Sitzung, begrüßt alle Anwesenden und legt die Tagesordnung im vorgelegten Umfang fest.
Herr Freund bittet um Vertagung der Tagesordnungspunkte 1 und 2 auf die nächste Sitzung, da innerhalb seiner Fraktion noch Beratungsbedarf hierzu bestehe.
Entfällt.
Entfällt.
Entfällt.
Entfällt.
Keine Wortmeldungen.
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek genehmigt einstimmig.
Zu diesem Tagungsordnungspunkt sind folgende Referierende anwesend:
- Herr Hermann (Hamburger Energienetze GmbH)
- Frau Khazeel (Hamburger Energienetze GmbH)
- Herr Neufeld (Hamburger Energienetze GmbH)
- Herr Jessa (Hamburger Energienetze GmbH)
- Herr Kazim (SPIE)
- Herr Boran (SPIE)
- Herr Hauffe (Pohl-Gruppe)
Herr Herrmann, Frau Khazeel und Herr Neufeld referieren anhand einer Präsentation zum Zwischenstand der Quartierserneuerungen Tonndorf und Eilbek.
Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.
Im Rahmen der anschließenden Beratung wurde sich u.a. wie folgt geäußert:
Frau Dr. Hochheim stellt fest, dass der Ausbau der Strominfrastruktur eines der zentralen Zukunftsthemen sei, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Strombedarfe durch Wärmepumpen und Elektromobilität. Sie bittet darum, die Präsentation dem Ausschuss zur Verfügung zu stellen. Zudem fragt sie nach der zukünftigen Stromversorgungskapazität im Bereich Kühnstraße/Albert-Schweitzer-Ring, insbesondere im Hinblick auf mögliche Rechenzentrumsansiedlungen. Darüber hinaus erkundigt sie sich nach Prognosen zum zukünftigen Strombedarf bis 2030, 2040 und 2045.
Herr Herrmann erklärt hierzu, dass ihm die konkreten Prognosen nicht vorlägen und diese im Nachgang schriftlich nachgereicht würden.
Frau Khazaal erläutert ergänzend, dass Anträge auf entsprechende Netzanschlüsse über den Kundenservice eingereicht und anschließend technisch geprüft würden.
Frau Dr. Hochheim konkretisierte ihre Frage dahingehend, ob kurzfristige Anschlüsse leistungsintensiver Rechenzentren grundsätzlich möglich seien.
Herr Jessa erläutert, dass Netzkapazitäten grundsätzlich erst auf konkrete Kundenanfragen hin geschaffen würden. Vorsorgliche Ausbauten ohne vertragliche Grundlage würden vermieden, da dies wirtschaftliche Risiken mit sich bringe.
Herr Herrmann ergänzt, dass große Rechenzentren häufig schrittweise weitere Leistungen benötigten. Entsprechend werde zunächst eine Grundversorgung hergestellt und der weitere Netzausbau parallel geplant. Dies könne gegebenenfalls zusätzliche Hochspannungsanschlüsse erforderlich machen.
Herr Jessa führt weiter aus, dass sich die Art des Anschlusses nach dem tatsächlichen Leistungsbedarf richte. Große Verbraucher würden direkt an Umspannwerke angeschlossen. Zudem werde derzeit an neuen Verfahren gearbeitet, um Großkundenanschlüsse besser zu steuern.
Frau Dr. Hochheim erkundigt sich nach Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Aufgrabegenehmigungen und fragte, ob aus Sicht der Hamburger Energienetze Unterstützungsbedarfe gegenüber Bezirksamt oder Polizei bestünden.
Herr Kazim erläutert, dass insbesondere die Vielzahl paralleler Baumaßnahmen verschiedener Akteure problematisch sei. Aufgrund begrenzter Genehmigungen könnten häufig nur kurze Bauabschnitte umgesetzt werden, was die Arbeiten erheblich verlängere und erschwere.
Herr Hauffe ergänzt, dass insbesondere die Abstimmung zwischen Bezirksamt und Polizei im Zusammenhang mit dem Bauweiser-System verbessert werden sollte, da derzeit Doppelstrukturen und Kommunikationsprobleme bestünden. Aufgrabegenehmigungen und verkehrsrechtliche Anordnungen würden derzeit in unterschiedlichen Verfahren bearbeitet und dies führe zu unnötigem Abstimmungsaufwand.
Frau Khazaal ergänzt, dass die Hamburger Energienetze inzwischen ergänzende Informationsverfahren per E-Mail etabliert hätten, um alle Beteiligten frühzeitig einzubinden. Dennoch komme es bei Änderungen oder Verlängerungen gelegentlich zu Informationslücken.
Frau Dr. Hochheim stellt fest, dass die hieraus resultierende abschnittsweise Bauweise zwangsläufig zu höheren Kosten führe. Sie fragt, ob die Konkurrenzsituationen für die Genehmigungen vor allem mit Telekommunikationsunternehmen oder auch mit Straßen- und Radwegbaumaßnahmen bestehen würden.
Herr Herrmann erklärt, dass grundsätzlich alle Infrastrukturträger gleichzeitig im öffentlichen Raum tätig seien. Besonders im Gebiet Tonndorf bestünden zahlreiche Überschneidungen mit weiteren Großprojekten wie der S4 oder Straßenbaumaßnahmen. Daher seien enge Abstimmungen mit den zuständigen Behörden erforderlich.
Herr Jessa ergänzt, dass vielfach auch gemeinsame Maßnahmen mit anderen Baulastträgern umgesetzt würden, um Mehrfachaufbrüche zu vermeiden. Zudem erläutert er technische Hintergründe zur Kabelverlegung, insbesondere die Problematik zusätzlicher Muffen und die Herausforderungen beim Austausch alter Leitungen unter laufender Stromversorgung.
Herr Strothmann fragt nach der erwarteten Lebensdauer der neu verlegten Kabel.
Herr Herrmann erklärt, dass die neuen Kabel grundsätzlich für mindestens 50 Jahre ausgelegt seien. Ergänzend werde der Zustand der Leitungen laufend überwacht.
Herr Jessa führt aus, dass viele Altleitungen bereits seit Jahrzehnten in Betrieb seien. Schäden entstünden häufig durch äußere Einflüsse wie Baumwurzeln oder Bodenbewegungen. Ziel sei es jedoch, mit den neuen Leitungen langfristige Lösungen zu schaffen.
Herr Angert fragt nach den zugrunde gelegten Prognosen zum zukünftigen Stromverbrauch und danach, ob zusätzliche Bedarfe durch Wärmepumpen und Elektromobilität bereits berücksichtigt worden seien. Außerdem erkundigt er sich nach den Projektkosten der Quartierserneuerungen.
Herr Herrmann erklärt, dass konkrete Prognosedaten nachgereicht würden. Das neue Netz sei jedoch ausdrücklich auf die Anforderungen der Energiewende und steigende Strombedarfe ausgelegt. Zu den Projektkosten könnten der laufenden Projekte noch keine belastbaren Angaben gemacht werden.
Herr Angert fragt zudem nach der Gestaltung und Sicherung von Netzstationen und Kabelverteilerschränken im Hinblick auf Graffiti und Vandalismus.
Frau Khazaal erläutert, dass sowohl kompakte Netzstationen als auch Innenraumanlagen vollständig modernisiert würden.
Herr Jessa ergänzt, dass vereinzelt künstlerische Gestaltungen von Netzstationen umgesetzt würden. Gleichzeitig seien technische und sicherheitsrelevante Vorgaben zu beachten, etwa hinsichtlich Wärmeabfuhr oder Verkehrssicherheit.
Ergebnis:
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek nimmt Kenntnis.
Anlagen
Mai 2026_Vortrag Hamburger Ernergienetze_Quartierserneuerung Tonndorf_Eilbek (2380 KB)
Versorgungsprognose für die Umspannwerke Tonndorf und Eilbek (192 KB)
Entfällt.
Herr Khokhar erläutert den Antrag.
Ergebnis:
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek beschließt einstimmig.
Frau Dr. Hochheim erläutert den Antrag.
Herr Freund signalisiert die Zustimmung der Koalition zum Antrag. Lediglich Petitumspunkt 3 sei ihnen zu unkonkret formuliert. Daher schlägt vor, den Punkt zu streichen und den restlichen Antrag zur Abstimmung zu bringen.
Frau Dr. Hochheim stimmt der Änderung zu. Es sei wichtig, dass zunächst die Schäden behoben werden. Der Punkt 3 solle zu einem späteren Zeitpunkt konkretisiert werden.
Ergebnis:
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek beschließt einstimmig in geänderter Form:
Petitumspunkt 3 wird gestrichen; Petitumspunkt 4 wird zu neuem Punkt 3.
Frau Bosse merkt an, dass die Antwort der Fachbehörde weiterhin als nicht zufriedenstellend angesehen werde. Insbesondere sei nicht ausreichend erläutert worden, weshalb der ursprüngliche Standort nach Abschluss der Baustelle nicht wieder genutzt werden könne. Zudem erscheine die derzeitige Situation am Ersatzstandort mit Verkehrsbehinderungen während der Entleerung problematischer. Auch die Ausführungen zu den Ersatzstandorten sowie zur angeblich fehlenden lichten Höhe für eine Verlagerung der Depotcontainer seien nicht nachvollziehbar.
Sie schlägt vor, dass der Ausschuss die Stellungnahme zunächst zur Kenntnis nehme und sich in einer der kommenden Sitzungen erneut mit dem Thema befasse.
Frau Dr. Hochheim empfiehlt die offenen Fragen mittels eines Auskunftsersuchens zu klären.
Ergebnis:
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek nimmt Kenntnis.
Frau Bosse merkt an, dass in der Drucksache unter dem Punkt "Anlagen" voraussichtlich ein redaktioneller Fehler vorliegt und bittet die Verwaltung dies zu prüfen und zu korrigieren.
Ergebnis:
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek nimmt Kenntnis.
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek nimmt Kenntnis.
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek nimmt Kenntnis.
Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek nimmt Kenntnis.
Herr Becker bekräftigt die nach wie vor bestehende Dringlichkeit der Eingabe des Bezirksseniorenbeirats Drs. 22-2633 und bittet den Ausschuss darum, das Thema weiterhin eng zu begleiten.
Es werden keine jugendhilferelevanten Themen zur Überweisung in den Jugendhilfeausschuss festgestellt.
Es werden keine Themen zur Überweisung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz festgestellt.
Keine Wortmeldungen.