Frau Riebe eröffnet die Sitzung, begrüßt alle Anwesenden und legt die Tagesordnung im vorgelegten Umfang fest.
Keine Wortmeldungen.
Der Planungsausschuss genehmigt die Niederschriften über die Sitzungen vom 21.04.2026 und 19.05.2026 einstimmig.
Zu diesem Tagesordnungspunkt sind Herr Kupitzki und Herr Burmeister von der Wohnungsbaugenossenschaft Hamburg Gartenstadt eG sowie Herr Inderbitzin vom Architektenbüro EMI anwesend.
Herr Reinicke und Herr Kupitzki leiten ein und übergeben das Wort anschließend Herr Inderbitzin, der den Siegerentwurf für das Bauvorhaben „Gemeinschaftliches Wohnen Berne“ anhand einer Präsentation vorstellt.
Die Präsentation liegt der Niederschrift bei.
Im Rahmen der sich anschließenden Fragerunde werden folgende Themen aufgegriffen:
- Grünkonzept
- Verkehrskonzept
- Stellplatzanzahl je Wohneinheit
- Anteil geförderter Wohneinheiten (ca. 35 % / alle Förderwege)
- Wohnungsmix (Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen)
- Lärmschutz
- Realisierungszeitraum / Bauabschnitte
- gewerbl. Nutzung (evtl. Geschäfte für täglichen Bedarf)
- Gemeinschaftsräume / Innenhofgestaltung (ggf. Beteiligungsprozess)
- serielles Bauen / Hamburger Standard
- Barrierefreiheit
Frau Wolfflobt im Besonderen das aus ihrer Sicht sehr gelungene Grünkonzept.
Herr Wasnerbegrüßt das Projekt und lobt die zeitgemäße Interpretation des Gartenstadtgedankens sowie die nachhaltige Nutzung der attraktiven Fläche. Das Vorhaben sei ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum in Hamburg.Es freue ihn besonders, dass dieses Projekt von einer Genossenschaft geplant und umgesetzt werde. Wichtig sei nun die Entwicklung eines tragfähiges Verkehrskonzepts, um etwaige Bedenken der Anwohnerschaft auszuräumen.
Herr Busebewertet das geplante Bauvorhaben insgesamt als positiv. Die verkehrliche Erschließung sowie der Lärmschutz seien Themen, die im weiteren Verfahren noch fortzuentwickeln seien.
Frau Küntzel und Herr Halpap loben ebenfalls die vorgestellte Planung.
Herr Behrens begrüßt das Projekt und hebt lobend die von der Genossenschaft durchgeführten Beteiligungs- und Diskussionsprozesse für ihre Mitglieder hervor.
Ergebnis:
Der Planungsausschuss nimmt Kenntnis.
Anlagen
TOP 4.1_Praesentation_BERNE_Wettbewerbsplaene (5732 KB)
Frau Nocella erläutert die Vorlage.
Ergebnis:
Der Planungsausschuss stimmt der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Farmsen-Berne 41 und der Durchführung einer öffentlichen Plandiskussion am 14.09.2026 einstimmig bei Enthaltung der AfD-Fraktion zu.
Frau Wolff erbittet zum Integrierten Bezirklichen Entwicklungsrahmens (IBER) weitere Auskünfte zum aktuellen Verfahrenstand und den bevorstehenden Schritten.
Herr Reinickeerläutert, dass auf Basis der bisherigen Analysen und durchgeführten BeteiligungsformateeineEntwurfsgrundlage erstellt worden sei. Diese werde in eine Öffentlichkeitsbeteiligung überführt, die voraussichtlich bereits zwei Wochen vor den Sommerferien starten werde und insgesamt vier Wochen umfasse. Die Bevölkerung werde in diesem Rahmen Gelegenheit zur digitalen und ortbezogenen Kommentierung erhalten.Im Anschluss sei vorgesehen, die Ergebnisse dem Hauptausschuss zu präsentieren.
Herr Iwanwendet ein, dass aus seiner Sicht der für die Beteiligung gewählte Zeitraum aufgrund der Ferien und der Fußball-Weltmeisterschaft nicht optimal sei. Er halte es auch vor dem Hintergrund der überordneten Bedeutung des Themas für angemessen und zeitlich unbedenklich, den Beteiligungszeitraum deutlich zu verlängern.
Herr Klein erinnert daran, dass die erste Öffentlichkeitsbeteiligung bereits sehr frühzeitig und umfangreich gewesen sei. Die nun bevorstehende Öffentlichkeitsbeteiligung diene primär dazu, abschließende Anmerkungen einzubringen. Der gewählte Beteiligungszeitraum ermögliche eine breite Teilnahme, da er sowohl vor als auch während der Ferienzeit Möglichkeit zur Beteiligung biete.
Herr Behrens merkt an, dass die Ausführungen zum Tätigkeitsfeld des Zentrums für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ) sehr kurz ausgefallen sei und sich zudem die Anzahl der Vollzeitstellen im WBZ verringert habe, was aus seiner Sicht keine gute Entwicklung sei.
Ergebnis:
Der Planungsausschuss nimmt Kenntnis.
1.) Information über laufende Öffentlichkeitsbeteiligungen gem. § 3 Abs. 2 BauGB
Frau Nocella berichtet, dass der Beteiligungszeitraum für die drei Bebauungsplanverfahren Farmsen-Berne 40, Steilshoop 11 und Steilshoop 12 zeitgleich am 10.06. begonnen habe und noch bis zum 10.07.2026 laufe.
2.) Bebauungsplanverfahren Tonndorf 37 – Öffentliche Plandiskussion
Frau Nocella informiert, dass die Öffentliche Plandiskussion zum Bebauungsplanverfahren Tonndorf 37 – Quartier am Bahnhof Tonndorf am 06.07.2026 stattfinden werde.
Es werden keine Themen für die Überweisung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz festgestellt.
Es werden keine jugendhilferelevanten Themen zur Überweisung in den Jugendhilfeausschuss festgestellt.
Ein Bürgerbezieht sich auf das unter den Tagesordnungspunkten (TOP) 4.1 und 5.1 behandelte Bauvorhaben und hebt die Notwendigkeit eines belastbaren Verkehrskonzepts hervor. Er äußert Bedenken, dass der Meiendorfer Stieg in seiner derzeitigen Ausweisung als Tempo-30-Zone den durch die geplante Bebauung zu erwartenden Mehrverkehr nicht bewältigen kann. Zudem regt er an, das Quartier aufgrund der Nähe zum Berner Bahnhof als autofreie Zone zu deklarieren.
Frau Wolff erwähnt, dass bei jedem Bauvorhaben die Ansprüche, Erwartungshaltungen sowie die Lebensumstände der künftigen Bewohnerschaftzu berücksichtigen seien. Es sei insofern positiv zu bewerten, dass die Vorhabenträgerin von Anfang an Tiefgaragen vorgesehen habe, um das Zuparken der Nebenstraßen zu vermeiden. Weitere Potenziale gebe es im P+R Berne, dessen Parkfläche häufig nicht ausgelastet sei. Es sei Gegenstand politischer Beratung, einen Teil dieser Parkflächen zur Vermietung freizugeben.
Herr Wasner unterstreicht die Bedeutung eines Verkehrskonzepts, gerade bei großen Bebauungsplänen mit vielen Wohneinheiten. Durch die Neubauten entstünden vermehrte Verkehrsflüsse in den umliegenden Straßenzügen; dieser Herausforderung seien sich die Akteure bewusst. Die Polizei und das Fachamt Management des öffentlichen Raumes würden eingebunden werden, um eine funktionierende Verkehrsplanung zu gewährleisten.Die Idee eines autofreien Quartiers sei zwar interessant, führe jedoch in der Regel zu einer unerwünschten Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs in die Nachbarschaft. Ziel sei es, die Interessen der vorhandenen Anwohnerschaft und der zukünftigen Bewohnerschaft in Einklang zu bringen. Er sichert zu, dass in diesem Sinne das Bebauungsplanverfahren, das erst am Anfang stehe, weiter aufmerksambegleitet werde.
Herr Reinicke führt aus, dass die verkehrliche Erschließung des Gebiets bereits im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens thematisiert worden sei. Es sei ersichtlich, dass der heutige Ausbauzustand des Meiendorfer Stiegs für die von der Genossenschaft angestrebten Entwicklung nicht ausreiche und voraussichtlich eine Erweiterung der Straßenverkehrsfläche erfolgen müsse. Die detaillierte Umsetzung dessen sei im weiteren Bebauungsplanverfahren zu konkretisieren.