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Verkehrsanbindung und Verkehrssicherheit Otto-Bildungscampus Eingabe

Eingabe

Letzte Beratung: 02.11.2026 Hauptausschuss Ö 5.17

Sachverhalt

Folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung vor:

Liebe Politik,

vor kurzem wurde der Otto-Bildungscampus im Gewerbegebiet in Bramfeld eröffnet. Das Angebot ist ja wirklich super, gerade für junge Leute und Kinder, außerdem gibt es eine Grund- und Stadtteilschule. Schön, dass es gelungen ist, solch ein Angebot in Bramfeld zu errichten.

Leider aber ist es bislang versäumt worden, die verkehrliche Anbindung dieses Gebietes, das ja bislang einen eher gewerblichen Charakter hatte, auch für die schwachen und jüngeren Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Ich bitte sie deshalb, die folgenden Verbesserungen zu prüfen und dann auch zeitnah umzusetzen:

- gemäß § 45 Abs. 9, Satz 4 Nr. 6 Hamburger Richtlinien zur Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen (HRVV) kann vor sensiblen Einrichtungen Tempo 30 vor der Schule entlang der Werner-Otto-Straße und der Haldesdorfer Straße eingerichtet werden. Dabei wäre zu prüfen, ob eine ununterbrochene Tempo 30-Strecke in Verbindung mit der Tempo 30-Strecke vor dem Bundeswehrkrankenhaus möglich ist.

- Die Radverbindung zur U-Bahn Wandsbek-Gartenstadt ist zurzeit sehr unattraktiv. Durch eine Verlängerung des Radstreifens mindestens bis zur Fussgängerampel an der U-Bahn könnte die Verbindung erheblich verbessert werden. Bei einer Verkehrsbelastung von ca. 15.000 Pkws täglich ist es aus meiner Sicht Kindern ab 11 Jahren und Senioren nicht zuzumuten, die Lesserstraße im Mischverkehr mit Pkws und LKWs zu nutzen. Der bisherige Radstreifen hört auf der Lesserstraße plötzlich ohne Vorwarnung auf (siehe Foto 1)

- Auch die Radverbindung von der U-Bahn Wandsbek-Gartenstadt kommend ist zurzeit sehr unattraktiv. Durch eine attraktive Aufleitung nach der U-Bahnbrücke von der Straße auf den bestehenden Hochbordradweg könnte die Situation erheblich verbessert werden. Aktuell wird der Radverkehr im Mischverkehr auf der Lesserstraße geführt. Nach der U-Bahnbrücke gibt es dann "aus dem Nichts" einen Hochbordradweg Richtung Otto-Campus. Die Lesserstraße ist an der U-Bahn aber breit genug, um ab der Kreuzung Pillauerstraße bis nach der U-Bahnbrücke einen Radstreifen einzurichten, der dann nach der Brücke auf den Hochbordradweg geführt wird (siehe Foto 2).

- Auf der Werner-Otto-Straße im Abschnitt zw. Haldesdorfer Straße und Bramfelder Chaussee gibt es stadteinwärts gar keinen Radweg! Dort könnte problemlos ein komfortabler und sicherer Radstreifen mit Protektionselementen eingerichtet werden. Auch dieser Abschnitt ist Kindern aktuell nicht zumutbar, ich würde sogar so weit gehen, ihn für 11-jährige Kinder als lebensgefährlich zu bezeichnen.

- Das halbachsige Gehwegparken der PKWs in der Haldesdorfer Straße Richtung Bramfelder Chaussee führt dazu, dass der Gehweg dort nur sehr eingeschränkt nutzbar ist, teilweise ist der Gehweg dort mit einer Breite von 50 cm extrem untermaßig und als Schulweg nicht zumutbar. Wie soll man dort mit einem Kinderwagen vorbeikommen (siehe Foto 3)? Ich bitte Sie deshalb dort das halbachsige Parken auf dem Gehweg zu verbieten und durch bauliche Änderungen (Poller etc.) auch praktisch unmöglich zu machen.

- Auch die neu gestaltete Kreuzung Haldesdorfer Straße/Lesserstraße ist für Fahrradfahrer und Kinder teilweise sehr gefährlich, weil die roten Radwegmarkierungen nicht bis zu den Einmündungen durchgezogen worden sind. Ich bitte Sie deshalb auch hier, die Kreuzung fahradfreundlicher und fahradsicherer umzugestalten. Das kann dadurch erreicht werden, die roten Markierungen über die Kreuzung hinaus zu markieren. Jetzt ist es häufig so, dass die Pkws mitten auf dem Radstreifen stehend Fußgänger vorbeigehen lassen und die Radfahrer nicht sehen. Dort kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen (siehe Anhang 4, rote Markierung = Bestand, grüne Markierung = mögliche Änderung/Erweiterung)

- den separaten Linksabbieger der Haldesdorfer Straße Ri. Bramfeld zurückzubauen (dort fährt niemand links! und wenn doch, kann er sich normal bei den Geradeausfahrern einirdnen) und stattdessen dort einen Radstreifen und eine Aufstellfläche für den Radverkehr inkl. Rotmarkierung einzurichten (siehe Vorschlag in Anhang 4).

- die Pkw-Schrägaufsteller entlang des Radstreifens Haldesdorfer Straße zurückzubauen und stattdessen Längsparker einzurichten. Autofahrer können aktuell beim Ausparken Radfahrer, d. h. Kinder ab 11 Jahren, beim Ausparken nicht sehen. Hier hat man ja bereits in der Fuhlsbüttler Straße sehr negative Erfahrungen gemacht, die dazu geführt haben, dass man solche Radverkehrsanlagen aus Sicherheitsgründen für die schwachen Verkehrsteilnehmer (Kinder und Jugendliche) hamburgweit eigentlich nicht mehr umsetzt - leider außer in der Haldesdorfer Straße.

Ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen, unsere Stadt verkehrssicherer zu machen, alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt zu behandeln und nicht immer nur den Pkw-Verkehr priorisieren - gerade vor Schulen.

Vielen Dank und viele Grüße

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
02.11.2026
Ö 5.17
Anhänge

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Lokalisation Beta
Werner-Otto-Straße Haldesdorfer Straße Haldesdorfer Straße Lesserstraße Pillauer Straße Bramfelder Chaussee Fuhlsbüttler Straße Bundeswehrkrankenhaus Hamburg

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