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Aufzugsausfall am U-Bahnhof Wandsbek Markt: Frühzeitige Information sicherstellen und barrierefreie Alternativen praxisgerecht gestalten Antrag der CDU-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 18.06.2026 Ausschuss für Mobilität Ö 5.3

Sachverhalt

Der U-Bahnhof Wandsbek Markt ist mit rund 114.000 Ein- und Aussteigenden täglich einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Hamburgs. In ihrer Antwort vom 8. Juni 2026 auf ein Auskunftsersuchen der CDU-Fraktion teilte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende mit, dass der bestehende Aufzug vom 27. Juli 2026 bis voraussichtlich 13. November 2026 aufgrund eines notwendigen Austauschs außer Betrieb sein wird (Drs. 22-3546.1). Während dieser Zeit steht kein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig der U1 am Standort Wandsbek Markt zur Verfügung.

Die Bezirksversammlung begrüßt die Erneuerung des Aufzugs und erkennt deren technische Notwendigkeit an. Zugleich bedauert sie, dass der in der Vergangenheit diskutierte Einbau eines zweiten Aufzugs nicht weiterverfolgt wurde. Ein zusätzlicher Aufzug hätte nicht nur die Beförderungskapazität an einem der wichtigsten Umsteigepunkte Hamburgs erhöht, sondern auch eine notwendige Redundanz geschaffen. Die aktuelle Situation zeigt, dass bereits die planmäßige Erneuerung eines einzelnen Aufzugs dazu führt, dass der U-Bahnhof Wandsbek Markt für mehrere Monate nicht mehr barrierefrei erreichbar ist.

Nach Angaben der Behörde sollen die Auswirkungen des Ausfalls durch die Nutzung benachbarter barrierefreier Haltestellen sowie der regulären Busverbindungen abgefedert werden. Zusätzliche Ersatzangebote sind nicht vorgesehen.

Gerade für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Fahrgäste mit Rollstühlen oder Rollatoren, Familien mit Kinderwagen sowie andere auf eine barrierefreie Wegeführung angewiesene Fahrgäste können die vorgesehenen Alternativen zusätzliche Wege, Umstiege und Zeitaufwände bedeuten. Hinzu kommt, dass die tatsächliche Nutzbarkeit der benannten Alternativverbindungen von verschiedenen Faktoren wie Wegebeziehungen, Umsteigevorgängen, Kapazitäten und der Vergbarkeit weiterer Aufzüge abhängt.

Ebenso erscheint die bislang vorgesehene Kommunikation nicht ausreichend. Die Information über Verbände, digitale Informationsangebote und Fahrgastfernsehen allein erreicht nicht zwangsläufig allen Betroffenen. Viele Fahrgäste erwarten vielmehr eine frühzeitige und sichtbare Information direkt vor Ort sowie über die lokalen Medien.

Vor diesem Hintergrund sollten die Kommunikationsmaßnahmen ausgeweitet und die tatsächliche Praktikabilität der vorgesehenen Alternativverbindungen überprüft werden.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Wandsbek beschließen:

Petitum/Beschluss

Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, sich bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM), dem hvv sowie der Hamburger Hochbahn AG dafür einzusetzen, dass im Zusammenhang mit dem geplanten Aufzugsaustausch am U-Bahnhof Wandsbek Markt folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

1. Frühzeitige und umfassende Fahrgastinformation

  • Die Öffentlichkeit ge rechtzeitig vor Beginn der Baumaßnahme über gut sichtbare Plakatierungen und Hinweisschilder am U-Bahnhof Wandsbek Markt sowie an wichtigen Zubringerhaltestellen über die Baumaßnahmeinformiert werden.
  • Barrierefreie Alternativrouten sollen in diesem Zuge ebenfalls verständlich dargestellt werden.
  • Diese Informationen gen ebenfalls über lokale Medien, soziale Medien sowie über Informationskanäle des hvv und der Hochbahn verbreitet werden.
  • Fahrgäste ohne Smartphone sowie seh- und hörbehinderte Menschen sollen dabei durch geeignete analoge und barrierefreie Informationsangebote erreicht werden.

2. Alternativverbindungen

Es möge geprüft werden, inwieweit die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Fahrgästen mit Rollstühlen oder Rollatoren, Familien mit Kinderwagen sowie weiterer auf barrierefreie Mobilität angewiesener Fahrgäste durch die vorgesehenen Alternativverbindungen ausreichend berücksichtigt und entsprechend weitere Alternativverbindungen eingerichtet werden.

3. Berichterstattung

Der Bezirksversammlung möge spätestens vier Wochen vor Beginn der Baumaßnahme schriftlich über die vorgesehenen Kommunikationsmaßnahmen sowie die Ergebnisse der Prüfung der Alternativverbindungen berichtet werden.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
18.06.2026
Ö 5.3
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Wandsbeker Marktstraße Wandsbek

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