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"Partnerschaftlich abpflastern" - Entsiegelungspotenziale in Wandsbek gemeinsam mit dem BUND nutzen Interfraktioneller Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 06.10.2026 Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz Ö 5.5

Sachverhalt

Die Entsiegelung öffentlicher Flächen ist ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Entsiegelte Flächen können insbesondere bei Hitze zur Verbesserung der Baumvitalität beitragen und bei Starkregen die Versickerung von Niederschlagswasser ermöglichen. Gleichzeitig stehen den Bezirksämtern aufgrund der angespannten Haushaltslage nur begrenzte finanzielle Mittel für zusätzliche Entsiegelungsmaßnahmen zur Verfügung.

Mit dem Projekt „Partnerschaftlich abpflastern“ des BUND Hamburg liegt ein praxisnaher Ansatz vor, um Entsiegelungen mit Unterstützung der Zivilgesellschaft umzusetzen. Im Juni 2026 wurde ein entsprechendes Pilotprojekt im Bezirk Eimsbüttel erfolgreich durchgeführt. Dabei stellte der Bezirk geeignete Flächen bereit, der BUND übernahm die eigentliche Entsiegelungsarbeit und der Bauhof den Transport des Materials. Der Ressourceneinsatz des Bezirksamtes blieb dabei überschaubar; die Maßnahme konnte innerhalb von zwölf Tagen vom Ortstermin bis zur Abholung der Pflastersteine umgesetzt werden.

Auch für Wandsbek bietet sich dieses Vorgehen an. Der BUND Hamburg verfügt nach eigenen Angaben über entsprechende Kapazitäten, um Entsiegelungsmaßnahmen im Rahmen der Initiative „Hamburg Abpflastern“ durchzuführen.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Petitum/Beschluss
  1. Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit dem BUND Hamburg zu prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen das in Eimsbüttel erprobte Projekt „Partnerschaftlich abpflastern“ auch auf geeigneten öffentlichen Flächen im Bezirk Wandsbek umgesetzt werden kann.
  2. ⁠Die Verwaltung wird gebeten, bei der Prüfung insbesondere Flächen zu berücksichtigen, bei denen eine Vergrößerung des unversiegelten Bereichs fachlich sinnvoll ist oder durch Wurzeldruck bereits Probleme mit Pflasterflächen bestehen. Bei der Auswahl sind insbesondere Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, bestehende Nutzungen und der spätere Unterhalt zu berücksichtigen. Flächen, deren Entsiegelung zum Wegfall bestehender Stellplätzen führen oder den örtlichen Parkdruck verschärfen würde, sollen nicht berücksichtigt werden.
  3. ⁠Sofern eine geeignete Fläche identifiziert wird und die fachlichen Voraussetzungen vorliegen, wird die Verwaltung gebeten, gemeinsam mit dem BUND Hamburg eine erste Maßnahme nach dem Vorbild des Eimsbütteler Projekts umzusetzen und dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz anschließend über die Erfahrungen zu berichten. Sollte keine geeignete Fläche gefunden werden, ist dem Ausschuss über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
Bera­tungs­reihen­folge
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