Abpflastern-Wettbewerb 2026 - was tut Wandsbek? Kleine Anfrage vom 23.07.2026
Noch bis zum 31. Oktober läuft der Abpflastern-Wettbewerb in Hamburg. Privatpersonen, Unternehmen, Initiativen oder Vereine können sich beteiligen. „Ziel ist es, so viele Flächen wie möglich zu entsiegeln und damit einen Beitrag zur Klimaanpassung und zum Naturschutz zu leisten“ heißt es auf der Webseite der BUKEA.
Das Entsiegeln von Flächen trägt zur Vermeidung von Hitzeinseln in der Stadt bei und ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg hin zur Schwammstadt. Angesichts von Hitzewellen, die mehr und mehr die Regel werden, ein drängendes Problem. Auch die Ampelkoalition in Wandsbek hat das erkannt und mit Drs. 22-1276 einen Antrag eingereicht, um die Entsiegelung von Parkplätzen durch das Management des öffentlichen Raums prüfen zu lassen. Die Antworten des Bezirksamtes und der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende zeigen, dass diese Entsiegelungen zumindest nicht kurzfristig mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglich sind, siehe Drs. 22-1615.
Nach dieser ernüchternden Erkenntnis ist abgesehen von kleineren Initiativen kaum etwas geschehen.
Laut Antworten des Senats auf eine schriftliche kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 23-4447) wurden für den Abpflastern-Wettbewerb 2025 und 2026 keine zusätzlichen Personal- und Sachmittel zur Verfügung gestellt. Allerdings habe die zuständige Behörde „im Jahr 2025 einen Entsiegelungsdialog mit den Bezirksämtern durchgeführt, um ein Netzwerk und ein gemeinsames Verständnis über Ziele und Probleme bei der Identifizierung von Entsiegelungsflächen zu schaffen. In diese Kommunikation sind die Klimamanager:innen und Klimaschutzteams der Bezirksämter eingebunden.“
Daher fragen wir die Verwaltung:
„Häufiger auftretende Starkregenereignisse, Hitzewellen und Dürreperioden sowie stärkere Stürme stellen sowohl unsere Infrastrukturen als auch unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit vor große Herausforderungen. Insbesondere Kinder, ältere und sensible Personen leiden unter Hitzestress sowie unter den sogenannten Schlecht-Schlaf-Nächten mit Temperaturen über 20 °C. Nur eine konsequente Entsiegelung urbaner Wärmeinseln, der Erhalt von Grünflächen sowie eine gute Durchlüftung und die Verbesserung des natürlichen Wasserkreislaufes durch Versickerung vor Ort können diesen Folgen entgegenwirken. Sie müssen daher frühzeitig bei der Planung und Durchführung von Bau- und Erhaltungsmaßnahmen mitgedacht werden.“
Wie viele Wärmeinseln wurden seit Inkrafttreten des IKK-W identifiziert und im Sinne des Konzepts „konsequent entsiegelt“ (bitte Ort, Flächengröße und Jahr der Realisierung angeben)?
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