"Barrierefreies Rathaus" - Leitsystem vom ZOB (Fahrstuhl) bis Rathaus: Sind vorgelegte Planungen sinnvoll? Kleine Anfrage vom 03.09.2025
Mit Drucksache 22 – 1824 wird in Zusammenhang mit dem Projekt „Barrierefreies Rathaus“ ein Leitsystem vom ZOB (Fahrstuhl) bis zum Rathaus für Menschen mit Sehbehinderung vorgeschlagen. Die mitgelieferte Zeichnung auf dem Lageplan wirft Fragen auf. Insbesondere stellt sich die Frage, wie die Menschen mit Sehbehinderung die Busspuren des ZOBs gefahrenlos queren können.
Der Verwaltungsvorlage liegt ein Antrag aus 2019 mit der Drs. 20-7330 zugrunde. Entgegen des Antragstextes wird das vorgelegte Leitsystem nicht von der U-Bahn ausgehend und nicht zum Bürgersaal geführt. Auch dem Sozialausschuss wurde die Planung nicht vorgelegt.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 12.09.2025
Bezirksamt Wandsbek:
Das vorgelegte Konzept sieht vor, dass sehbehinderte Verkehrsteilnehmende von der ZOB-Insel unterirdisch über die Tunnelanlage/Schalterhalle (Nutzung der Rolltreppe) gesichert zum dort befindlichen Fahrstuhl gehen und über diesen zum Bahnsteig (abwärts) oder zur Marktfläche (aufwärts) gelangen.
Eine oberirdische gesicherte Querungsstelle über die Busstreifen/Busfahrbahnen (ZOB-Insel Richtung Marktfläche) kann aus technischen Gründen nicht eingerichtet werden, da die Bevorrechtigung des Fußverkehrs den laufenden Busbetrieb behindern würde.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 1
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 1
Bezirksamt Wandsbek:
Die Kreuze sollen anzeigen, in welchen Bereichen bestehendes Pflaster ausgebaut wird (hier: Kopfsteinpflaster im Gehwegbereich).
Bezirksamt Wandsbek:
Die Planungen wurden nicht mit dem HVV abgestimmt, da es hier keinen direkten Bedarf gegeben hat. Das Konzept des Bezirksamtes passt sich an das vorhandene und funktionierende Leitsystem im ZOB-Bereich an.
Bezirksamt Wandsbek:
Ja, die Pläne wurden in mehreren Abstimmungsterminen abgestimmt; alle Anmerkungen und Bedarfe wurden entsprechend eingearbeitet.
Bezirksamt Wandsbek:
Ja, im Planungsprozess hat es ausführliche Gespräche und Begehungen gegeben. Hinweise wurden aufgenommen und im Planungsprozess berücksichtigt.
Bezirksamt Wandsbek:
Sehbehinderte orientieren sich auf der Strecke entlang der Grundstücksgrenze bzw. vorhandenen Bordeinfassungen. Daher ist ein Leitstreifen nur in den im Plan dargestellten Bereichen erforderlich.
Bezirksamt Wandsbek:
Die sehbehinderten Verkehrsteilnehmenden werden nach dem Queren der Einmündung Am Alten Posthaus zur Gebäudekante/Beet-Einfassung (Rathaus) geleitet. Entlang dieser gelangen die Verkehrsteilnehmenden zur Rampe/Eingang.
Bei dem anderen Element des Leitsystems (am Radweg) handelt es sich um einen Trennstreifen zum Radweg. Dieser muss an einer Stelle an den Bestand anschließen.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 9
Bezirksamt Wandsbek:
Die unterirdische Führung hätte zur Folge, dass die sehbehinderten Verkehrsteilnehmenden am Bereich des Ärztehauses und der dortigen Bushaltestelle vorbeigeführt werden müssten. Dieser Bereich ist sehr unübersichtlich und stark frequentiert. Eine durchgehendes und funktionierendes Leitsystem ist hier nicht umsetzbar bzw. zu empfehlen.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 11
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 11
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 11
Bezirksamt Wandsbek:
Vom Bereich der Einmündung Am Alten Posthaus orientiert sich der sehbehinderte Verkehrsteilnehmende an der Gebäudekante bzw. der vorhandenen Entwässerungsrinne.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Maßnahme befindet sich seit einiger Zeit im Arbeitsprogramm. Die Grundlagenermittlung und die o.g. Abstimmungen konnten im Hinblick auf die zur Verfügung stehende Ressource erst ab Ende 2023/Anfang 2024 stattfinden und in 2025 finalisiert werden.
Bezirksamt Wandsbek:
Dem zuständigen Ausschuss steht es frei, die Unterlagen in den Sozialausschuss zu überweisen. Grundsätzlich ist eine Doppelbefassung der Ausschüsse nicht vorgesehen.
Bezirksamt Wandsbek:
Eigentümerin ist die Hamburger Hochbahn AG.
Bezirksamt Wandsbek:
Der temporäre Sendemast ersetzt die Anlagen, die wegen der Umbaumaßnahmen vorübergehend vom Dach des ehemaligen Karstadtgebäudes abgebaut werden mussten. Wann die Anlagen auf ihre ursprünglichen Standorte zurückkehren können, ist dem Bezirksamt nicht bekannt.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Maßnahme könnte unter Berücksichtigung von Vorlaufzeiten im ersten Quartal 2026 baulich angegangen werden, wenn eine Finanzierung gesichert ist.
keine Anlage/n
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.
Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.