Volt Antrag: Hitzefolgen im Bezirk Harburg - Schäden erfassen, bewerten und beheben
Volt Antrag: Hitzefolgen im Bezirk Harburg - Schäden erfassen, bewerten und beheben
Der Sommer 2026 hat auch im Bezirk Harburg Spuren hinterlassen. Wiederholte Hitzeperioden, längere trockene Phasen aber auch Strakregenereignisse haben nicht nur die Menschen belastet, sondern auch das öffentliche Grün, die bezirkliche Infrastruktur sowie den Betrieb öffentlicher Einrichtungen und Angebote vor erhebliche Herausforderungen gestellt.
Besonders sichtbar sind die Folgen bei den Straßenbäumen. An zahlreichen Standorten im Bezirk sind starke Trockenschäden zu beobachten; einzelne Bäume haben große Teile ihrer Krone verloren oder sind offenbar bereits abgestorben. Auch Grünanlagen, Pflanzflächen und Rasenflächen zeigen oder zeigten deutliche Belastungsspuren. Bei Bäumen und anderen Gehölzen wird sich das tatsächliche Ausmaß der Schäden teilweise erst in den kommenden Monaten oder während der nächsten Vegetationsperiode zuverlässig beurteilen lassen.
Die Auswirkungen der Hitze beschränkten sich jedoch nicht auf das öffentliche Grün. Der Wochenmarkt am Sand musste an besonders heißen Markttagen bereits um 12 Uhr und damit eineinhalb Stunden früher als üblich schließen. Dies geschah zum Schutz der Marktbeschickenden, der Besucher und der leicht verderblichen Lebensmittel. Das Beispiel zeigt, dass längere Hitzeperioden inzwischen auch den Betrieb öffentlicher Angebote, Arbeitsabläufe sowie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im Bezirk beeinflussen.
Die Mitarbeitenden des Bezirksamtes mussten während der Wetterextreme kurzfristig reagieren, Schäden beurteilen, Gefahrenstellen absichern und Maßnahmen priorisieren. Dabei verteilen sich die Erfassung, Bewertung und Behebung möglicher Hitzeschäden auf unterschiedliche Bereiche der Verwaltung. Soweit andere Behörden, Landesbetriebe, öffentliche Unternehmen oder private Träger zuständig sind, müssen Schäden zudem weitergemeldet und deren Bearbeitung nachverfolgt werden.
Mit dem Ausklingen des Sommers ist daher der richtige Zeitpunkt gekommen, eine erste Bilanz zu ziehen. Für die Bezirksversammlung ist von Interesse, wie die Verwaltung Hitzeschäden erfasst und bewertet, nach welchen Kriterien Maßnahmen priorisiert werden, welche finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung stehen und in welchem Zeitraum mit der Behebung der festgestellten Schäden gerechnet werden kann. Darüber hinaus sollte ausgewertet werden, welche Erfahrungen aus dem Sommer 2026 für die Vorbereitung auf zukünftige Hitzeperioden gewonnen werden können.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
Die Bezirksverwaltung wird gebeten, in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz durch fachkundige Vertreter insbesondere des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes und des Fachamtes Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt darüber zu berichten, wie hitzebedingte Schäden und Beeinträchtigungen im Sommer 2026 erfasst, dokumentiert, priorisiert, an zuständige Stellen weitergeleitet und behoben werden.
Dabei sollen insbesondere eine erste Bilanz der Schäden am öffentlichen Grün und an der bezirklichen Infrastruktur sowie der Einschränkungen öffentlicher Angebote, die verfügbaren personellen und finanziellen Mittel, der voraussichtliche Zeitrahmen für die Schadensbeseitigung und notwendige Ersatzpflanzungen sowie die aus dem ausklingenden Sommer gezogenen Schlussfolgerungen für das zukünftige Monitoring und die Prävention dargestellt werden.
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