Stellungnahme zum Zusatzantrag CDU betr. zum gemeinsamen Antrag SPD - Grüne betr. 40 Jahre Harburger Mahnmal gegen Faschismus - Erinnerung erneuern, Haltung zeigen
Letzte Beratung: 08.09.2026 Hauptausschuss Ö 4.12.2
40 Jahre nach Einweihung des Mahnmals gegen Faschismus ist vielen Harburgern und Harburgerinnen weder der Standort noch die Geschichte dieses Mahnmals (Am Harburger Ring 31, oberhalb der Unterführung zum Sand) bekannt. Damit dieses Kunstwerk einem Vergessen des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte entgegenwirken kann und somit weiterhin mahnen kann, bedarf es einer Expertise, die bestenfalls zugleich in Harburg angesiedelt ist. Vor diesem Hintergrund ist das Archäologischen Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg (AMH) prädestiniert, das Mahnmal zum einen dem Vergessen zu entreißen und gleichzeitig eine Vermittlung der Geschichte museumsdidaktisch zu gewährleisten.
Die Bezirksversammlung beschließt:
1. Das Bezirksamt wird gebeten, kurzfristig mit dem Archäologischen Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg (AMH) Kontakt aufzunehmen, um Möglichkeiten zur Realisierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit des Mahnmals zum Jubiläum im Oktober 2026 zu identifizieren;
2. Das Bezirksamt wird gebeten, in Zusammenarbeit mit dem AMH begleitend zu der Umsetzung ein Konzept zur Pflege des Mahnmals und zu einer Vermittlung der Geschichte und der Idee des Mahnmals zu entwickeln.
3. Die Bezirksversammlung stellt dem AMH bezirkliche Sondermittel bis zu einer Höhe von € 10.000,00 zur Verfügung.
Hamburg, am 24.04.2026
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
31. August 2026
Das Bezirksamt nimmt zu der Drucksache wie folgt Stellung:
Das Archäologische Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg (AMH) plant eine Ausstellung zur Geschichte des Mahnmals. Die Ausstellung findet im Planet Harburg statt und wird am 10.Oktober 2026 eröffnet. Das Mahnmal wurde vor 40 Jahren eingeweiht. Die Ausstellung soll bis zum 10.11.2027 gezeigt werden. Am 10.11.1993 fand die letzte Absenkung der Stehle als sichtbarer Teil des Mahnmals statt.
Vor der Ausstellungseröffnung ist vom AMH ein Pressetermin unter Beteiligung des Bezirksamtes geplant.
Die von der Bezirksversammlung zur Verfügung gestellten Mittel wird das AMH für ein Vermittlungsformat einsetzen. Hierfür soll eine Historikerin eine Broschüre mit Einleger erstellen, die als Ausdruck und digital zur Verfügung gestellt werden soll. Als Zielgruppe sind insbesondere Schüler*innen und junge Menschen definiert.
Ein Rahmenprogramm zur Ausstellung kann durch das AMH nicht organisiert werden. Die Ausstellung kann jedoch für andere Veranstaltungen und Formate als Anlass genutzt werden. Ebenso wäre das AMH bereit, den Vortragssaal im Planet Harburg für einen Themenabend zur Verfügung zu stellen.
Über die Pläne des AMH hinaus kann das Bezirksamt aufgrund begrenzter Ressourcen keine zusätzlichen Aktivitäten organisieren.
Petitum
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Carstensen
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