Antwort auf Anfrage SPD betr. Umbauphasen Harburger ZOB und "Doppelknoten"
Letzte Beratung: 12.09.2023 Hauptausschuss Ö 2.25
Laut der Baustellenübersicht des Bezirks Harburg startet der LSGB am 10.07.2023 mit den Baumaßnahmen zur Sanierung der Hannoverschen Straße rund um den Harburger Bahnhof. Dabei werden auch die Kreuzungsbereiche Hannoversche Straße/ Walter-Dudek-Brücke/ Moorstraße sowie Hannoversche Straße/ Buxtehuder Straße (sog. „Doppelknoten“ beeinträchtigt. Ein Ende der Bauarbeiten ist gegenwärtig für den 20.03.2026 vorgesehen. Darüber hinaus will die HHA am 02.10.2023 mit dem Umbau des Harburg ZOB starten. Am 03.09.2025 soll der neue ZOB in Betrieb genommen werden.
Die 9 verschiedenen Bauphasen wurden im Ausschuss für Mobilität und Inneres ausführlich vorgestellt. Allerdings passen die damals genannten Bauzeiten nicht mit den aktuellen zusammen.
Daher fragen wir die Verwaltung:
1. Wie sieht der gegenwärtige Zeitplan für die jeweiligen Bauphasen aus?
2. Sind Änderungen gegenüber den Darstellungen im Ausschuss für Mobilität und Inneres vorgesehen, wenn ja, welche?
3. Wie wird sichergestellt, dass der Umleitungsverkehr (besonders wg. des Busverkehrs in der Wilstorfer Straße) halbwegs flüssig laufen wird?
4. Werden Schaltungen an Lichtsignalanlagen geändert? Wenn ja, wo und wie?
5. Werden nach dem Ende der ZOB-Arbeiten (voraussichtlich ab 03.09.2025) die Busse ihre geplanten Linienwege (Richtung Moorstraße bzw. Buxtehuder Straße) halbwegs flüssig durch die Bauarbeiten des Doppelknotens befahren können? Falls nicht, was ist stattdessen geplant?
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende
8. August 2023
Die Behörde für Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) beantwortet die o.g. Anfrage wie folgt:
1. Wie sieht der gegenwärtige Zeitplan für die jeweiligen Bauphasen aus?
Es wird in mehreren Bauabschnitten gebaut. Am 10.07.2023 wurde mit den Arbeiten im 1. Bauabschnitt in der südlichen Hannoverschen Straße begonnen. Diese sind bis Anfang März 2024 geplant. Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten im 2. Bauabschnitt (südliche Hannoversche Straße und ZOB Harburg) bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Im Anschluss sollen dann die Arbeiten direkt im Knotenpunktbereich des Doppelknotens stattfinden. Die Arbeiten dauern nach derzeitigem Stand mindestens im gesamten Jahr 2026 an.
2. Sind Änderungen gegenüber den Darstellungen im Ausschuss für Mobilität und Inneres vorgesehen, wenn ja, welche?
Die Grundzüge der Verkehrsführung der einzelnen Phasen des 1. Bauabschnittes haben sich gegenüber der Vorstellung im Ausschuss für Mobilität und Inneres nicht verändert. Ergänzend zum 1. Bauabschnitt soll der Knotenpunktbereich Hannoversche Straße/Ausfahrt Parkhaus Phoenix-Center bereits mit Beendigung des 1. Bauabschnittes final fertiggestellt werden, statt im Zuge des 2. Bauabschnitts. Hierfür wird die Zu- und Ausfahrt zum Phoenix-Center für mehrere Wochen voll gesperrt sein. Abstimmungen mit dem Management des Phoenix-Centers sind erfolgt.
Weiterhin soll während der Arbeiten des 1. Abschnittes im Bereich Wilstorfer Straße/Ausfahrt Parkhaus Phoenix-Center eine Lichtsignalanlage aufgestellt werden, um die Verkehre, die sich durch die Störung auf der Hannoverschen Straße verlagern, besser abfließen lassen zu können.
Die Verkehrsführungen der anderen Bauphasen können teilweise erst final ausgearbeitet werden, wenn die Verkehrsplanung abschließend ausgearbeitet ist. Siehe auch Ausführungen zu Frage 5.
Zur Abstimmung der Verkehrsführung in den einzelnen Bauphasen finden regelmäßig intensive Abstimmungen mit der Straßenverkehrsbehörde statt.
3. Wie wird sichergestellt, dass der Umleitungsverkehr (besonders wg. des Busverkehrs in der Wilstorfer Straße) halbwegs flüssig laufen wird?
Die Hochbahn hat ein umfangreiches Umleitungskonzept zur Abwicklung der Busverkehre erarbeitet. Weiterhin wurden die Umleitungsstrecken auf Leistungsfähigkeit geprüft und Anpassungen vorgenommen.
Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Behörde für Inneres und Sport (BIS), um den Verkehr optimal zu führen und flüssig zu halten.
4. Werden Schaltungen an Lichtsignalanlagen geändert? Wenn ja, wo und wie?
Ja. An diversen Lichtsignalanlagen (LSA) werden die Schaltungen für den Verkehrsfluss optimiert, um in Abhängigkeit von den jeweiligen Bauphasen einen möglichst optimalen Verkehrsfluss zu gewährleisten.
Die betroffenen Knoten bzw. LSA können der Anlage (Übersichtskarte LSA ZOB Harburg) entnommen werden.
5. Werden nach dem Ende der ZOB-Arbeiten (voraussichtlich ab 03.09.2025) die Busse ihre geplanten Linienwege (Richtung Moorstraße bzw. Buxtehuder Straße) halbwegs flüssig durch die Bauarbeiten des Doppelknotens befahren können? Falls nicht, was ist stattdessen geplant?
Da sich der Doppelknoten aufgrund der Vermeidung des früher einmal vorgesehenen Radwegs in Mittellage (RIM) zurzeit in der Umplanung befindet, ist der Bauablauf noch nicht final abgestimmt. Dies wirkt sich möglicherweise auf die Verkehrsführung aller Verkehrsformen aus. Daher kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verbindliche Aussage darüber getroffen werden, wie die Lösung für die Führung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu diesem Zeitpunkt erfolgen wird.
Selbstverständlich wird darauf hingearbeitet, dass der ÖPNV möglichst flüssig und effektiv geführt wird und die bestmögliche Lösung für die Fahrgäste gemeinsam mit der Hochbahn gefunden wird.
Weitere Informationen zu den einzelnen Bauabschnitten und Umleitungen von Buslinien sind der als Anlage beigefügten Bürgerschaftsdrucksache Nr. 22/12548 zu entnehmen.
Anlagen:
Übersichtskarte Lichtsignalanlagen ZOB Harburg
Drucksache 22/12348
gez. Heimath
f.d.R.
Leptien
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