Antrag der SPD-Abgeordneten Benizar Kizil, Mehmet Kizil, Markus Sass und Dennis Wacker betr.: Vorübergehende Schließung des Sportplatzes Außenmühle für die öffentliche Nutzung zum Schutz vor Vandalismus und Vermüllung
Der Sportplatz Außenmühle ist ein wichtiger Bestandteil der Sport- und Freizeitinfrastruktur im Bezirk Harburg. Neben der Nutzung durch die ansässigen Sportvereine ist die Anlage bislang auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor zwei Jahren wurde die Eröffnung gefeiert, nachdem dieser für mehrere Millionen umfassend saniert und aufgewertet wurde.
In der Vergangenheit ist es jedoch wiederholt zu erheblichen Problemen durch Vandalismus, Vermüllung und eine nicht bestimmungsgemäße Nutzung der Sportanlage gekommen.
Insbesondere das Befahren des Sportplatzes mit E-Scootern und Fahrrädern stellt eine zunehmende Belastung dar und kann Schäden an den Sportflächen verursachen.
Von diesen Entwicklungen sind nicht nur die Sportvereine betroffen, sondern auch der Betreiber der ansässigen Gastronomie, der ebenfalls unter Vandalismus und den damit verbundenen Beeinträchtigungen leidet. Hierzu zählen insbesondere zusätzliche Reinigungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.
Die derzeitige Situation ist auf Dauer weder für die Sportvereine noch für den
Gastronomiebetrieb oder die Verwaltung zumutbar. Es kann nicht sein, dass eine öffentliche Sportanlage regelmäßig beschädigt oder zweckentfremdet wird und die Folgen letztlich von denjenigen getragen werden müssen, die den Standort betreiben, pflegen und sportlich nutzen.
Vor diesem Hintergrund erscheint es notwendig, die öffentliche Nutzung des Sportplatzes vorübergehend auszusetzen, bis geeignete Lösungen gefunden wurden, um die bestehenden Probleme nachhaltig zu beseitigen. Da die Anlage bereits durch einen Sportplatzwart betreut wird, könnte eine konsequente Regelung der Öffnungs- und Schließzeiten dazu beitragen, unbefugte Nutzungen außerhalb des regulären Sportbetriebs zu verhindern.
Eine dauerhafte Schließung sollte jedoch nicht das Ziel sein. Vielmehr gilt es, langfristig Möglichkeiten zu entwickeln, wie die Anlage wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, ohne dass dadurch erneut Konflikte und Beschädigungen entstehen.
Hierbei könnten perspektivisch auch sozialpädagogische Ansätze eine Rolle spielen. Denkbar wäre beispielsweise eine Zusammenarbeit mit Trägern der Jugend- und Straßensozialarbeit, wie sie in vergleichbaren Einrichtungen, etwa dem Löwenhaus des Arbeiter-Samariter-Bundes oder dem Kennedy-Haus am Kennedy-Spielplatz im Phönix Viertel praktiziert wird. Ob ein solches Angebot für den Standort Außenmühle geeignet wäre, müsste zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit den beteiligten Akteuren geprüft werden.
Das Bezirksamt Harburg wird gebeten,
1. die öffentliche Nutzung des Sportplatzes Außenmühle vorübergehend auszusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass die Anlage außerhalb des regulären Trainings-, Spiel- und Vereinsbetriebs durch den zuständigen Sportplatzwart verschlossen wird. Dabei ist sicherzustellen, dass der Zugang für berechtigte Nutzerinnen und Nutzer sowie zum ansässigen Gastronomiebetrieb weiterhin gewährleistet bleibt;
2. zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen eine erneute Öffnung des Sportplatzes für die Öffentlichkeit ermöglicht werden kann. Dabei sollen perspektivisch auch mögliche Kooperationen mit Trägern der Jugend- und Straßensozialarbeit sowie sozialpädagogisch begleitete Nutzungsangebote berücksichtigt werden;
3. dem Ausschuss für Bildung und Sport über die Umsetzung der vorübergehenden Schließung sowie die Ergebnisse der weiteren Prüfungen zu berichten.
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