Protokoll
Sitzung des Ausschusses Bildung, Kultur und Sport vom 24.03.2026

Ö 1

Bestätigung der Tagesordnung

Frau Permien (GRÜNE) erklärt, es habe im Vorfeld Abstimmungen mit dem Sportverein „Sand für alle e.V.“ gegeben. Der Verein sei auf sie zugekommen und habe darum gebeten, die Angelegenheit erst in der nächsten Sitzung zu behandeln, da eine inhaltliche Vorbereitung innerhalb der verfügbaren Zeit nicht möglich gewesen sei und zudem zahlreiche Betroffene an der heutigen Sitzung nicht teilnehmen könnten. Sie führt aus, man habe sich darauf verständigt, keine zusätzliche Tischvorlage einzubringen und den Tagesordnungspunkt unverändert auf der Tagesordnung zu belassen.

Der Ausschuss beschließt einstimmig, die Tagesordnung in geänderter Fassung; Tagesordnungspunkt 5.3 wird auf die nächste Sitzung verschoben.

 

TOP 5.3 einstimmig vertagt.

 

Ö 2

Feststellung der Befangenheit von Ausschussmitgliedern gem. § 6, Abs. 5 BezVG

Ö 3

Aktuelle Bürgerfragestunde

Ö 4

Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 17.02.2026

Die Niederschrift der Sitzung vom 17.02.2026 wird einstimmig ohne Änderungen genehmigt.

 

Einstimmig ohne Änderungen genehmigt.

 

Ö 5

Tagesordnungspunkte mit Bürger-, Gäste- und Referentenbeteiligung

Ö 5.1

Vorstellung des Projektes Erhaltungs- und Auslastungsmanagement Sport (EMS+A) vom Bezirksamt Harburg

Frau Gaedtke, Bezirksamt Harburg, stellt anhand einer Präsentation das Thema „Erhaltungs- und Auslastungsmanagement Sport (EMS+A)“ vor.

 

Protokollnotiz:

Die Präsentation ist als Anhang zur Sitzung in Allris hochgeladen.

 

Frau Nettelbeck (Volt) fragt, ob mehrere getrennte Anwendungen vorgesehen seien oder ob eine einheitliche Lösung mit verschiedenen Funktionen angestrebt werde, um die Anzahl an Anwendungen für die Nutzenden zu begrenzen. Zudem erkundigt sie sich, ob die Bestandsaufnahme nach der Pilotphase in Harburg auch auf alle anderen Bezirke übertragen werde.

 

Frau Gaedtke antwortet, die Bestandsaufnahme werde zentral im Projekt für alle Bezirke durchgeführt. Harburg diene lediglich als Pilotbezirk, anschließend erfolge ein Rollout auf alle Bezirke. Hinsichtlich der Systeme führt sie aus, es seien derzeit drei getrennte Anwendungen für Controlling, Erhaltungsmanagement und Nutzungszeitenvergabe vorgesehen. Für die Öffentlichkeit sei jedoch nur das System zur Nutzungszeitenvergabe relevant. Für die Verwaltung werde geprüft, ob integrierte Lösungen möglich seien; bislang zeige sich jedoch, dass umfassende Gesamtsysteme funktional eingeschränkt seien.

 

Frau Kunert (Seniorenbeirat) fragt nach der Berücksichtigung von Barrierefreiheit und der Einbindung älterer Menschen, insbesondere im Hinblick auf digitale Angebote. Zudem erkundigt sie sich, ob Barrierefreiheit auch bei den Sportanlagen selbst erfasst werde.

 

Frau Gaedtke erklärt, die bestehenden digitalen Angebote dienten als Grundlage, und die geltenden städtischen Standards zur digitalen Barrierefreiheit würden eingehalten. Darüber hinaus sei ein Austausch mit Verbänden und Interessenvertretungen geplant, um weitere Anforderungen zu ermitteln. Die Berücksichtigung von Barrierefreiheit entspreche den verbindlichen Vorgaben.

 

Herr Krasnicki (SPD) erkundigt sich nach dem angestrebten Zielbild des Projektes, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung und den Betriebsstatus der Anwendungen am Projektende.

 

Frau Gaedtke führt aus, Ziel sei die vollständige Implementierung und Inbetriebnahme der Systeme bis zum Projektende im Jahr 2028. Die Anwendungen sollten dann bereits von Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Im Anschluss sei eine Übergangsphase vorgesehen, in der Anpassungen vorgenommen und der Projektabschluss begleitet werde.

 

Herr Baumann (CDU) regt an, die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt zu verstärken, beispielsweise durch einen Newsletter, da auch überregional Interesse bestehe.

 

Frau Gaedtke bestätigt, dass im Austausch mit anderen Städten ein großes Interesse am Projekt festgestellt worden sei, insbesondere am Thema Erhaltungsmanagement im Infrastrukturbereich.

 

Herr Gebhardt (FDP) fragt, ob Outdoor-Fitnessgeräte in Parks Teil des Projektes seien.

 

Frau Gaedtke antwortet, diese Anlagen gehörten nicht zum Projekt EMS+A, sondern würden im Rahmen des Erhaltungsmanagements der Grünanlagen erfasst.

 

Herr Gebhardt (FDP) regt zudem an, Sportstättenbeiräte stärker einzubinden, um Rückmeldungen aus den Vereinen systematisch in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen.

 

Frau Gaedtke nimmt die Anregung zur Kenntnis.

 

 

Ö 5.2 - 22-1964

Eingabe: Bitte um Unterstützung bei Rettung der Praxisausbildungsstätten

Eine Bürgerin stellt die Eingabe „Bitte um Unterstützung bei Rettung der Praxisausbildungsstätten“ (PAS) vor und verliest eine Stellungnahme im Namen der Mitarbeiter*innen der Praxisausbildungsstätten, der Auszubildenden, der Eltern der Kinder, die dort betreut werden, der dort betreuten Kinder selbst sowie der zukünftigen Generationen an Kindern, die in Kindertagesstätten betreut werden.

 

Protokollnotiz:

Die Stellungnahme ist als Anhang zur Sitzung in Allris hochgeladen.

 

Eine andere Bürgerin berichtet aus ihrer beruflichen Erfahrung als ehemalige Leitung einer PAS sowie als Lehrerin an einer Fachschule. Sie führt aus, die enge Kooperation zwischen Schule und Praxis habe sich bewährt. Die Aussage, Praxisausbildung könne vollständig in regulären Kitas erfolgen, sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar.

Frau Permien (GRÜNE) dankt für das Engagement und erklärt, man könne keine unmittelbaren Zusagen machen, werde das Anliegen jedoch in die Bürgerschaft tragen.

Frau Nettelbeck (Volt) bittet um weitere Erläuterungen zu den Unterschieden zwischen PAS und regulären Kitas sowie zu den Auswirkungen einer Schließung. Zudem erkundigt sie sich nach dem Stand der Kommunikation bezüglich der zugrunde liegenden Analyse.

Eine Bürgerin antwortet, die Entscheidungsprozesse seien intransparent verlaufen. Weder Fachschulen noch Leitungen der PAS oder Eltern seien beteiligt gewesen. Die Information über die Schließungen sei kurzfristig erfolgt.

Eine andere Bürgerin ergänzt, dass PAS sich durch ihren spezifischen Ausbildungsauftrag von regulären Kitas unterschieden. Fachkräfte verfügten über spezielle Anleiterqualifikationen, und es bestehe eine enge Zusammenarbeit mit Fachschulen. Projekte, bei denen ganze Schulklassen Theorie und Praxis verknüpften, seien in regulären Kitas nicht in gleicher Weise umsetzbar. Zudem böten PAS Raum für die Erprobung neuer pädagogischer Konzepte unter strukturierten Bedingungen. In PAS seien gezielt personelle Ressourcen für Ausbildung vorgesehen und Eltern hätten sich bewusst für diese besondere Form der Betreuung entschieden.

Herr Hosemann (Die Linke) erklärt abschließend, das Anliegen werde weitergetragen. Für seine Fraktion signalisiere er Unterstützung und verweise darauf, dass die geplanten Maßnahmen möglicherweise im Zusammenhang mit Haushaltsverhandlungen stünden und deren Folgen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

 

Ö 5.3 - 22-2010

Eingaben: Südstrand im Stadtpark

Die Eingabe wurde vertagt, siehe TOP 1.

 

Siehe TOP 1: Einstimmig vertagt.

 

Ö 6

Kultur

Ö 6.1

Anträge auf Förderung von Stadtteilkulturprojekten

Ö 6.2

Anträge auf Förderung von Projekten aus dem Sonderfonds "Interkulturelle Projekte"

Ö 6.2.1 - 22-1978

Mittelstand Sonderfonds für interkulturelle Projekte

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.

 

 

Ö 6.2.2 - 22-1979

Antrag auf Zuwendung im Rahmen der Stadtteilkulturförderung interkultureller Projekte 2026 Antragsteller/in: Eppendorfer Soziokultur e.V. - Kunstklinik Projekt: Internationale Kindertheaterwoche in den Pfingstferien 2026

Herr Schumann (AfD) fragt, ob Reise- und Flugkosten enthalten seien oder ob diese von den Beteiligten selbst getragen würden, da dies aus den Unterlagen nicht eindeutig hervorgehe und in der Projektbeschreibung von den Honoraren sowie Unterkunft und Übersetzung einer Tanztheatergruppe aus Simbabwe die Rede sei.

Herr Hosemann (Die Linke) stellt fest, dass mangels anwesender Auskunftsperson keine Beantwortung der Fragen möglich sei, und leitet zur Abstimmung über den Antrag über.

Der Ausschuss beschließt den Antrag bei einer Enthaltung (AfD) einstimmig.

 

Bei einer Enthaltung (AfD) einstimmig beschlossen.

 

Ö 7

Anträge auf Förderung aus dem Fairtradefond Sportkleidung

Ö 7.1 - 22-1962

Förderung aus Sondermitteln für Fairtrade Fonds Sportkleidung 2026, Mittelstand (Stand 17.02.2026)

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.

 

Ö 7.2 - 22-1963

Antrag auf Zuwendung aus Mitteln der Bezirksversammlung zur Förderung "fairer" Sportkleidung (Drucksache:21-4495) 2026 Antragsteller/in: Sportclub Alstertal Langenhorn e.V. Projekt: Fairtrade-Hoodies für Übungsleiter*innen an Grundschulen

Herr Gebhardt (FDP) führt aus, dass die Beschaffung fair produzierter Sportkleidung erfahrungsgemäß schwierig sei, insbesondere im Hinblick auf geeignete Anbieter und angemessene Preise. Er erklärt, ihn interessiere, ob das im Antrag genannte Angebot die geforderten, eng gefassten Kriterien erfülle. Zudem fragt er, ob das entsprechende Angebot vorliege und eingesehen werden könne, auch im Interesse anderer Vereine.

Herr Hosemann (Die Linke) teilt mit, dass das Angebot gegebenenfalls zu Protokoll gegeben werden könne, sofern es vorliege.

Protokollnotiz:

Die Angebote sind der Drucksache als Anlagen beigefügt.

 

Herr Baumann (CDU) erklärt, vergleichbare Anträge habe es bereits in der Vergangenheit gegeben, bei denen entsprechende Unterlagen vorgelegen hätten. Er führt aus, dass diese möglicherweise noch im System auffindbar seien.

Der Ausschussbeschließt den Antrag einstimmig.

 

Einstimmig beschlossen.

 

Ö 8

Eingänge und Mitteilungen

Ö 8.1 - 22-1086.1

Stellungnahme des Bezirksamtes Hamburg-Nord zu den Nachfragen zum Antrag "Outdoor-Fitnessgeräte im Alstertal"

Herr Krasnicki (SPD) äußert, er sei enttäuscht, dass keine Vertretung des Bezirksamtes anwesend sei, obwohl dies gewünscht gewesen sei. Gleichwohl danke er für die vorliegenden Antworten auf die Nachfragen. Diese würden als Grundlage für weitere Überlegungen dienen; man werde darauf aufbauend langfristig eine Strategie entwickeln.

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.

 

Ö 9

Sonstige Anträge

Ö 9.1 - 22-1086

Outdoor-Fitnessgeräte im Alstertal - Antrag von GRÜNE-Fraktion

Frau Clément (GRÜNE) erklärt, die Stellungnahme sei mit einer Bearbeitungszeit von neun Monaten sehr spät erfolgt. Sie führt aus, dass der vorgeschlagene Standort weiterhin als geeignet angesehen werde. Zudem äußert sie, es sei bedauerlich, dass Vereine eigenständig Initiativen ergreifen müssten, während eine politische Unterstützung ausgeblieben sei. Sie hätte sich gewünscht, dass ein entsprechendes Projekt seitens des Bezirks aktiv gefördert werde.

Herr Krasnicki (SPD)erwidert, der Fokus solle nicht ausschließlich auf einen Standort gelegt werden, sondern auf das Gesamtvorhaben. Er betont, das Engagement von Vereinen sei ausdrücklich positiv zu bewerten. Eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Akteuren und Vereinen werde als sinnvoll erachtet, insbesondere auch im Hinblick auf langfristige Pflege und Unterhaltung der Anlagen.

Frau Clément (GRÜNE)stellt klar, sie kritisiere nicht das Engagement der Vereine, sondern dass diese ohne ausreichende politische Unterstützung hätten handeln müssen. Sie führt aus, ein gemeinsames, durch den Bezirk getragenes Projekt wäre wünschenswert gewesen.

Der Antrag wird bei 6 Für-Stimmen (GRÜNE, Die Linke, Volt), 8 Gegen-Stimmen (SPD, CDU, FDP) und einer Enthaltung (AfD) mehrheitlich abgelehnt.

 

 

Bei 6 Für-Stimmen (GRÜNE, Die Linke, Volt), 8 Gegen-Stimmen (SPD, CDU, FDP) und einer Enthaltung (AfD) mehrheitlich abgelehnt.

 

Ö 9.2 - 22-1844

Schulhöfe öffnen – Spiel, Spaß und Bewegung für Kinder und Jugendliche auch nach Schulschluss Antrag der GRÜNE-Fraktion

Herr Hosemann (Die Linke)sagt, die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) keine Referierenden in den Ausschuss entsenden werde. Stattdessen sei eine schriftliche Stellungnahme angekündigt, die jedoch bislang noch nicht vorliege. Auf Nachfrage, wann mit der Stellungnahme gerechnet werden könne, gebe es bisher keine Rückmeldung.

Protokollnotiz:

Die BSFB hat angekündigt, die Stellungnahme voraussichtlich Anfang April 2026 vorzulegen.

Frau Clément (GRÜNE) schlägt in Anbetracht der ausstehenden Stellungnahme die Vertagung des Antrages vor.

Herr Baumann (CDU) unterstützt den Vorschlag und verweist ergänzend darauf, dass weiterer Abstimmungsbedarf, unter anderem mit Beteiligten aus dem schulischen Umfeld, bestehe.

Herr Bonfert (FDP) fragt nach den Gründen für die Absage durch die Behörde.

Frau Goldadesagt, nach ihrer Kenntnis benötige die zuständige Stelle mehr Zeit für die Datenauswertung und Aufbereitung einer Bestandsaufnahme; eine schriftliche Stellungnahme werde jedoch erfolgen. Zur Absage der Entsendung von Referierenden seien keine Gründe angegeben worden.

Der Ausschuss beschließt einstimmig die Vertagung des Antrags.

 

Einstimmig vertagt.

 

Ö 10

Bildung

Ö 10.1

Bildungskonferenzen

Ö 11

Sport

Ö 12

Verschiedenes

Frau Goldadeberichtet zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 11.12.2025 zur Neuausrichtung und struktureller Weiterentwicklung der Willi-Bredel-Gesellschaft, dass das Bezirksamt Gespräche mit dem Verein geführt habe. Dieser habe schriftlich mitgeteilt, den Mitgliedern vorzuschlagen, die Gesellschaft in „Geschichtswerkstatt Fuhlsbüttel“ umzubenennen.

Frau Wulf (Kulturzentren) schlägt für den Beirat für Kinder- und Jugendkulturdie Leiterin der Theaterpädagogik vom Jungen Schauspielhaus vom Deutschen Schauspielhaus vor und bietet an, den Kontakt herzustellen.

Auf Nachfrage von Herrn Bonfert (FDP), ob die vorgeschlagene Person politisch exponiert sei, wird dies verneint.

Herr Hosemann (Die Linke)stellt das weitere Verfahren zur Diskussion und regt an, die vorgeschlagene Person zur Vorstellung in den Ausschuss einzuladen.

Frau Lingenberg (Volt) berichtet von einem zuvor unbürokratischen Verfahren zur Aufnahme eines Beiratsmitglieds und spricht sich für ein pragmatisches Vorgehen aus.

Herr Messaoudi (Die Linke) weist darauf hin, dass gegebenenfalls ein formales Wahlverfahren einzuhalten sei, sofern kein einvernehmliches Vorgehen erzielt werde. Es wird vorgeschlagen, das Verfahren durch die Verwaltung prüfen zu lassen und bei fehlendem Widerspruch vereinfacht zu verfahren.

Abschließend kündigtHerr Hosemann (Die Linke) an, dass in der nächsten Sitzung am 21.04. der Disc Golf Club Hamburg sowie der HSV e.V. die Sportanlage Königswinter Straße vorstellen werden. Zudem sei für den 26.05. eine Vorstellung zum Thema Inklusion im Hamburger Vereinssport durch den Hamburger Sportbund vorgesehen.