22-1086.1

Stellungnahme des Bezirksamtes Hamburg-Nord zu den Nachfragen zum Antrag "Outdoor-Fitnessgeräte im Alstertal"

Mitteilungsvorlage Bezirksamt

Letzte Beratung: 24.03.2026 Ausschuss Bildung, Kultur und Sport Ö 8.1

Sachverhalt

Das Bezirksamt nimmt zu den Nachfragen der SPD-Fraktion zum Antrag der GRÜNE-Fraktion "Outdoor-Fitnessgeräte im Alstertal" wie folgt Stellung:

Fragen:

  1. Haushalt und Finanzierung
    1. In welcher konkreten Größenordnung fehlen aktuell Mittel (investiv, Unterhaltung, Personal), um über die bereits geplanten Projekte hinaus weitere kleinere Standorte umzusetzen?

Es stehen derzeit weder Personal noch Finanzmittel für den Bau und die Unterhaltung weiterer kleiner Standorte zur Verfügung. Die Unterhaltungsmittel reichen bereits jetzt nicht für den Unterhalt der Grünflächen aus (Stichwort strukturell defizitäre Rahmenzuweisung Grün).

Je nach Lage und Größe ist jede Fitnessinsel anders. Die Frage nach der konkreten Größenordnung kann nicht so pauschal beantwortet werden.

  1. Wie werden die derzeit in Umsetzung befindlichen Anlagen konkret finanziert (Haushaltstitel / Mittelherkunft)?

Die Finanzierung ist ganz unterschiedlich. Sie reicht von Wohnungsbaufolgekosten, RISE-Mittel, LIG, Active-City bis zu Mitteln der Bezirksversammlung.

  1. Wie hoch sind die durchschnittlichen jährlichen Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten einer Fitnessinsel, und sind diese für die bestehenden sowie bereits beschlossenen Anlagen dauerhaft abgesichert?

Ein Jahresdurchschnittswert ist schwer zu ermitteln, da dieser von Alter und Beschaffenheit abhängt.

Grundsätzlich werden Fitnessinseln im Rahmen der Spielplatzkontrolle auf ihre Verkehrssicherheit überprüft. Dabei wird unterschieden in visuelle und operative Kontrolle und Jahreshauptkontrolle. Visuelle als auch operative Kontrolle wird in Eigenleistung erbracht, die Jahreshauptkontrolle ist an eine externe Fachfirma vergeben, wodurch geringfügige Kosten entstehen.

In Abhängigkeit des erforderlichen Fallschutzmaterials können Reinigungsarbeiten entstehen, die auf Grund der Flächengröße aber auch eher untergeordnet sind.

Instandsetzungsarbeiten treten bei Verschleiß und Schadensereignis/ Vandalismus auf und können nicht vorhergesehen werden. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde bisher bedingt durch Verschleiß oder Vandalismus noch keine Anlage vollständig erneuert.

Eine dauerhafte Absicherung der Unterhaltungskosten gibt es nicht, da diese bei jedem Haushalt neu festgelegt werden.

  1. rdermittel
    1. Wurden bei den aktuell realisierten bzw. in Vergabe befindlichen Projekten Fördermöglichkeiten systematisch geprüft und genutzt? Falls nein: Aus welchen Gründen?

Bei den aktuell in der Umsetzung befindlichen Anlagen wurden die bei der Beantragung noch restlichen zur Verfügung stehenden Fördermittel abgegriffen.

  1. Sind für die Förderperiode 2026 Einreichungen beim ParkSport-Fonds oder vergleichbaren Programmen geplant?

Falls nein: Welche Voraussetzungen (Planungsstand, Haushaltsabsicherung, Beschlusslage etc.) ssten erfüllt sein, um eine Bewerbung zu ermöglichen?

Da 2026 keine weiteren Anlagen geplant werden, werden auch keine Fördermittel beantragt. Bei den Fördermitteln handelt es sich um eine Kofinanzierung zu eigenen bereits vorhandenen Mitteln.

  1. Welche Vorarbeiten oder politischen Beschlüsse sind erforderlich, um Förderanträge künftig frühzeitig und erfolgreich vorzubereiten?

Es muss für eine ausreichende Finanzierung der Unterhaltungsmittel für die Grünanlagen gesorgt werden.

  1. Synergien und strukturelle Potenziale
    1. Nach welchen fachlichen Kriterien wurden die bisherigen Standorte ausgewählt?

Es wird versucht, eine gleichmäßige Verteilung von Parksportangeboten im Bezirk zu erzielen und das Parksportangebot muss sich in die bestehende Anlage einfügen.

  1. Werden Parksportangebote systematisch bei der Überplanung oder Sanierung von Spielplätzen, Grünanlagen oder größeren Quartiersentwicklungen mitgedacht? Falls ja: wie? Falls nein: warum nicht?

Es werden nicht bei jeder Überplanung von Spielplätzen und Grünanlagen Parksportangebote mitgedacht. Es soll ein gleichmäßiges Angebot von Parksportangeboten im Bezirk geben, jedoch nicht in der Dichte von Spielplätzen.

Bei RISE-Projekten werden Parksportangebote mitgedacht.

  1. nnte eine integrierte Planung (z. B. Kombination mit Spielplätzen oder Quartiersprojekten) aus Sicht des Bezirksamts helfen, auch 2026/27 zusätzliche Standorte zu realisieren?

Nein, da limitierende Faktoren die fehlenden Unterhaltungsmittel und fehlende Kapazitäten bei der Planung sind. Zudem würde bei vielen neuen Parksportangeboten ein weiterer Spielplatzkontrolleur benötigt.

  1. Werden Parksportangebote bei größeren Stadtentwicklungs- oder Freiraumprojekten (z. B. neuen Quartiersentwicklungen) grundsätzlich mit eingeplant?

Bei neuen Quartiersentwicklungen wird dieses Thema mitgedacht.

  1. Gibt es Überlegungen, Vereine oder Träger stärker einzubeziehen insbesondere dort, wo ein garantierter öffentlicher Zugang besteht etwa zur Mitwirkung bei Planung, Nutzung oder unterstützender Betreuung?

Derzeit gibt es keine derartigen Überlegungen.

  1. Welche konkreten Handlungsempfehlungen gibt das Bezirksamt der Politik, um unter den aktuellen Haushaltsbedingungen dennoch eine maßvolle Weiterentwicklung von Parksportangeboten zu ermöglichen?

Siehe 2c.

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Dr. Bettina Schomburg

Bezirksamtsleitung

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