Neubau Bezirksamt Wiesendamm 30 Kleine Anfrage gem. §24 BezVG von Philipp Kroll, Gunther Herwig (CDU)
Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) wurde mit Beschluss der BV-Drs. 21-4112.1 am 16.02.2023 verabschiedet. Dieses sieht auf dem Handlungsfeld "Bezirksamt als Vorbild" für bezirkliche Liegenschaften u.a. Photovoltaik-Anlagen auf Dächern (Maßnahme B4), Dach- und Fassadengrün (Maßnahme B5) sowie klimaeffiziente Neubauten (Maßnahme B6) vor. Zu letzteren zählt insbesondere auch der Neubau des Bezirksamtes am Wiesendamm 30 (WD30) in Barmbek. Hierbei ist geplant, den Neubau als Effizienzgebäude 40 samt Fassadengrün und einer Photovoltaikanlage zu erstellen sowie auf eine aktive Kühlung des Gebäudes zu verzichten.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
Antwort der Verwaltung:
Das Projekt in Wilhelmsburg kann aufgrund der unterschiedlichen Anlagentechnik nicht mit dem Projekt am Wiesendamm verglichen werden. Die Anlagentechnik am Wiesendamm weist andere Spezifikationen im Bereich der Heizung, Lüftung und Gebäudeautomation auf, die eine Vergleichbarkeit nicht zulässt.
Grundsätzlich werden Erfahrungswerte aus innovativen Fachbereichen wie klimafreundliches Bauen in Folgeprojekte selbstverständlich in die Projektplanung übernommen.
Antwort der Verwaltung:
Nach dem aktuellen Planungsstand wird gemäß dem Entwurf des Wärmeschutzes wird mit einer CO2-Emission für das Gesamtgebäude von ca. 24,3 kg/(m²a) kalkuliert. Grundlage bildet die abgeschlossene Entwurfsplanung. Eine Untergliederung in Kälte, Wärme und Strom wurde nicht vorgenommen.
Antwort der Verwaltung:
Die Energiekosten für das Projekt am Wiesendamm können erst nach der ersten Heizperiode ab Fertigstellung verlässlich angegeben werden. Bei Heranziehen des Energiebedarfs für Strom und Wärme im Entwurf des Energieausweises ist nach dem aktuellen Planungsstand mit einer Einsparung von etwa 44,2 Prozent im Vergleich zum aktuellen Verbrauch im Hauptgebäude in der Kümmellstraße 5/7 und von etwa 19 Prozent im Vergleich zum aktuellen Verbrauch im Technischen Rathaus in der Kümmellstr. 6 zu rechnen.
Antwort der Verwaltung:
Die Photovoltaikanlage wird nicht durch das Bezirksamt oder die Sprinkenhof GmbH realisiert und betrieben. Die Dachfläche wird fremdvermietet. Ein Mieter steht aktuell noch nicht fest, daher liegen zu einer potentiellen Energieleistung keine verlässlichen Aussagen vor.
Antwort der Verwaltung:
Pflanzenauswahl und Substratstärke wurden noch nicht explizit festgelegt, das ist Gegenstand der Ausführungsplanung. Bei einer Modellrechnung für eine extensive Dachbegrünung mit einem Moos-Sedum-Mischungen der Humboldt-Universität Berlin konnten bis zu 1,2 kg/m² CO2 aufgenommen werden.
Antwort der Verwaltung:
Die Projektkosten für die Photovoltaikanlage beinhaltet lediglich die Unterkonstruktion der einzelnen Paneele. Hierfür sind ca. 70.000 Euro netto zzgl. Nebenkosten kalkuliert. Die Mehrkosten für eine extensive Dachbegrünung und eine Fassadenbegrünung (kleiner Teilbereich) belaufen sich laut der aktuellen Planung auf ca. 250.000 Euro netto zzgl. Nebenkosten. Laufende Kosten können zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden.
Antwort der Verwaltung:
Die Büroflächen in den beiden Gebäuden inklusive der Terrassenflächen werden ca. 15.309 m² umfassen.
Antwort der Verwaltung:
Nach aktuellem Planungsstand werden 166 Arbeitsplätze im Sinne der ASR in Einzelbüros, 405 Arbeitsplätze im Sinne der ASR in Mehrpersonenbüros auf offenen und geschlossenen Flächen geplant. Darüber hinaus werden etliche temporäre Arbeitsplatzmöglichkeiten auf den unterschiedlichen Flächen entstehen. Es wird keine Großraumbüros geben.
Antwort der Verwaltung:
Für die beiden Gebäude am neuen Hauptstandort des Bezirksamtes am Wiesendamm 30 liegt der Kennwert bei 21,49 m² Mietfläche pro Mitarbeitendem. Bereinigt um die im Senatsziel „Fortentwicklung des Immobilienmanagements“ herauszurechnenden Flächen (darunter das Foyer, der Sitzungssaal, Archive, Lager, Wartebereiche in den Kundendienststellen) reduziert sich die Mietfläche auf 18,33 m² pro Mitarbeitendem.
Antwort der Verwaltung:
Von Januar bis Juni wurden im Durchschnitt 25,25 Prozent der gesamten Arbeitszeit der Mitarbeiter:innen für Homeoffice, Telearbeit oder mobile Arbeit genutzt.
Antwort der Verwaltung:
Ja, mit der Einführung moderner Arbeitswelten in der Flächenkonzeption werden Rahmenbedingungen für eine tätigkeitsorientierte Arbeitsumgebung und bessere Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten für die Mitarbeitenden, Raum für Kreativität und flexibles Arbeiten geschaffen.
Antwort der Verwaltung:
Mit dem Personalrat wurde als Grundlage für die Planung frühzeitig die Ausgangs-Desksharing-Quote von 0,8 vereinbart.
Michael Werner-Boelz Hamburg, 28.08.2023
Bezirksamtsleitung
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.
Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.