22-2788

Geplante Veränderungen im Schulbereich des Doppelhaushalts 2027/2028 überprüfen – Auswirkungen auf die Schulen in Hamburg-Nord berücksichtigen Antrag der Volt-Faktion

Antrag

Letzte Beratung: 12.11.2026 Bezirksversammlung Ö 6.9

Sachverhalt

Zusammenfassung in Einfacher Sprache:

Worum geht es?
Die Stadt Hamburg plant Änderungen bei den Schulen.
Dabei geht es zum Beispiel um:

● die Betreuung am Nachmittag,

● die letzten Schuljahre vor dem Abitur,

● die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in einer Klasse.

Noch ist unklar, welche Folgen diese Änderungen für die Schulen in Hamburg-Nord haben.

Was soll erreicht werden?
Die geplanten Änderungen sollen zunächst verschoben werden. Vorher soll die Schulbehörde mit allen Beteiligten sprechen. Dazu gehören die Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Verbände. Die Schulbehörde soll erklären, welche Folgen die Änderungen für jede Schule haben können. Die Schulen sollen genug Zeit bekommen, um sich auf mögliche Änderungen vorzubereiten.

Warum ist das wichtig?
Die Änderungen können den Schulalltag beeinflussen. Zum Beispiel könnte es weniger Angebote am Nachmittag geben. Auch die Förderung von Kindern und die Auswahl von Kursen vor dem Abitur könnten sich ändern. Deshalb soll die Stadt zuerst prüfen, welche Folgen die Änderungen für die Schulen in Hamburg-Nord haben.

Im Rahmen der Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028 sind Veränderungen bei den schulischen Ressourcen und Rahmenbedingungen vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen im Ganztag durch den Wegfall von Lehrer*innenstellen, Änderungen bei den Basisfrequenzen für Sekundarschulen, wodurch sich weitreichende Veränderungen bei den Angeboten und Ressourcen in der Oberstufe ergeben. Ihre Folgen müssen im Zusammenhang betrachtet werden: So können steigende Basisfrequenzen gemeinsam mit der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (APO-AH) die Kurswahl, die Personalplanung und die Bildungsangebote an Schulen beeinflussen.

Für die Schulen in Hamburg-Nord ist bislang nicht ausreichend erkennbar, welche konkreten Folgen die geplanten Maßnahmen je Schulform und Standort hätten. Was auf Landesebene als begrenzte Anpassung erscheint, kann vor Ort Ganztagsangebote, Fördermöglichkeiten, Inklusion sowie die Profil- und Wahlmöglichkeiten in Mittel- und Oberstufe spürbar einschränken.

Die Maßnahmen sollten daher vor ihrer endgültigen Umsetzung gemeinsam mit den betroffenen Schulen und schulischen Verbänden geprüft werden. Dabei sind auch die Wechselwirkungen mit laufenden Reformen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse sollten transparent dargestellt und in die weiteren Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028 einbezogen werden. Für Maßnahmen, die anschließend umgesetzt werden, sind angemessene Übergangs- und Anpassungsfristen erforderlich.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord möge beschließen:

Der Senat wird gemäß § 27 Absatz 1 BezVG aufgefordert,

  1. die geplanten Veränderungen bei den schulischen Ressourcen und Rahmenbedingungen im Doppelhaushalt 2027/2028 vorläufig auszusetzen, bis ihre Auswirkungen auf die betroffenen Schulformen und Schulstandorte in Hamburg-Nord geprüft worden sind;
  1. die Prüfung gemeinsam mit den betroffenen Schulen sowie unter Einbeziehung von Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern- und Schüler*innenvertretungen und den zuständigen schulischen Verbänden vorzunehmen;
  2. die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen auf die Schulen in Hamburg-Nord transparent darzustellen. Dabei sind insbesondere die Folgen für Unterrichtsversorgung, Ganztagsangebote, Förderangebote sowie die Wechselwirkungen zwischen der neuen Oberstufenverordnung APO-AH und den geplanten Basisfrequenzen zu berücksichtigen;
  3. für Maßnahmen, die nach der Prüfung umgesetzt werden sollen, angemessene Übergangs- und Anpassungsfristen vorzusehen.
  4. Die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung wird gebeten, Vertreter*innen in den zuständigen Ausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord zu entsenden, um über die geplanten Maßnahmen, die Prüfung ihrer Folgen und die zu erwartenden Auswirkungen auf die Schulen in Hamburg-Nord zu berichten.

Für die Volt-Fraktion: Antje Nettelbeck, Jan D. Talleur, Dr. Jörg Bormann
(Bezirksabgeordnete Volt-Fraktion)

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
12.11.2026
Ö 6.9
Lokalisation Beta

Keine Orte erkannt.

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Themen Beta

Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.