Woche des Gedenkens im Bezirk Hamburg-Mitte - Budget 2027 (Antrag der SPD-Fraktion, GRÜNE-Fraktion, FDP-Gruppe, CDU-Fraktion, Fraktion DIE LINKE und Volt-Fraktion)
Letzte Beratung: 15.10.2026 Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Ö 8.7
Die „Woche des Gedenkens – Mitten unter uns“ ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Erinnerungskultur im Bezirk Hamburg-Mitte. Sie wird von einem Netzwerk aus Institutionen, Vereinen, Initiativen, Schulen und Einzelpersonen getragen und ermöglicht eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Geschichte Hamburgs und seinen Stadtteilen.
Die Woche des Gedenkens leistet damit einen Beitrag zu den Zielen der Stadtteilkultur. Die Globalrichtlinie Stadtteilkultur 2024–2028 sieht insbesondere vor, die Geschichte Hamburgs und seiner Stadtteile der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zu erläutern und einzuordnen sowie Impulse zur kritischen Auseinandersetzung zu geben. Darüber hinaus sollen kulturelle Angebote unterschiedliche Lebenswelten ansprechen, Teilhabe ermöglichen und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zum demokratischen Diskurs beitragen.
Ein besonderer Bestandteil der Woche des Gedenkens ist die Verleihung des Preises „Verantwortung – damals und heute“ in Gedenken an Esther Bejarano. Mit dem Preis wird zivilgesellschaftliches Engagement für Erinnerungskultur und Gedenkarbeit sowie für Demokratieförderung, Toleranz und Mitmenschlichkeit gewürdigt und öffentlich sichtbar gemacht.
Die Beteiligung von Schulen stellt weiterhin einen wichtigen Bestandteil der Woche des Gedenkens dar. Durch Veranstaltungen und Kooperationen mit Schulen werden insbesondere junge Menschen erreicht und zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung angeregt. Damit entspricht die Woche des Gedenkens zugleich dem in der Globalrichtlinie vorgesehenen Ziel, kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen und Kooperationen mit Schulen zu fördern.
Die Veranstaltungen der Woche des Gedenkens richten sich an eine breite Öffentlichkeit. Das Programm wird über die bestehende Website sowie über weitere Kommunikationskanäle veröffentlicht und ganzjährig fortgeführt. Dadurch werden die einzelnen Veranstaltungen auch außerhalb des eigentlichen Veranstaltungszeitraums sichtbar und die Angebote der Erinnerungskultur im Bezirk dauerhaft zugänglich gemacht.
Für die Durchführung im Jahr 2027 entstehen insbesondere Aufwendungen für die Projektleitung und Koordination, die Auftaktveranstaltung mit Preisverleihung, weitere Veranstaltungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit und die Pflege der Website und der Social-Media-Kommunikation.
Vor dem Hintergrund der positiven Resonanz, der kontinuierlichen Beteiligung von Schulen sowie der etablierten Zusammenarbeit der beteiligten Akteure soll die Woche des Gedenkens auch im Jahr 2027 fortgeführt werden.
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte möge beschließen:
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