Woche des Gedenkens Gedenken für die Zukunft manifestieren: Mehr Einbindung von Schulen und Jugendlichen bei der Ausgestaltung der Woche des Gedenkens sowie der Gedenkstunde Gemeinsamer Antrag von SPD-, CDU- und FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Ö 7.10
Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sowie an die Folgen von Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus ist eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe. Die „Woche des Gedenkens“ in Hamburg-Nord, die jährlich anlässlich der Befreiung der Menschen im Konzentrationslager Auschwitz am 27. Januar 1945 stattfindet, stellt hierbei ein zentrales Element der lokalen Erinnerungskultur in Hamburg-Nord dar.
Gerade junge Menschen sind entscheidend dafür, dass Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern aktiv in die Zukunft getragen wird. Um dies zu gewährleisten, müssen sie stärker als bisher eingebunden und zur eigenständigen Auseinandersetzung befähigt werden.
Schulen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind Orte des Lernens, der Diskussion und der Wertevermittlung. Durch eine engere Verzahnung zwischen schulischer Bildung und außerschulischen Gedenkformaten und angemessener pädagogischer Betreuung kann ein nachhaltiger Zugang zur Erinnerungskultur geschaffen werden, der der Lebenswelt der jungen Menschen entspricht, in dem sie sich Geschichte und Erinnerung beispielsweise mit den Kunst- und Informationsformaten erschließen, die auch sonst ihr Leben prägen. Damit kann es gelingen, das Erinnern, die Geschichte und einen aktiven zukunftsgewandten Umgang damit zu sichern, um das alles für die Generationen zu erhalten, die heute noch gar nicht geboren sind.
Darüber hinaus eröffnen kreative und digitale Formate neue Möglichkeiten, Geschichte erfahrbar zu machen und unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Eine aktive Beteiligung von Jugendlichen stärkt nicht nur das historische Bewusstsein, sondern auch demokratische Kompetenzen und gesellschaftliches Engagement. Einbindung von lokalen Initiativen erlaubt es auch, das Gedenken wieder mehr in der Gesellschaft erlebbar zu machen.
Die Weiterentwicklung der Woche des Gedenkens hin zu einem partizipativen, jugendorientierten Format ist daher ein wichtiger Schritt, um das Gedenken lebendig zu halten und für zukünftige Generationen zu sichern.
Hierbei sollen bestehende Formate nicht vergessen werden, sondern mit neuen Ideen und Ansätzen weiterentwickelt werden.
Beschluss:
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord möge beschließen:
Für die SPD-Fraktion: Tina Winter, Carsten Gerloff, Dr. Martin Albers, Martina Schenkewitz, Silvia Schmidt
Für die CDU-Fraktion: Martin Fischer, Ekkehart Wersich, Philipp Kroll, Dr. Clarissa Bohlmann, Stefan Baumann
Für die FDP-Fraktion: Claus-Joachim Dickow, Konstantin Bonfert
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