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Eingabe - Bürgeranregung für Neuordnung Nagelsweg/ Hammerbrookstrasse/ Norderstrasse

Vorlage öffentlich

Letzte Beratung: 02.09.2026 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Ö 9

Sachverhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte bietet Bürgerinnen und Bürgern an, sich mit Eingaben an die Politik zu wenden. Nachfolgende Eingabe ist eingegangen:

als Anwohner im Nagelsweg erlebe ich täglich die rasante Entwicklung unseres Quartiers. Hammerbrook wandelt sich nach Jahrzehnten der reinen Büronutzung endlich wieder zu einem lebendigen Wohnviertel so wie es vor seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als dicht besiedelter, lebendiger Stadtteil historisch schon einmal war. Mittlerweile wohnen allein hier im Nagelsweg tausende Menschen. Die Verkehrsführung entspricht jedoch leider immer noch dem völlig veralteten Konzept einer rein autogerechten City Süd der 1970er-Jahre und führt zu massiven, im Alltag gefährlichen Konflikten.

Ich möchte Ihnen daher einen pragmatischen, verkehrsplanerisch hochgradig effizienten Vorschlag zur Umgestaltung des Verkehrsraums unterbreiten:

1. Der Kernvorschlag: Gekoppeltes Einbahnstraßen-System (Nagelsweg / Hammerbrookstraße) Da der Nagelsweg und die Hammerbrookstraße nahezu perfekt parallel verlaufen und beide als Zubringer zur Amsinckstraße bzw. den Autobahnen genutzt werden, bietet sich eine vollständige Entflechtung des Pendlerverkehrs als Richtungsband an:

Nagelsweg als durchgehende Einbahnstraße (ausschließlich in Richtung Süden / Elbbrücken).

Hammerbrookstraße als durchgehende Einbahnstraße (ausschließlich in Richtung Norden / Spaldingstraße / Kurt-Schumacher-Allee).

Die Notwendigkeit begründet sich aus dem aktuellen, gefährlichen Flickenteppich vor Ort:

Das akute Problem im Nagelsweg: Aktuell ist der Nagelsweg ab der Kurt-Schumacher-Allee/Schuhmacherallee in Richtung Süden als Einbahnstraße geregelt. Ab der Kreuzung Spaldingstraße bis zur Amsinckstraße wird er jedoch plötzlich wieder in beide Richtungen befahren. Wer mit dem Fahrrad hoch zum Hauptbahnhof oder ZOB fahren chte, steht hier vor einer Infrastruktur-Sackgasse. Ein legaler Radweg existiert für diese Fahrtrichtung nicht, der theoretische Umweg ist völlig unpraktikabel. Die logische, aber gefährliche Folge im Alltag: Radfahrende nutzen zwangsweise illegal den engen Fußweg, was zu erheblichen Konflikten mit den Fußngern der neuen Wohnblöcke führt.

Das akute Problem in der Hammerbrookstraße: Diese wird derzeit von der Kurt-Schumacher-Allee bis zur Amsinckstraße komplett in beide Richtungen befahren, obwohl parallel der Nagelsweg als Entlastung bereitsteht.

Die entscheidenden Vorteile einer Neuordnung als Einbahnstraßen-Paar:

ckenschluss im Radverkehr: Durch die konsequente Reduzierung auf eine Autospur im Nagelsweg wird der Raum frei, um einen dringend benötigten, sicheren und baulich getrennten Radstreifen für die Gegenrichtung (stadteinwärts zum ZOB/Hauptbahnhof) zu schaffen.

Erhebliche Lärmreduktion: Durch den Wegfall des Gegenverkehrs im Nagelsweg wird der Verkehrsfluss gleichmäßiger. Das typische, laute Stopand- Go des Berufsverkehrs direkt vor den Haustüren tausender neuer Anwohner wird halbiert.

Mehr Sicherheit im Quartier: Einbahnstraßen reduzieren die Konfliktpunkte an Kreuzungen drastisch. Fußnger und Kinder können die Straße wesentlich sicherer überqueren, da der Blick beim Überqueren nur noch in eine Verkehrsrichtung gerichtet werden muss.

2. Dringender Handlungsbedarf im direkten Umfeld (Norderstraße & Baustopps) Eine moderne Stadtentwicklung darf nicht an der Spaldingstraße aufhören. Das neue Wohnquartier leidet massiv unter der Vernachlässigung der umliegenden Transitzonen und langjährigen Geisterbaustellen. Ich bitte Sie daher, folgende Punkte im Zuge einer Verkehrsplanung zwingend mitzudenken:

Aufwertung der Norderstraße: Diese wichtige Verbindungsachse zum Münzviertel ist städtebaulich völlig lieblos gestaltet. Geprägt durch den unattraktiven Bahndamm, ein Jobcenter und ein schwieriges soziales Umfeld fehlt es hier an sozialer Kontrolle und Aufenthaltsqualität. Für Radfahrende sowie Fußnger mit Transport-Trolleys ist das dortige, marode Kopfsteinpflaster eine absolute Zumutung. Die Norderstraße braucht dringend glatten Asphalt, moderne, barrierefreie Fußwege und eine deutlich verbesserte Beleuchtung, um diese "Angst-Ecke" zu entschärfen.

Impulse gegen den Baustopp-Frust: Die Lebensqualität im Viertel leidet massiv darunter, dass Großprojekte im Umfeld komplett stocken. Sowohl die Arbeiten am Kaufland-Areal (Beim Strohhause / Berliner Tor) als auch die seit Jahren klaffende, tiefe und mit Wasser vollaufende Baugrube an der Spaldingstraße (ehemaliges Staples-Areal) dominieren das Bild durch endlose Bauzäune und tristes Brachland. Gerade weil diese privaten Großprojekte stagnieren, muss die Stadt Hamburg nun auf den öffentlichen Flächen ein Zeichen setzen und den neuen Anwohnern durch sichere, moderne Wegeverbindungen Lebensqualität zurückgeben.

Ich bitte Sie dringend, diesen ganzheitlichen Vorschlag im Ausschuss für Mobilität zu beraten und durch die Fachbehörde auf seine Machbarkeit hin prüfen zu lassen."

Im Vorwege wurde der Ausschuss für Verkehr und Mobilität festgelegt, um sich mit der Eingabe inhaltlich zu beschäftigen und einen Vorschlag zu erarbeiten, wie mit der Eingabe umgegangen wird. Für die Beratung gibt es folgende Wege:

1. Die Eingabe fällt in die Zuständigkeit des Bezirksamtes

1.1 Die Eingabe geht ein, es wurde ein Ausschuss für die inhaltliche Beratung festgelegt.

1.2 Das zuständige Fachamt wird um Übermittlung einer Stellungnahme gebeten, die dann zusammen mit der Eingabe vorgelegt wird.

1.3 Der Ausschuss berät die Eingabe und die Bewertung des Fachamtes. Im Ergebnis muss sich der Ausschuss zur Eingabe positionieren:

1.3.1 Stimmt die Politik den Beschwerdepunkten bzw. Vorschlägen ganz oder teilweise zu? Dann fasst der Ausschuss den Beschluss, dass das Bezirksamt um Umsetzung der Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge gebeten wird.

1.3.2 Möchte die Politik die Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge (z.B. aufgrund der Stellungnahme des Fachamtes) nicht unterstützen? Dann fasst der Ausschuss einen entsprechenden Beschluss und begründet diese Entscheidung.

2. Die Eingabe fällt in die Zuständigkeit einer Fachbehörde

2.1 Die Eingabe geht ein, es wurde ein Ausschuss für die inhaltliche Beratung festgelegt.

2.2 Da eine Vorab-Stellungnahme nicht eingeholt werden kann, hat der Ausschuss folgende Möglichkeiten:

2.2.1 Stimmt die Politik den Beschwerdepunkten bzw. Vorschlägen ganz und teilweise zu? Dann fasst der Ausschuss den Beschluss, dass die Fachbehörde gebeten wird, die Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge umzusetzen.

2.2.2 Möchte die Politik die Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge (z.B. aufgrund der Stellungnahme des Fachamtes) nicht unterstützen? Dann fasst der Ausschuss einen entsprechenden Beschluss und begründet diese Entscheidung.

3. Weitere Möglichkeiten gemäß der Geschäftsordnung

Selbstverständlich bietet die Geschäftsordnung weitere Möglichkeiten, wie mit der Eingabe umgegangen werden soll:

3.1 Der Petentin bzw. dem Petenten wird geraten, zunächst den Rechtsweg auszuschöpfen.

3.2 Die Eingabe oder Beschwerde wird für erledigt erklärt.

3.3 Die Eingabe oder Beschwerde wird, ohne auf die Sache einzugehen, zurückgewiesen.

3.4 Die Eingabe oder Beschwerde wird für ungeeignet zur weiteren Beratung erklärt.

3.5 Die Eingabe oder Beschwerde fällt nicht in die Kompetenz der Fach- oder Regional-Ausschüsse der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte und wird deswegen dem Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft oder dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zugeleitet.

Petitum/Beschluss

Um Beratung und Beschlussfassung wird gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Nagelsweg Hammerbrookstraße Amsinckstraße Spaldingstraße Kurt-Schumacher-Allee Norderstraße Beim Strohhause Berliner Tor Kurt-Schumacher-Allee Kurt-Schumacher-Allee Beim Strohhause Beim Strohhause

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