22-2566

Bericht zur Umsetzung des Hamburger Masterplans BNE 2030 in Eimsbüttel

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 29.09.2026 Schule, Bildung und Integration Ö 10.2

Sachverhalt

Der „Hamburger Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030“ wurde von der BUKEA im Auftrag des Hamburger Senats erarbeitet und ist Hamburgs Beitrag zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Education für Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030)“ der UNESCO. Er verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen zu verankern: von der frühkindlichen Bildung über Schulen, berufliche Bildung und Hochschulen bis hin zur außerschulischen Bildung und den Bezirken. BNE soll Menschen befähigen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf Umwelt, Klima, Gesellschaft und nachfolgende Generationen zu verstehen und verantwortungsvoll zu handeln. Dafür wurde eine Hamburger Koordinierungsstelle geschaffen. Diese ist seit Dezember 2021 bei der Hamburger Klimaschutzstiftung auf Gut Karlshöhe angesiedelt, ihr stehen für die Umsetzung jährlich Projektmittel zur Verfügung.

Ein ausdrücklich benanntes Handlungsfeld sind die Bezirke, die „ein eigenes Nachhaltigkeits­profil“ entwickeln könnten (Masterplan BNE 2030, S. 36). Es werden im Masterplan (S. 36-39) diverse Vorschläge formuliert, wie in den Bezirken die Ziele des Masterplans verfolgt und erreicht werden können, z. B.

- Befassung in bezirklichen Gremien: Information und Diskussion zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen und BNE

- Verankerung von BNE im Bezirk durch Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen

- Weiterentwicklung von BNE durch die Regionalen Bildungskonferenzen

- Informationsplattform: BNE-Öffentlichkeitsarbeit im Bereich digitale Medien im Bezirk

- Einrichtung eines Projekts „Jugendforum Zukunft“ auf Bezirksebene

- Einbeziehung von BNE in laufende und künftige Maßnahmen und Projekte des Bezirks

- Fortbildungsmodule für Mitarbeitende der Bezirke

Einrichtung eines permanenten bezirklichen BNE-Ansprechpartners und Aufnahme des Themenbereichs BNE in die ständigen Aufgaben der Bezirksämter

Petitum/Beschluss
  1. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, in eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Schule, Bildung und Integration eine*n Vertreter*in der Verwaltung – idealerweise den/die bezirkliche*n BNE-Ansprechpartner*in – einzuladen, um über die Umsetzung des Hamburger Masterplan BNE 2030 in Eimsbüttel zu berichten und die Mitglieder des Ausschusses für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt über den Sitzungstermin zu informieren. Dabei interessiert insbesondere,
    1. welche konkreten Projekte oder Maßnahmen im Bezirk Eimsbüttel im Rahmen des Masterplans BNE 2030 umgesetzt wurden und welche in Planung oder Vorbereitung sind,
    2. welche Fortbildungsangebote zu BNE, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit für Mitarbeitende des Bezirksamts angeboten oder gebraucht wurden/werden und wie das Bezirksamt deren Nutzen bewertet,
    3. ob es interne Veranstaltungen des Bezirksamts (z. B. Workshops oder Schulungen) gibt, die sich mit Nachhaltigkeit oder BNE beschäftigen? Wenn ja, welche?
    4. in welchen Bereichen des Bezirksamts (z. B. Beschaffung, Personalentwicklung, Dienstreisen) Nachhaltigkeits- oder BNE-Prinzipien bereits umgesetzt werden und wo das Bezirksamt noch Nachholbedarf sieht,
    5. welche Bedarfe das Bezirksamt sieht, um Nachhaltigkeit und BNE noch stärker in den Strukturen des Bezirksamts zu verankern,
    6. wie das Bezirksamt die Öffentlichkeit über seine Nachhaltigkeits- und BNE-Aktivitäten informiert und ob es Berichte, eine Website oder andere Formate gibt, um Transparenz zu schaffen.
  2. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, zur gleichen Sitzung eine*n Expert*in der Hamburger Klimaschutzstiftung einzuladen, um aus seiner/ihrer Sicht ebenfalls über die Umsetzung in Eimsbüttel sowie ggf. vorhandene oder in Vorbereitung befindliche Programme für die Bezirke zu berichten.

Juliane Papendorf, Christine Velmede und GRÜNE Fraktion
Simone Gastl und SPD Fraktion

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