Protokoll
Sitzung des Hauptausschusses vom 13.11.2025

Ö 1

Öffentliche Fragestunde

Eine anwesende Bürgerin hat ein Anliegen und Fragen zu TOP 3, die dort auch vorgetragen werden.

Ö 2

Beschluss über die Tagesordnung

Die Tagesordnung wird einvernehmlich beschlossen.

 

Ö 3

Ambulante Versorgung in Bergedorf (Referierende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH): Herr Afful (Vorstandsvorsitzender), Herr Dr. Kriens (Abteilungsleiter Öffentlichkeit), Frau Papke (Abteilungsleiterin Arztregister) Nachrichtliche Hinzuladung Ausschuss SGI)

Die anwesende Bürgerin (siehe TOP 1) fragt, wie Schließungen von ärztlichen Standorten zukünftig verhindert werden und damit die wohnortnahe Hausarztversorgung gesichert werden könne. Herr Afful verweist auf die gesetzliche Situation seiner Organisation, die es nicht gestatte, die Zulassung von in Schieflage geratenen Praxen zu übernehmen. Zudem gebe es keine Pflicht für Ärzte, den Sitz einer aufzugebenden Praxis an eine Nachfolge zu übergeben. Wenn dies aber geschehen solle, bräuchte es dafür einen Antrag an den Zulassungsausschuss, in dem die Kassenärztliche Vereinigung allerdings nicht vertreten sei.

 

Herr Afful trägt anhand einer - dieser Niederschrift anliegenden - informationsreichen Präsentation zur Ambulanten Versorgung in Bergedorf unter den Aspekten Bedarfsplanung, Versorgungssituation in Hamburg sowie in Bergedorf (hier: Stand 01.07.2025), Zulassungsgremien, Angebote für Patienten vor und beantwortet Nachfragen.

 

Demnach gilt Hamburg nach bundesrechtlicher Bedarfsplanung als überversorgt; neue Arztsitze würden überwiegend durch Nachbesetzungen entstehen. Regionale Unterschiede wie in Bergedorf könnten im bestehenden System nur begrenzt berücksichtigt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung setze die gesetzlichen Vorgaben um und prüfe die Erfüllung des Versorgungsauftrags, habe aber keine weitergehenden Steuerungsmöglichkeiten. Langfristig werde eine stärkere Bündelung der Versorgung und der vermehrte Einsatz digitaler Möglichkeiten erwartet.

 

In der anschließenden Debatte bemängeln die Fraktionen, dass aufgrund der Tatsache, dass Hamburg als ein einheitliches Versorgungsgebiet gilt, eine Versorgung in den Randgebieten weiterhin schwierig ist. In Bergedorf gibt es eine Unterversorgung in den Bereichen Hausärzte (ca. 91%), Frauenärzte (ca. 76%) und Kinderärzte (ca. 88%). Im Landgebiet gibt es vermehrt Aufnahmestopps für Neupatienten bei Hausärzten. Zudem werden immer mehr Einzelpraxen zu Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) zusammengelegt, die sich meist eher in Innenstadtnähe ansiedeln. Dies bedeutet lange Fahrtwege für die Patienten. Kritisch gesehen werden dabei besonders investorengeführte MVZ.

 

Der Hauptausschuss betont, dass er Lösungen für die Bergedorferinnen und Bergedorfer erwartet, so dass diese in allen Bereichen in Bergedorf gut versorgt sind.


Herr Afful erläutert, dass Ärzte in Randlagen nur durch Attraktivität, passende Rahmenbedingungen und gutes Marketing angeworben werden können. 

 

Frau Schmidt-Hoffmann problematisiert, wie angesichts des Sachverhalts, dass die Kassenärztliche Vereinigung und die ärztliche Selbstverwaltung eine ambulante Versorgung offenbar nicht flächendeckend gewährleisten könne, die entsprechende Versorgung eines neuen Stadtteils wie Oberbillwerder dargestellt werden kann.

 

Herr Afful zeigt sich zuversichtlich, dass eine entsprechende Infrastruktur durch die ärztliche Selbstverwaltung und nicht notwendigerweise durch gesetzlich auch mögliche Kommunale Versorgungszentren geschaffen werden könne. Der weitere Prozess in Oberbillwerder müsse beobachtet werden, gerade unter dem Aspekt, ob die Bevölkerungszahl hier ansteigend sei.

Ö 4

Beschlussvorlagen

Ö 4.1 - 22-0521

Sitzungsplan 2026

Es werden zwei Änderungswünsche vorgetragen:Der Kulturausschuss am 26.06.2026 ge auf 17 Uhr vorverlegt und derFachausschuss für Bauangelegenheiten wegen der Frühjahrsferien vom 11.03. auf den 19.03.2026 verschoben werden.

 

Mit diesen Änderungen wird der Sitzungsplan r das Jahr 2026 bei einer Enthaltungmehrheitlich beschlossen.

Ö 4.2 - 22-0550

Förderfonds Bezirke

Frau Pelch informiert über die kurzfristig eingegangene Information, dass im Hinblick auf die Mittelverwendung Punkt 3 dieser Beschlussvorlage entfällt, weil der entsprechende Antrag vom WSB zurückgezogen wurde. Die nicht abgeforderten Mittel sollen dafür Teil der Restmittel werden.

 

Diese Modifizierung wird einvernehmlich und das Petitum der Beschlussvorlage einstimmig beschlossen.

Ö 4.2.1 - 22-0550.01

Förderfonds Bezirke

Auf Wunsch von Frau Feiler-Siegert wird über Punkt 2 des Petitums der Beschlussvorlage einzeln abgestimmt.

 

Punkt 1. und 3. des Petitums der Beschlussvorlage wird einstimmig beschlossen und Punkt 2. bei einer Gegenstimme durch dieVertreterin der LINKE-Fraktion mehrheitlich beschlossen.

Ö 4.3 - 22-0546

Sachstand investiver Sondermittel 2025 – Unterjährige Vergabe von Restmitteln

DerHauptausschuss stimmt einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zu, die Restmittel jeweils zur Hälfte an die in der Beschlussvorlage genannten Projekte zu vergeben.

Ö 4.4 - 22-0547

Vergabe der Sondermittel für das Jahr 2026

Es gibt eine teils kontroverse Erörterung über Art und Umfang der Unterstützung von Jubiläumsfeiern im Alllgemeinen und Freiwilligen Feuerwehren im Besonderen.

 

Das Petitum der Beschlussvorlage wird einstimmig beschlossen.

Ö 4.5 - 22-0413.01

Überprüfung einer möglichen Neustrukturierung der Vergabe der bezirklichen Quartiers- und Sondermittel

Das Petitum der Beschlussvorlage wird mit demHinweis, dem Hauptausschuss r die Dauer der Amtsperiodedie Ermächtigung zu erteilen, anstelle der Bezirksversammlung final über die Mittelverteilungzu entscheiden, einvernehmlich beschlossen.

Ö 4.6 - 22-0507.01

Sachstand konsumtiver Sondermittel 2025

Das Petitum der Beschlussvorlage wird einstimmig beschlossen.

Ö 5

Anmeldung Referierende

Ö 5.1

Grüne: V+I: Finanzierung Freiwillige Feuerwehren (BIS)

Der Einladung eines Referenten wird wie vorgeschlagen einvernehmlich zugestimmt.

Ö 5.2

Grüne: SEA: „Blau-grüne Infrastruktur“ (BUKEA, HCU)

Der Einladung von Referenten wird wie vorgeschlagen einvernehmlich zugestimmt.

Ö 5.3

CDU: V+I: Ampelvorrangschaltung; Auskunftsersuchen Problemstände im Bezirk (VHH, BVM, HVV)

Der Einladung von Referenten wird wie vorgeschlagen einvernehmlich zugestimmt.

Ö 5.4

SPD: SGI: Straßensozialarbeit, Auswirkungen für Bergedorf (Sozialbehörde)

Der Einladung eines Referenten wird wie vorgeschlagen einvernehmlich zugestimmt.

Ö 5.5

SPD: V+I: (Hinzuladung SEA): Parkplatzmoratorium - Handhabung und Spielräume für den Bezirk (BVM)

Der Einladung eines Referenten wird wie vorgeschlagen einvernehmlich zugestimmt.

Ö 6

Verschiedenes

Es gibt keine Wortmeldungen.

Ö 7

Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung vom 02.10.2025 -öffentlicher Teil-

Der öffentliche Teil der Niederschrift wird einvernehmlich genehmigt.