Protokoll
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 08.04.2026

Ö 1

Beschluss über die Tagesordnung

Die Tagesordnung wird einvernehmlich ohne Änderungen beschlossen.

 

Ö 2 - 22-0065.06

Nachnutzung des Körber Areals hier: 5. Sachstandsbericht zum Beschluss der Bezirksversammlung (Drucksache 22-0065) - Vorstellung Prozessschema und Zeitplan erste Phase Rahmenplan Kurt-A.-Körber-Chaussee (Nachrichtliche Hinzuladung des Fachausschusses für Wirtschaft, Handel und Tourismus )

Herr Ritscherle stellt den Rahmenplan für das Wettbewerbsverfahren Kurt-A.-Körber-Chaussee anhand einer Präsentation vor und beantwortet Verständnisfragen.

 

Frau Petersen-Griem begrüßt das Verfahren und hofft auf positive Effekte für Bergedorf. Sie fragt nach der Abgrenzung von „NutzerInnen" zu „EigentümerInnen" sowie nach der Zielgruppe der Online-Befragung. Sie äußert Bedenken hinsichtlich der Öffentlichkeitsbeteiligung und warnt vor der Schaffung eines unrealistischen Erwartungshorizonts. Schließlich bittet sie um Klärung, ob die Auftaktveranstaltung den Beginn des Wettbewerbsverfahrens markiert.

 

Herr Panz erläutert, dass GrundeigentümerInnen und NutzerInnen, womit in diesem Fall vorrangig Unternehmen und weitere Immobilieneigentümer und nicht die allgemeine Öffentlichkeit gemeint seien. Die Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit sei ebenfalls im Prozess vorgesehen. Die Grundstücke seien überwiegend in Privatbesitz. Die öffentliche Auftaktveranstaltung werde nach einer Analyse- und Bewertungsphase mit Fachöffentlichkeit sowie Grundeigentümer- und NutzerInnen stattfinden und den Start des Rahmenplanwettbewerbs markieren.

 

Herr Ritscherle bestätigt, dass die Auftaktveranstaltung dem Beginn des eigentlichen Wettbewerbsverfahrens entspricht und die Öffentlichkeitsbeteiligung gezielt an diesem Zeitpunkt und mit einer Rahmensetzung stattfinde, um unrealistische Erwartungen zu vermeiden. Man werde verdeutlichen, dass das zu entwickelnde Bestandsquartier in Privatbesitz sei, mögliche Entwicklungsrichtungen aufzeigen, aber auch wertvolle Anregungen aus der Öffentlichkeit aufnehmen.

 

Frau Westberg bittet um eine Erläuterung zur Synchronisierung des Rahmenplans mit dem parallellaufendem Masterplan für das Körber-Areal.

 

Herr Panz erklärt, dass der Rahmenplan ein übergeordnetes Zielbild darstelle, das die 12 Hektar des Körber-Areals einbezieht. Die Körber AG plane selbst, für seinen Bereich einen detaillierteren Masterplan über ein konkurrierendes Verfahren zu erstellen - hierzu hatte das Bezirksamt den Ausschuss am 02.04.2025 informiert. Ziel sei es, die Planungen der Körber AG und dem Sieger des Rahmenplanwettbewerbs zu harmonisieren, um Nutzungen, Straßenverbindungen und Planrechtsanpassungen aufeinander abzustimmen. Es solle nicht flächendeckend neues Planrecht geschaffen oder Gewerbe aufgegeben werden, sondern eine differenzierte Strukturierung erfolgen. Bebauungspläne würden sich räumlich und zeitlich nach den konkreten planungsrechtlichen Erfordernissen richten und so den Rahmen- und Masterplan verzahnen.

 

Frau Westberg erkundigt sich nach den Mindestanforderungen an das Ergebnis des digitalen Fragebogens in Bezug auf den Beteiligungsprozentsatz der Eigentümer- und NutzerInnen. Sie sehe eine hundertprozentige Beteiligung als Zielgröße, um alle unterschiedlichen Interessen zu dokumentieren.

 

Herr Ritscherle gibt an, dass der Erfolg einer Befragung nicht primär an der Rücklaufquote zu messen sei, da bereits geringe Rücklaufquoten in Stadtentwicklungskonzepten ausreichend sein können, um zentrale Problemstellungen zu identifizieren. Er betont, dass eine hundertprozentige Beteiligung unrealistisch sei und verweist darauf, dass durch direkte Ansprache bestimmter Personen sowie Einladungen zu Eigentümer- und Nutzerversammlungen eine ausreichende Motivation zur Teilnahme geschaffen werde. Er zeigt sich zuversichtlich, dass selbst bei geringer Rücklaufquote relevante Erkenntnisse über die aktuellen Probleme im Quartier gewonnen werden könnten.

 

Frau Westberg hinterfragt die Beteiligung der Öffentlichkeit mittels eines Marktstandes in Bahnhofsnähe kritisch.

 

Herr Panz gibt wieder, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung verschiedene Formate, wie beispielsweise die Auftaktveranstaltung, umfasse. Er verweist auf die positive Erfahrung der Beteiligung im Rahmen der Umgestaltung der Alten Holstenstraße, bei der man durch direkte Gespräche an einem Stand in der hoch frequentierten Innenstadt mit etwa 135 Personen wertvolle Hinweise erhalten habe, die in die Aufgabenstellung eingeflossen seien. Auch diese Planungsaufgabe war zusätzlich mit einer Online-Befragung kombiniert, um möglichst vielen die Gelegenheit der Beteiligung zu bieten. Dies plane man in angepasster Form auch für die Rahmenplanung.

 

Frau Westberg erkundigt sich, ob die MieterInnen des Areals erst bei der Auftaktveranstaltung in den Planungsprozess einbezogen werden oder bereits früher.

 

Herr Panz gibt an, dass das Beteiligungskonzept für die allgemeine Öffentlichkeit noch in der Ausarbeitung sei.

 

Frau Westberg möchte weiterhin wissen, ob der Abbau etwaiger industrieller Gefahrenstoffe in die Rahmenplanung einbezogen wurde.

 

Herr Panz erklärt, dass die Erkenntnisse aus Katasterdaten, Untersuchungen, Beprobungen und bereits laufenden Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Stoffeinträgen in Boden und Grundwasser in die Analysephase mit einfließen.

 

Herr Krohn erfragt, ob sich die Planung nur auf das Körber-Areal beschränke. Er erkundigt sich, ob Überlegungen bestehen, Wohnungsbau mit Gewerbe zu kombinieren.

 

Herr Panz stellt klar, dass der dargestellte Planungsraum 45 Hektar groß ist (vgl. Stadtentwicklungsausschuss 02.04.2025, Drucksache 22-0065.01 und weitere Drucksachen bis zum 4. Sachstandsbericht 22-0065.05, Stadtentwicklungsausschuss 04.02.2026) und entsprechend über das Körber-Areal mit 12 Hektar deutlich hinausgehe. Grundsätzliches Ziel sei es, die funktionierenden gewerblichen Strukturen zu erhalten. Im Planungsraum gebe es jedoch auch Bereiche, in denen geprüft werden könne, ob alternative Nutzungen oder eine gemischte Nutzungsstruktur unter Einbeziehung der Wohnnutzung etabliert werden können. Dabei sei zu untersuchen, auf welche Weise dies mit dem bestehenden Gewerbe vereinbar sei.

 

Herr Noetzel begrüßt ausdrücklich, dass trotz der Komplexität des Themas, großer Wert auf ein zügiges Verfahren und regelmäßige Information der Politik gelegt werde und bittet, ebenso fortzufahren.

 

Herr Graßhoff berichtet, dass frühzeitig Anträge, etwa zum Azubi-Wohnen oder zu Handwerkerhöfen für das Körber-Areal in die Bezirksversammlung eingebracht worden, obwohl die Beteiligungsverfahren noch nicht ausreichend fortgeschritten seien. Er halte dies für problematisch und begrüße daher das vorliegende Prozessschema.

 

Herr Emrich entgegnet, dass mit dem angesprochenen Antrag wesentliche Aspekte frühzeitig in die Prüfung durch die Fachplaner einbezogen werden können. Man strebe ein zügiges und gleichzeitig sorgfältiges Verfahren sowie das Vermeiden von langjährigem Leerstand an.

 

Herr Panz nimmt den Hinweis auf den Antrag auf. Er erläutert, dass Körber zwar um die Jahreswende umziehen werde, der Umzugsprozess inklusive der Aufbereitung der Liegenschaft jedoch voraussichtlich erst 2028 abgeschlossen sein werde. Das Thema Leerstandvermeidung sei zentral für die Bezirksverwaltung, Rahmenplanung und die Körber AG.

 

Der Stadtentwicklungsausschuss stimmt dem Petitum der Vorlage einstimmig zu.

 


Anlagen
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Ö 3 - 22-0753

Masterplan Magistralen 2040+ hier: Bearbeitung des Modellraums Magistrale 8 in Bergedorf - Vorstellung der Untersuchungsergebnisse (Nachrichtliche Hinzuladung des Fachausschusses für Verkehr und Inneres)

Frau Busch und Herr Jochumsen, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), stellen die Untersuchungsergebnisse zum Modellraum Magistrale 8 anhand einer Präsentation vor und beantworten Verständnisfragen.

 

Herr Froh befürwortet die Planungen, insbesondere die Abkehr von der Idee, eine Fahrspur aus der Bergedorfer Straße herauszunehmen. Er ist der Auffassung, dass die Planungen für den Mohnhof der erste richtige Schritt seien, warnt jedoch davor, die Entscheidung zur Einbahnstraßenregelung der Chrysanderstraße wieder rückgängig zu machen. Er erkundigt sich, ob die Idee eines Kreisverkehrs am Mohnhof mitbetrachtet wurde oder diese nun ausgeschlossen werde.

 

Frau Busch und Herr Panz erörtern, dass ein Kreisverkehr aufgrund der hohen Verkehrsbelastungszahlen und der asymmetrischen Lage der bestehenden Zufahrten problematisch wäre und zudem, wegen eingeschränkter Sicht bei Abbiegevorgängen, fußgänger- und fahrradunfreundlich sei. Dies habe bereits in der frühen Planungsphase zum Ausschluss der Lösung geführt.

 

Herr Schneede ergänzt, dass ein Kreisel auch einen Großteil des vorhandenen Raumes in Anspruch nehmen würde und dem hier dargestellten urbanen Entree zur Fußgängerzone entgegenstünde.

 

Herr Froh äußert Zustimmung zur aufgezeigten Querung am Weidenbaumsweg. Er weist darauf hin, dass die Querung am Neuen Weg noch nicht ausreichend berücksichtigt sei und schlägt vor, im aktuellen Planungsstand die Rampe breiter und die Treppe schmaler zu gestalten, um Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden.

 

Herr Panz stellt fest, dass ein übergreifendes Rahmenkonzept und keine Umsetzungsplanung vorgestellt wurde. Man könne diese Frage im weiteren Verlauf diskutieren.

 

Frau Jacobsen verweist auf die steigenden Verkehrszahlen infolge der zahlreichen Neubauprojekte im Bezirk und thematisiert die Problematik des Durchgangsverkehrs aus den umliegenden Gemeinden. Sie erkundigt sich, ob geplant sei, den Verkehr auf die Autobahn oder alternative Routen wie den Weidenbaumsweg oder den Sander Damm zu lenken.

Zudem fragt sie nach Maßnahmen zur Entschärfung der Konfliktzone an der Bushaltestelle vor dem Edeka, etwa durch den Wegfall des Radwegs oder die Verbreiterung des Gehwegs, und ob eine Verlegung der Haltestelle in die Straßenmitte als Insel geprüft werde.

Sie befürwortet die ökologische Aufwertung des Platzes vor dem Bergedorfer Bahnhof.

 

Herr Rosinski erklärt, dass die Aufhebung der Konfliktsituation vor dem Edeka eine Anforderung an die Planung gewesen sei und die bisherige Busbucht aufgehoben und das Halten am Fahrbahnrand die Situation verbessern und gleichzeitig mehr Raum für Rad- und Fußverkehr schaffen soll. Er gibt an, dass der Konflikt in der anstehenden Detailplanung weiter bearbeitet werden soll.

Die Installation der Bushaltestelle als Insel in der Straßenmitte sei nicht angedacht, da sowohl die Wentorfer als auch die Holtenklinker Straße angesteuert werden müssen.

Hinsichtlich des Durchgangs- / Umgehungsverkehrs erklärt er, dass die Magistralenuntersuchung den Neuverkehr aus Bergedorf als auch eine Schätzung des Verkehrs aus den umliegenden Gemeinden berücksichtigt habe. Eine Prüfung, ob der Verkehr umgeleitet werden könne, sei nicht erfolgt. In der Darstellung gehe man davon aus, dass der gesamte Verkehr weiterhin durch Bergedorf fließt.

 

Herr Jochumsen bestätigt dies: alle im Bezirksamt und der Verkehrsbehörde vorliegenden Erkenntnisse seien eingeflossen, um ein vollständiges Bild sowohl des Ist-Zustands als auch des erwarteten Zustands, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungsgebiete und das Bergedorfer Zentrum, zu erhalten.

 

Herr Detmer begrüßt die geplante Begrünung am Mohnhof sowie dem Bahnhofsvorplatz. Er weist auf die schwierige Verkehrssituation am Mohnhof hin. Hinsichtlich der Einrichtung eines Zweirichtungsradweges auf der nördlichen Seite fragt er, wie Radfahrer vom Westen kommend die Seite wechseln sollen, da der Zweirichtungsradweg nicht durchgängig sei. Er schlägt vor, trotz der Verkehrszahlenlage eine Fahrspur zugunsten eines Radwegs zu opfern, um die Mobilitätswende zu fördern.

 

Frau Busch erklärt, dass die Radverkehrsführung in der Planzeichnung wegen der Bushaltestelle vor dem Edeka unterbrochen erscheine, dies jedoch nicht der Fall sei. Sie erläutert, dass Radfahrende entweder auf der rechten Straßenseite fahren und gegebenenfalls kurz an einer Bushaltestelle warten müssten oder alternativ den Zweirichtungsradweg auf der Nordseite nutzen können. Angesichts des vorhandenen Straßenquerschnitts halte man diese Lösung für die beste umsetzbare Variante.

 

Mit Bezug auf die Mobilitätswende fragt Herr Detmer, wie trotz der aktuellen Planung noch Verbesserungen für den ÖPNV erreicht werden könnten.

 

Herr Jochumsen führt aus, dass verschiedene Maßnahmen zur ÖPNV-Verbesserung vorgesehen seien, wie die Veränderung der Bushaltestellen, um ein schnelleres Einfahren zu ermöglichen oder die Gestaltung kompakter Knotenpunkte, um längere Grünphasen zu bewirken. Diese Aspekte müssen in einer späteren Detailplanung näher untersucht werden. BVM und VHH seien in allen Zwischenschritten eingebunden gewesen, um den ÖPNV angemessen zu berücksichtigen. Letztlich habe man sich aus Platzgründen und aufgrund der Verkehrsmengen gegen eine vollständige Umwidmung von Fahrspuren zugunsten von Busspuren entschieden.

 

Herr Polkowski kritisiert die Radwegeplanung an der Bushaltestelle am Mohnhof, da Radfahrende dort dauerhaft hinter Bussen warten müssten und potenziell auf den Gehweg ausweichen würden. Er äußert Zweifel am Nutzen des Umbaus der Kreuzung und schlägt stattdessen vor, die aktuelle Verkehrsführung zu belassen und die bestehenden Flächen intensiver zu begrünen. Er spricht sich für eine Querungsmöglichkeit über die B5 vom Bergedorfer Hafen zum KörberHaus aus. Abschließend bemängelt er, dass die vorgestellte Planung die gewünschte Minimierung der trennenden Wirkungen der B5 kaum berücksichtige. Er bittet um die Möglichkeit, die Pläne in der Fraktion eingehend zu beraten und schriftlich Stellung zu nehmen.

 

Herr Rosinski führt aus, dass die Querung am KörberHaus bereits 2021 diskutiert wurde und eine zusätzliche Ampel o. Ä. perspektivisch denkbar sei. Er betont, dass Barrierefreiheit und bestehende Verkehrsbelastungen berücksichtigt werden müssten und verweist auf die bestehenden Planungen zum Bergedorfer Innenstadtkonzept oder der Schleusengraben-Achse, die in den Planungen der BSW berücksichtigt wurden.

 

Herr Jochumsen zeigt das Verfahrensschema, das in drei Probephasen (kurz-, mittel- und langfristig) unterteilt ist, auf. Er erklärt, dass die Umgestaltung des Mohnhofs eingehend hinsichtlich Aufwand, Nutzen und Haushaltslage diskutiert wurde. Es werde nicht alles gleichzeitig umgesetzt, sondern zunächst kleinere Maßnahmen ergriffen. Weitreichende Projekte wie der Umbau des Knotens würden mittelfristig angegangen, nachdem eine vertiefte Abwägung und Prüfung der fachlichen sowie finanziellen Machbarkeit erfolgt sei. Die Planung verstehe sich als Perspektivplanung mit ersten kurzfristigen Maßnahmen und weiterführenden Prüfungen.

 

Herr Polkowski erkundigt sich, ob die Fraktionen und weitere Beteiligte die Möglichkeit erhalten, gegenüber der BSW Stellung zu nehmen. Er betont, dass grundlegende Fragen frühzeitig geklärt werden sollten, bevor sich die Planungen konkretisieren.

 

Herr Jochumsen erklärt, dass die Unterlagen dem Ausschuss zur Verfügung gestellt wurden und betont, dass hier die Ergebnisse einer von der Fachbehörde beauftragten Planungsphase vorgestellt wurden. Dies könnte zugleich der Auftakt für vertiefende Schritte im Bezirk sein.

 

Frau Westberg fasst zusammen, dass der Verkehr, insbesondere aufgrund des Durchgangsverkehrs aus den Nahbargemeinden, nicht ab- sondern zunehmen werde und trotz Planungen wie dem Innenstadtkonzept, die B5 weiterhin eine belastende Verkehrsader für Fußgänger und Radfahrer bleibe. Sie äußert Zweifel daran, dass die geplanten Maßnahmen, die tatsächlichen Probleme lösen könnten und kritisiert, dass trotz des großen Aufwands die Magistralenplanung kaum spürbare Verbesserungen bringe.

 

Herr Panz und Herr Rosinski erinnern daran, dass seit Beginn der Magistralenplanung im August 2019 zahlreiche Projekte umgesetzt worden: das Bergedorfer Tor, das KörberHaus oder der Wohnungsbau am Mohnhof. Weiterhin verweisen sie auf die Planungen zum Innenstadtkonzept sowie die Umgestaltungen der Alten Holstenstraße, Bergedorfer Schloßstraße, Schleusengraben und Chrysanderstraße. Viele, zuvor als problematisch angesehene Lücken, wurden geschlossen. Die Aufwertung des öffentlichen Raums werde im Bereich Alte Holstenstraße, Bergedorfer Schloßstraße, Vinhagenweg, Reetwerder und anderen Bereichen betrieben. In die entsprechenden Planungen sei der Ausschuss intensiv eingebunden. Dort stünden auch die Themen wie zusätzliche Begrünung, Entsiegelung, Stärkung des Fuß- und Radverkehrs und der Aufenthaltsqualität auf der Agenda.

 

Herr Krohn ist der Auffassung, dass ausreichend Bushaltestellen vor dem KörberHaus bestehen. Er weist auf zukünftige Pendlerverkehre zum entstehenden Innovationspark hin.

 

Herr Detmer äußert, er hätte sich grundsätzlich mehr Mut für den Umweltverbund, mehr Grün und Klimaanpassung gewünscht.

 

Herr Capeletti erklärt, er gehe davon aus, dass der Umbau der Vierlandenstraße in die Abstimmungen zum Magistralenkonzept eingeflossen sei. Er hinterfragt, ob die geplante Verlegung der Busspur auf die Straße am Mohnhof sinnvoll sei, da diese zu Beeinträchtigungen im Feierbandverkehr führen könnte. Zudem verweist er auf ein verstärktes Verkehrsaufkommen zum Innovationspark.

 

Herr Jarchow betont, dass die Konzepte zur Innenstadtentwicklung sowie zur Rahmenplanung für ein urbanes Bergedorf-Südost als Grundlage für die vorgestellte Planung dienen und begrüßt diese ausdrücklich.

 

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt Kenntnis.

 


Anlagen
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Ö 4 - 22-0341.02

Neugestaltung Fleetplatz Neuallermöhe hier: Stand der Planungen (Nachrichtliche Hinzuladung des Fachausschusses für Verkehr und Inneres)

Herr Robel stellt den Stand der Planungen anhand einer Präsentation vor und beantwortet Verständnisfragen.

 

Herr Detmer erkundigt sich nach der Anzahl der Bäume, die gefällt werden sollen und fragt, ob bei den zukünftigen Pflanzungen darauf geachtet werde, dass die Bäume optimale Bodenverhältnisse vorfinden. Er begrüßt die Verlegung des Toilettenstandortes.

 

Frau Beckel und Herr Rosinski erklären, dass ca. 10 Bäume gefällt werden müssen. Die Wurzelräume und die Belüftung für die Neupflanzungen seien so gewählt, dass eine bestmögliche Versorgung der Bäume gewährleistet wird.

 

Herr Polkowski befürwortet die Planung und ermutigt die Planer, mehr Entsiegelungen vorzunehmen. Herr Rosinski gibt an, die Anregung aufzunehmen.

 

Frau Petersen-Griem befürwortet die Planung, insbesondere die Anordnung der Marktstände und die Schaffung von Grünflächen, die auch illegale Zufahrten auf den Platz hemmten.

 

Frau Westberg begrüßt die geplante Entsiegelung, die Schaffung einer neuen Belagfläche sowie die Verlegung des WCs. Sie bittet um Berücksichtigung des Wunsches nach größeren Bäumen. Sie fragt,

1) ob die steile Treppenanlage unverändert bleibe.

2) ob sich die bisherigen Markstände verkleinern müssten, um die erhöhte Anzahl zu gewährleisten.

3) ob an Markttagen der Café-Bereich mit den Sitzmöglichkeiten entfalle.

4) ob bei den erwähnten 86 Fahrradstellplätzen, die Stellplätze der Deutschen Bahn mitgezählt seien.

5) ob die grün-blauen Gestaltungselemente auf der anderen Bahnseite realistisch umgesetzt werden.

 

Herr Charles gibt zu bedenken, dass größere Baumpflanzungen schlechter anwüchsen und es nach 5 Jahren keinen Unterschied mehr mache, ob ein großer oder kleiner Baum gepflanzt worden sei.

 

Herr Robel berichtet zu,

1) dass ursprünglich geplant war, die Steintreppe komplett umzubauen und eine große Öffnung zum Gewässer zu schaffen, sich jedoch herausgestellt habe, dass die Gegebenheiten des Fleets dies nicht zuließen. Daher habe man beschlossen, die bestehende Treppe zu belassen. Er schlägt vor, die Anregung zur Verbesserung der Treppe und der Sitzflächen nochmals zu prüfen.

2) dass nicht kleinere, sondern zusätzliche Marktstände geplant seien, um den verschiedenen Bedürfnissen der Marktbeschicker gerecht zu werden.

4) dass 43 Fahrradbügel, wovon 20 neu errichtet werden, Stellmöglichkeiten für 86 Fahrräder bieten werden.

 

Frau Beckel ergänzt dazu, dass derzeit samstags etwa zwölf Marktstände vorhanden seien und in Abstimmung mit dem Marktleiter die Anzahl auf 26 Stände erhöht wurde

Sie erklärt zu,

3) dass trotz der dichten Anordnung, Abstände von etwa vier Metern zu Fassaden und Durchgängen eingehalten werden, sodass weiterhin ein Durchgang möglich bleibe. Die Aufstellung der Marktstände müsse mit den Cafés im Detail abgestimmt werden.

5) dass es sich hierbei lediglich um eine grafische Aufarbeitung handele, die nicht Bestandteil der Planungen sei.

 

Frau Kramer äußert Bedenken hinsichtlich der Müllentsorgung auf dem Platz, da dieser trotz hoher Frequentierung häufig verschmutzt sei und es nur wenige Mülleimer gebe. Sie fragt,

1) ob im neuen Konzept mehr Abfallbehälter vorgesehen seien.

2) wie die optische Ausgestaltung der Blindenleitstreifen angedacht sei, da diese oftmals von Menschen, die dieses nicht benötigten, blockiert werden.

3) ob die „Zuckerstangen“ im Rahmen der Maßnahmen gereinigt werden sollen.

 

Herr Rosinski erklärt zu,

1) dass sich die Müllstandorte in einer frühen Planungsphase befänden, wobei die Stadtreinigung eingebunden werde, um Lage und Anzahl abzustimmen.

2) dass man sich zum Thema Barrierefreiheit in der Vorplanung befinde und beabsichtige, Blindenverbände sowie weitere relevante Organisationen einzubeziehen.

3) dass eine Reinigung im Zuge der Maßnahme geprüft werde.

 

Herr Krohn nimmt an, dass die Fläche für den Markt nicht verkleinert wurde, was Frau Beckel bestätigt. Er erkundigt sich nach der Baumart, die neu gepflanzt werden soll und weist darauf hin, dass mit Oberbillwerder ein wachsender Bedarf des Marktes zu erwarten sei.

 

Herr Charles erklärt, dass für die zukünftigen Pflanzungen offene Baumscheiben mit größeren Wurzelräumen geplant seien, die bessere Wachstumsbedingungen böten und somit die aktuellen Probleme vermeiden. Herr Robel ergänzt, dass die Manna-Esche und die Zerreiche als mögliche Arten vorgesehen seien.

 

Herr Graßhoff äußert

1) Bedenken hinsichtlich der Alltagstauglichkeit der Planungen für den Fleetplatz, insbesondere bezüglich der aufgezeigten Fußgänger- und Fahrradflüsse an Markttagen, die seiner Ansicht nach zu Konflikten führen könnten.

2) Er vertritt die Auffassung, dass der Lieferverkehr in der Planung keine adäquate Lösung finde und dadurch die Konflikte mit Fußgängern und Radfahrern verstärkt würden.

3) Er regt an, auf dem Platz mehr spielerische Angebote für Kinder zu integrieren.

4) Hinsichtlich der Bepflanzung betont er die Bedeutung von Schatten durch Bäume und regt an, die Lichtverhältnisse durch Beleuchtung auch im Winter zu verbessern.

5) Er kritisiert die aktuelle Müllansammlung an der Treppenanlage und fragt nach der zukünftigen Position der Müllbehälter sowie

6) der Möglichkeit, eine Lieferzone hinter dem barrierefreien Parkplatz einzurichten.

 

Herr Rosinski gibt an,

1) dass die grafisch dargestellten Fußwegebeziehungen als theoretisches Optimum zu verstehen seien.

5) dass die Müllbehälter und Glascontainer an ihrem aktuellen Standort neben der S-Bahn verbleiben sollen.

 

Frau Beckel erklärt grundsätzlich, dass zahlreiche Anforderungen wie die Wegeverbindung für Radfahrer und Fußgänger, der wöchentliche Marktbetrieb, Sondernutzungsflächen für Gastronomie, Verschattung, Entsiegelung sowie die Zufahrten für Marktfahrzeuge und Feuerwehrfahrzeuge in der Planung berücksichtigt wurden. Sie betont, dass der aktuelle Vorentwurf, diese Aspekte gegeneinander abwägt. Die Positionierung und Ausdehnung des Sitzpodests an der Brücke könne noch optimiert werden.

3) Hinsichtlich der Kinderspielgeräte verweist sie auf die Zuckerstangen, die in der Bürgerbeteiligung als wichtiges Element genannt worden seien und betont, dass weitere Elemente ergänzt werden könnten, wenn sie mit den anderen Nutzungen vereinbar seien.

 

Herr Charles führt aus,

2) / 6) dass die Anlieferung der Geschäfte mit der Polizei abgestimmt und eine Lösung gefunden wurde, bei der LKW auf die Fläche fahren können, ohne rangieren zu müssen, was als sicherer erachtet werde als die bisherige, unregelmäßige Situation. Eine alternative Lieferzone an der Straße habe man wegen der Entfernung zu den Geschäften verworfen.

4) dass die Beleuchtung in der nächsten Entwurfsphase mit der Hamburg Verkehrsanlagen GmbH abgestimmt werde.

 

Herr Graßhoff vertritt die Auffassung, dass der Fleetplatz nicht für Lieferverkehre sondern für die Neu-Allermöher da sein sollte und diese soweit wie möglich reduziert werden sollten. Er berichtet von der aktuellen Situation mit zahlreichen Transporter- und Sattelzuganfahrten und bittet eingehend darum, dies sowie die Beleuchtungssituation zu überdenken.

 

Herr Rosinski gibt an, die Hinweise und Anregungen aufzunehmen.

 

Frau Lühr erkundigt sich nach den Eigenschaften der neuen Belagsfläche und ob Retentionsflächen geplant seien.

 

Frau Beckel erklärt, dass noch kein konkretes Produkt für den Belag ausgewählt wurde.

 

Herr Robel ergänzt, dass das neue Belagsmaterial den Anforderungen der Barrierefreiheit genügen werde. Das bisherige graue Material werde durch ein lebendigeres ersetzt, das ähnlich wie die Grünflächen eine auflockernde Wirkung haben werde. Er gibt an, dass die Grünflächen Wasser aufnehmen können, weist jedoch darauf hin, dass aufgrund hoher Grundwasserstände eine genaue Prüfung der Funktionalität und Sinnhaftigkeit einer Versickerung erforderlich sei.

 

Herr Polkowski regt im Chat der Sitzung an, die Möglichkeit von Baumpflanzungen auf der Mittelinsel zu prüfen. Herr Rosinski gibt an, das Thema mitzunehmen und zu prüfen.

 

Der Stadtentwicklungsausschuss stimmt dem Petitum der Vorlage einstimmig zu.


Anlagen
TOP 4_BFP_A24_Entwurfspräsentation_nur A24 (22920 KB)

Ö 5 - 22-0760

Bündnis für das Wohnen in Hamburg Information zur neuen Bündnisvereinbarung

Herr Panz stellt die neue Bündnisvereinbarung anhand einer Präsentation vor und beantwortet Verständnisfragen.

 

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt Kenntnis.

 


Anlagen
2026-01-21 Bündnis für das Wohnen 2026-2030 (1084 KB)

Ö 6

Mitteilung der Verwaltung

Keine Wortmeldungen.

 

Ö 7

Verschiedenes

Keine Wortmeldungen.

 

Ö 8

Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 18.03.2026, öffentlicher Teil

Der öffentliche Teil der Niederschrift vom 18.03.2026 wird einvernehmlich genehmigt.