Protokoll
Sitzung des RISE-Ausschusses vom 13.05.2026

Ö 1

Begrüßung und Verpflichtung eines neuen Ausschussmitgliedes und einer neuen ständigen Vertretung

Frau Hubert begrüßt Frau Boehlich als neue ständige Vertretung der Fraktion GRÜNE und Herrn Risch als neues Ausschussmitglied für die AFD-Fraktion, und weist sie ausdrücklich auf ihre Pflichten, die sich aus dem Bezirksverwaltungsgesetz ergäben, insbesondere die Pflicht zur Verschwiegenheit, hin.

 

Ö 2

Öffentliche Fragestunde

Es sind keine Fragen eingereicht worden.

Ö 3

Vorstellung B*Treff Altona-Nord

Der TOP wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.

 

Herr Delius (Freiwerk Altona-Nord e.V. – B*Treff Altona-Nord) stellt den B*Treff Altona-Nord vor und hebt hervor, das Stadtteilzentrum wirke mit seinen verschiedenen Projekten in den Stadtteil hinein.So finde im Rahmen des Stadtteilforums–einem halbjährlichen stattfindenden Beteiligungsformat – am 26.05.2026 das Projekt „Wunschmaschine“ statt, bei dem Schüler:innen vom Aktivspielplatz Altona-Nord und dem Spielhaus Alsenpark ihre Wünsche und Pläne für einen lebenswerten Stadtteil vorstellen würden. Vor diesem Hintergrund sei man besonders auf die heutige Vorstellung der Problem- und Potentialanalyse Altona-Nord (s. TOP 4) gespannt. Ergänzend informiert er, Herr Senator Dr.Dressel werde an diesem Beteiligungsformat ebenfalls teilnehmen.

 

 

 

 

 

Ö 4

Problem- und Potenzialanalyse Altona-Nord Bericht der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung (Referierende: Vertretung der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung)

Frau Gohde-Ahrens und eine weitere Vertretung (beide Johann Daniel Lawaetz-Stiftung) stellen dem Ausschuss die Problem- und Potenzialanalyse „Altona-Nord“(PPA) mit Hilfe einer Präsentation vor (PPA und Präsentation, Anlagen). Hierbei und auf Nachfragen erläutern sie das Folgende:

 

  • Im Rahmen der Gebietsentwicklung seien u.a. die Themen Wohnumfeld, Klimaschutz und -anpassung, Soziales und Inklusion als relevante Handlungsfelder identifiziert worden.
  • Für die Hauptförderphase des Untersuchungsgebietes Altona-Nord als RISE-Fördergebiet sei ein Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen.
  • Das Untersuchungsgebiet (UG) weise eine durchmischte Sozialstruktur auf.
  • Die Wohndichte im UG sei zunehmend und weiche deutlich vom Hamburger Durchschnitt ab. Zwischen den Jahren 2019 und 2024 sei die Bevölkerungszahl im UG um sieben Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der Bezirk Altona verzeichne im selben Zeitraum einen Bevölkerungsanstieg von zwei Prozent.Ein Hauptfaktor sei die hohe Nachverdichtung im UG. Diedamit einhergehende hohe Wohndichte, verbunden mit einer geringen Grün- und Wohnfläche führe im UG zu einer erhöhten klimatischen Belastung.
  • Es gebe einen Masterplan zurAufwertung der Seitenstraßen entlang der Hauptverkehrsachsen durch Vegetationselemente.
  • Der Alsenpark zähle als einzige größere zusammenhängende öffentliche Grünfläche im UG zu den Fokusräumen im Quartier.
  • Das „Helenenviertel“ sei in der PPAmitberücksichtigt.
  • Im Rahmen der PPA zählten eine Machbarkeitsstudie zum B*Treff Altona-Nord, die Fortführung des Nachbarschaftlichen Netzwerkes Holstenplatz sowie die Umgestaltung des Außengeländes des Jugendcafés Altona-Nord zu den wesentlichen Projekten.
  • Anregungen von Bürger:innen zu wichtigen Handlungsfeldern seien u.a. über Interviews und Stadtteildialoge eingeholt und in der PPA berücksichtigt worden.
  • Mit dem Start des Gebietsentwicklungsprozesses werde die Bürger:innenbeteiligung weiter intensiviert.

 

 

Auf Nachfrage von Frau Pauly erläutert Frau Alsen, die Finanzierung des in der PPA für Altona-Nord skizzierten Gebietsentwicklungsprozesses sei gesichert. Für den:die Gebietsentwickler:in im Fördergebiet würden ab dem Jahr 2027 jährliche Kosten von 150.000 Euro veranschlagt. Alle weiteren Projekte seien bereits mit ausreichend finanziellen Ressourcenausgestattet. Sie fügt hinzu, für alle Projekte gelte das Prinzip der Kofinanzierung. So würde z.B. die Umgestaltung des Außengeländes des Jugendcafés Altona-Nord zu 50 Prozent aus RISE-Mitteln und zu 50 Prozent aus Mitteln des Fachamtes finanziert.

 

Auf Nachfrage von Frau Benkert erläutert Frau Pusch, hinsichtlich des Vorhabens, die Düppelstraße in eine Klimastraße umzugestalten, befinde sich das Amt derzeit noch im Austausch mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende.

 

Frau Benkert weist auf den Zielkonflikt zwischen der Gebietsentwicklung und dem Klimaschutz hin. Sie mahnt an, im weiteren Prozess nicht die Nachverdichtung, sondern den Klimaschutz in den Vordergrund zu stellen.

 

Frau Alsen macht deutlich, vor dem Hintergrund, dass bereits am 24.06.2026 der Leitungsausschuss zusammen mit Vertreter:innen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zur PPA tage, sei eine positive Beschlussempfehlung an die Bezirksversammlung in der heutigen Sitzung sehr zu begrüßen. Sie fügt hinzu, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gehe davon aus, dass der Hamburger Senat der PPA im Monat August 2026 zustimme.

 

Auf Nachfrage von Frau Miedza machtFrau Alsendeutlich, der Austausch zwischen den für die verschiedenen RISE-Gebiete zuständigen Kolleg:innen sei sehr kollegial und zugewandt.  

 

Der RISE-Ausschuss empfiehlt der Bezirksversammlung einstimmig, der PPA „Altona-Nord“ zuzustimmen.

 

 


Anlagen
PPA Altona-Nord (8964 KB)
Präsentation PPA Altona-Nord (2750 KB)

Ö 5

Aufbau eines nachbarschaftlichen Netzwerks am Bertha-von-Suttnerpark Bericht der ProQuartier Hamburg GmbH (Referierende: Herr Hokema (Christuskirche Altona))

Herr Hokema (Christuskirche Altona) berichtet dem Ausschuss über den Aufbau eines nachbarschaftlichen Netzwerks am Bertha-von-Suttnerpark mit Hilfe einer Präsentation (Anlage). Hierbei und auf Nachfragen erläutert er ergänzend das Folgende:

 

  • Aufgrund von Problemen mit drogenabhängigen und von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen rund um den Bertha-von-Suttnerpark habe sich einst eine „Bürgerwehr“ gegründet, die mit teils sehr drastischen Forderungen zur Verbesserung der Lage an die Presse getreten sei. Im Rahmen eines im Juni 2021 einberufenen Runden Tisches sei es der Nachbarschaftsinitiative gelungen, die Forderungen dahingehen zu ändern, als u.a. eine Sensibilisierung aller Nachbar:innen gegenüber wohnungslosen und Drogen konsumierenden Mitbürger:innen hätte erreicht werden können, ohne dabei die immer noch vorhandene Problematik als Ganzes zu verkennen.
  • Die Anzahl der Drogendelikte im Quartier sei im Jahr 2021 mit bis zu 51 Vergehen pro Tag sehr hoch gewesen.
  • Mit Hilfe des Bezirksamtes seien eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen worden, um den Drogenkonsum einzudämmen.
  • Das Problem mit menschlichen Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum sei zurückgegangen.
  • Jeden Mittwochabend finde zwischen 20 Uhr und 22 Uhr ein gemeinsamer Grillabend statt, an dem sich auch wohnungslose Menschen aktiv beteiligten. Organisiert und finanziert werde der Grillabend ausschließlich von ehrenamtlichen Personen aus der Nachbarschaft.
  • Im Rahmen der Veranstaltung Berthas Adventsmärktchen hätten drogenabhängige Menschen ihre Geschichte erzählt, was unter den Mitbürger:innen zu einer deutlichen und wahrnehmbaren Sensibilisierung solcher Schicksale geführt habe.

 

Frau von Stritzky betont, die Nachbarschaftsinitiative habe im Quartier viel Gutes bewirkt. Allerdings gebe es weiterhin Probleme mit der Drogenszene. Demnach sei eine Verlagerung in den Wohlerspark festzustellen, weshalb der Präsenz der Polizei und der Stadtreinigung nicht abebben dürfe und ordnungspolitische Maßnahmen weiterhin aufrechterhalten werden müssten.

 

Frau Alsen merkt an, das Amt sei für die nach wie vor bestehende Drogenproblematik im Quartier sensibilisiert und stehe hierzu im regelmäßigen Austausch mit allen relevanten Akteur:innen.

 

 


Anlagen
Präsentation Nachbarschaftsnetzwerk Bertha von Suttnerpark (2561 KB)

Ö 6

Halbjährliche Berichte über die Personalsituation und - veränderungen sowie zu Überlastungsanzeigen in der Abteilung Integrierte Stadtteilentwicklung des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung Sachstandsbericht des Amtes

Frau Alsenberichtet, alle Stellen in der Abteilung Integrierte Stadtteilentwicklung des Fachamtes Stadt- undLandschaftsplanung seien besetzt. Von den insgesamt 14 Stellen seien die überwiegende Zahl Teilzeit- und nur wenige Vollzeitstellen. Fünf Stellen befassten sich mit der sozialen Erhaltungsverordnung und unterstützen die Arbeit in den RISE-Projekten, sieben Stellen seien für klassische RISE-Themen zuständig, die anderen fielen in den Bereich Controlling.

 

 

 

Ö 7

Stadtteilhaus Lurup – künftiger Standort Sachstandsbericht des Amtes (Angemeldet von der Fraktion DIE LINKE)

Angemeldet von der Fraktion DIE LINKE. Der TOP wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.

 

Frau Benkert führt ein, es herrsche aktuell eine große Unsicherheit über den zukünftigen Standort des Stadtteilhaus Lurup, da es Mutmaßungen gebe, dass die Auferstehungskirchengemeinde, die für den neuen Standort des Stadtteilhauses vorgesehenen Flächen für Wohnungsbau nutzen wolle.

 

Frau Alsen führt aus, das Amt teile die von Frau Benkert vorgetragenen Sorgen. Derzeit berate das Amt gemeinsam mit der Behörde für Stadtteilentwicklung und Wohnen und der Gebietsentwicklerin über einen geeigneten neuen Standort für das Stadtteilhaus Lurup. So werde die Ertüchtigung der Gemeinderäume genauso in Erwägung gezogen, wie ein neuer Standort auf dem Gelände des SV Lurup. Allerdings sei derzeit nicht klar, aus welchen Mitteln der neue Standort finanziert werden könne. Auf Nachfrage von Frau Benkert informiert sie, der jetzige Standort im Gemeindehaus der Ev.-Luth. Auferstehungskirchengemeinde sei eine auf zwei Jahre begrenzte Zwischenlösung.

 

Auf Nachfrage von Frau Miedza kündigt Frau Alsen an, das Thema Bornmoorwiese in der kommenden Sitzung des RISE-Ausschusses zu beraten.

 

 

Ö 8

Aufstockung der Mittel des Bundes für die Städtebauförderung 2027 Sachstandsbericht des Amtes (Angemeldet von der Fraktion DIE LINKE)

Angemeldet von der Fraktion DIE LINKE. Der TOP wirdvor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.

 

Frau Alsen berichtet, im Jahr 2029 würden die Mittel für die Städtebauförderung deutlich erhöht.Die zusätzliche Mittel könnten dann u.a. für die Aufstockung von Stellen in der Abteilung Integrierte Stadtteilentwicklung (SL 4) verwendet werden. Sie betont, auch mit den gegenwärtig vorhandenen Mitteln sei SL 4 auskömmlich.

 

Frau Hubert moniert, dass hauptsächlich investive Mittel bereitgestellt würden, wodurch konsumtive Bedarfe nicht genügend Berücksichtigung fänden.

 

 

Ö 9 - 22-2124

Maßnahmen zur Stärkung der Erneuerbaren Energien und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum Antrag der Fraktion GRÜNE (NEUFASSUNG der Tischvorlage aus der Sitzung vom 11.03.2026) (Beratungsbedarf der Fraktion DIE LINKE aus der Sitzung vom 11.03.2026)

Vor Eintritt in die Tagesordnung wird zur Drucksache 22-2124 eine Neufassung (Tischvorlage, s. Anlage) neu aufgenommen. 

 

 

Frau Licari zieht den Antrag für die Fraktion GRÜNE zurück.


Anlagen
Tischvorlage zur Drucksache 22-2124 Antrag Fraktion GRÜNE (1002 KB)

Ö 10

Mitteilungen

Ö 10.1 - 22-2078

Mehr Grün für Lurup! Ersatzpflanzungen in der Luruper Hauptstraße zügig durchsetzen! Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.02.2026

Frau Stamm kritisiert, es sei unbefriedigend, dass die Mitteilungsdrucksache keine Rückmeldung des Amtes enthalte.  

 

 

Der Ausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.

Ö 10.2

Einsatz der Mittel der Altonaer Sicherheitskonferenz im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung in 2026 Mitteilungsdrucksache des Amtes

 

Aufgrund der fehlenden Drucksache zum vorliegenden TOP wird dieser auf die kommende Sitzung vertagt.

 

Ö 10.3 - 22-2141

Bürgerhaus Bornheide Mitteilungsdrucksache zum Beschluss des Hauptausschusses vom 09.04.2026

Der Ausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.

Ö 11

Verschiedenes

Herr Seibel berichtet, Betreiber:innen einer Tauschbox in der Virchowstraße/ Ecke Chemnitzstraße hätten sich an seine Fraktion gewandt und darum gebeten, dass sich die Bezirkspolitik bei der Stadtreinigung Hamburg dafür einsetzt, dass der Müllabtransport künftig wieder gewährleistet würde.

 

Frau Alsen sichert zu, dass das Amt dem Thema nachgehe.

 

 

N 12

Mitteilungen

N 13

Verschiedenes