Frau Hubert begrüßt Frau Johannsen als neues Ausschussmitglied und weist sie auf ihre Pflichten, die sich aus dem Bezirksverwaltungsgesetz ergäben, insbesondere die Pflicht zur Verschwiegenheit, hin.
Die Wahl des stellvertretenden vorsitzenden Mitglieds wird auf Wunsch der Fraktion GRÜNE in die Sitzung am 14.01.2026 vertagt.
Es sind keine Fragen eingereicht worden.
Eine Vertretung von HausDrei, Stadtteilzentrum in Altona e.V. stellt das HausDrei mithilfe einer Präsentation vor und betont, das Gebäude sei ehemals Teil eines Krankenhauses gewesen. Eine Hausbesetzung im Zuge der Graswurzelbewegung der 1970er Jahre habe den Abriss verhindert. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich das Stadtteilzentrum zunehmend professionalisiert und biete heute u.a. offene Kinder- und Jugendarbeit an, die über den Landesjugendplan finanziert werde. Grundsätzlich würden für den Betrieb des Hauses sowohl öffentliche als auch private Drittmittel eingeworben. Einnahmen würden besonders durch Flohmärkte generiert. Die Belegschaft bestehe aus Voll- wie Teilzeitkräften, Minijober:innen und Honorarkräften.
Frau Hubert bedankt sich für die Vorstellung und die Arbeit des HausDrei und stellt fest, dass die Angebote sehr zu begrüßenseien.
Frau Untiedt, (Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen (HÖB)), und Frau Momic stellen das Konzept FlexiBib+ und die Machbarkeitsstudie für den Standort in Lurup mithilfe einer Präsentation (Anlage) vor. Dabei heben sie, auch auf Nachfragen von Ausschussmitgliedern, folgende Punkte hervor:
Frau Werdung merkt an, der neue Standort sei ein Gewinn für Lurup. Allerdings seien Bücherhallen unter anderem auch ein sozialer Raum, zu dem Personal dazugehöre.
Frau Topcu berichtet, FlexiBib-Standorte seien während der Öffnungszeiten ohne Personal viel ruhiger als während der regulären Öffnungszeiten mit Personal. Ein Sicherheitsproblem bestehe nicht. Die FlexiBib-Nutzung sei eine begrüßenswerte Erweiterung der Öffnungszeiten.
Herr Duong erkundigt sich, ob es Umfragen oder negative Erfahrungen gäbe, die jetzt bei der Neueinrichtung der FlexiBib+ berücksichtigt würden.
Eine Vertretung der Borner Runde bemerkt, dass die Gebühren wie z.B. die für Vormerkungen für die erwartete Besucherschaft sehr hoch sein.
Der TOP wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.
Frau Alsen betont eingangs, theoretisch seien viele Nutzungsideen für die Schulkate Lurup denkbar. Notwendig sei ein Nutzungskonzept mit einer nachhaltigen Finanzierung. Dies habe das Amt auch der Initiative Schulkate Lurup kommuniziert. Dies vorangestellt kämen verschiedene Töpfe zur Finanzierung in Frage.
Frau Merger (Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG)) erläutert die Position des LIG zum Thema Ankauf der Schulkate Lurup. Im Jahr 2022 habe der Prüfprozess zum Ankauf der Schulkate gemeinsam mit der Sprinkenhof GmbH stattgefunden. Die Prüfung habe ergeben, dass dieser nicht wirtschaftlich sei. Der Eigentümer habe unerfüllbare Vorstellungen. Wenn aber ein Bedarfsträger wie z.B. der Bezirk Altona ein Nutzungskonzept vorläge und einen entsprechen Auftrag zum Ankauf erteile, könne der LIG als Dienstleister erneut tätig werden.
Herr Duong berichtet, dass das Gebäude marode und das Grundstück in einem chaotischen Zustand sei. Weiterer Verfall drohe. Er erkundigt sich, welche Möglichkeiten bestünden, das Gebäude vor einem weiteren Verfall zu schützen und Sicherheit auf dem Gelände herzustellen.
Herr Boettger gibt zu bedenken, welche Mieteinnahmen mit einem Nutzungskonzept erwirtschaftet werden müssten, damit die Kaufprüfung positiv ausfalle. Bei einer früheren Prüfung durch das Amt für Denkmalschutz habe dieses keinen Handlungsbedarf für eine Sicherung gesehen. Er spricht sich ausdrücklich für einen Ankauf des Gebäudes aus.
Frau Merger ergänzt, es könnten keine genauen Angaben zur notwendigen Höhe der Mieteinnahmen gemacht werden. Dies müsse gemeinsam mit der Sprinkenhof GmbH geprüft werden. Gemäß der Landeshaushaltsordnung sei der LIG verpflichtet Mieteinnahmen zu generieren. Diese richteten sich nach dem Bodenwert.
Frau Stamm hebt hervor, dass die Schulkate ein Identifikationsort für Lurup sei. Als solch ein historischer Ort müsse sie erhalten bleiben. Beim derzeitigen Verfall sei zu befürchten, dass der Eigentümer der Schulkate dies wissentlich geschehen lasse. Sie erkundigt sich, ob das Amt für Denkmalschutz involviert werden könne.
Frau Alsen merkt an, dass das Bezirksamt regelmäßig mit dem Amt für Denkmalschutz zu diesem Fall im Austausch stehe. Dies könne auch nach dieser Sitzung wieder erfolgen.
[Nachtrag des Amtes zu Protokoll:
Stellungnahme des Denkmalschutzamtes:
Es gab Ende September einen Termin zwischen dem Eigentümer, dem Architekten und dem Denkmalschutzamt. Ziel war es, die Fassadengestaltung hinsichtlich der Fensterteilung der derzeit fehlenden Wand zu besprechen sowie Sicherungsmaßnahmen für den Winter festzulegen.
Derzeit wartet das Denkmalschutzamt auf die Rückmeldung des Architekten zu einem neuen Entwurf sowie auf den Nachweis der Sicherungsmaßnahmen.
Das Haus ist im Inneren im Rohbauzustand. Da aber ohnehin nur noch die Holzkonstruktion sowie Teile der Umfassungsmauern erhalten sind, ist dies für das Denkmal unproblematisch. Das Gebäude hat ein neues Reetdach und Planen zur Sicherung gegen die Witterungseinflüsse.]
Frau Werdung gibt zu bedenken, dass die Wirtschaftlichkeit als Maßstab nicht zielführend sei, da eine Nutzung der Schulkate durch eine soziale Einrichtung gewünscht sei. Der medialen Berichterstattung sei zu entnehmen, dass eine Kindertagesstätte geplant sei.
Frau Alsen wirft ein, eine Kindertagesstätte sei hier nicht einfach zu realisieren.
Herr Dr. Glau erläutert, die Diskussion um die Schulkate laufe seit vielen Jahren. Er hoffe auf eine Nutzung im Rahmen der Science City Hamburg Bahrenfeld. Der Kauf müsse getrennt betrachtet werden von einer potenziellen Nutzung und dem baulichen Zustand. Der Bezirk hätte vormals Maßnahmen zur Instandhaltung von Gebäuden getroffen und diese den Eigentümer:innen in Rechnung gestellt. Er bitte das Amt zu klären, ob eine Ersatzvorname rechtlich möglich sei. Auf den Vorschlag von Frau Miedza, Initiativen bei der Entwicklung eines Nutzungskonzepts zu unterstützen, erwidert er, das Luruper Forum sei gut informiert und arbeite seit Jahren mit der Initiative Schulkate Lurup zusammen. Es sei nicht viel erreicht worden.
[Nachtrag des Amtes zu Protokoll:
In Abstimmung mit der Prüfabteilung wurde folgende Einschätzung getroffen:
Eine Ersatzvornahme ist durch das Bezirksamt nicht möglich, da hierfür keine rechtliche Grundlage und keine Zuständigkeit besteht. Maßnahmen der Baustellensicherung fallen in die Zuständigkeit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (Amt Bauordnung und Hochbau). Für den Erhalt des Gebäudes als Denkmal ist die Behörde für Kultur und Medien (Denkmalschutzamt) zuständig. Das Bezirksamt verfügt daher über keine rechtliche Handhabe.]
Frau Hubert regt an, im Rahmen des Luruper Forums Konzeptideen zu erarbeiten. Sie schlägt vor, zum Luruper Forum diesbezüglich Kontakt aufzunehmen.
Frau Stamm merkt an, dass sich das Luruper Forum in seinen Sitzungen regelmäßig, so auch kommende Woche, mit dem Fall befasse.
Der TOP wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.
Frau Hampe und Herr Penning stellen die Planungen für ein Cafè Digital in Osdorf anhand einer Präsentation (Anlage) vor.
Frau von Stritzky lobt das Konzept und hebt hervor, dass es sinnvoll sei, hier kooperativ zu arbeiten. Die Jobcenter seien in der Pflicht, Menschen zu erreichen, denen die digitale Teilhabe erschwert sei.
Eine anwesende Bürgerin erklärt, dass der Standort im Born Center neben der Bücherhalle sehr gut zugänglich sei, der mögliche Standort im Bürgerhaus Bornheide hingegen nicht so gut auffindbar sei.
Herr Böhnert gibt an, dass der Staat in der Bringschuld sei, die Digitalisierung an die Kunden heranzutragen.
Frau Werdung lobt das vorgestellte Projekt ebenfalls und erkundigt sich, wie sich die Belegschaft des Cafés zusammenstellen solle und ob z.B. auch Sozialarbeitende eingebunden würden. Sie erkundigt sich zudem, ob die Jobsuche im Fokus des Konzepts stehe, oder auch Jugendliche mitgedacht sein. Zudem stelle sich die Frage, wie mit möglichen Konflikten umgegangen werden solle.
Auch Frau Johannsen schließt sich dem Lob des Projektes an. Sie gibt zu bedenken, dass viele potenziellen Kunden aus Lurup kämen und es keine direkte Buslinie zwischen Osdorf und Lurup gäbe. Sie regt einen zusätzlichen Standort in Lurup an.
Frau Alsen merkt an, dass noch viele Fragen mit den Betroffenen vor Ort erörtert werden müssten. Das Fachamt Sozialraummanagement sei mit der Umsetzung beauftragt und erhalte auch Geld aus Mitteln des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung.
Herr Penning geht auf die gestellten Fragen ein und erläutert, dass zu den ehrenamtlichen Angeboten für Senioren keine Konkurrenz hergestellt werden solle, sondern die bestehenden Angebote ergänzt werden sollten. Das Jobcenter werde die Räume an drei Tagen in der Woche nutzen, an zwei weiteren Tagen solle dies von anderen Trägern vor Ort übernommen werden. Diese sein dafür gut aufgestellt.
Frau Hampe ergänzt, im Fokus stehe ein Bildungsangebot zur Berufsqualifikation und Alltagsbewältigung über den Erwerb von digitalen Kompetenzen. Für die Bewohner:innen vor Ort seien diese und andere Einrichtungengut zu erreichen. Aktuell sei der nächste Standort das Café Digital am Hauptbahnhof. Die Grundfinanzierung solle aus dem Quartiersfonds gezahlt werden.
Herr Boettger erkundigt sich, welches Einzugsgebiet der Standort bedienen solle. Er spricht sich außerdem für eine intensive Werbung mit Flyern und Plakaten für den Standort aus.
Die Drucksache 22-1546 wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.
Eine Vertretung der Johann Daniel Lawaetz-Stifung (Lawaetz-Stiftung) stellt die Drucksache mithilfe einer Präsentation vor (Anlage).
Vertreter:innen verschiedener Fraktionen sprechen Ihr Lob aus und bedanken sich für die geleistete Arbeit.
Herr Boettger erkundigt sich, wie die dreimonatige Lücke in der Fortführung der Gebietsentwicklung überbrückt werden solle. Die Diakonie stünde hierfür zur Verfügung. Ihr entstünden für die Übernahme der drei Monate Kosten von 600 Euro. Ein Schwerpunkt der nächsten vier Jahre müsse die Klimaanpassung und die Schaffung eines Trinkwasserbrunnens sein.
Frau Werdung merkt an, es gebe nicht ausreichend Projekte, die sich ausschließlich an Jugendliche richteten. Weiter bringt sie vor, dass die Klimaprojekte aus der Unzufriedenheit der Bürger:innen gegenüber dem Bezirk entstanden sein. So fragten diese sich beispielsweise, warum die Instandsetzung der Fassade des Bürgerhauses nicht schneller zu bewerkstelligen sei.
Frau Alsen fasst zusammen, dass die in der Präsentation vorgestellten Projekte einen ersten Aufschlag darstellten, aber noch viel zu tun sei. Es könnten außerdem Projekte nachgemeldet werden. Konkret sei die Umsetzung der Klimafassade komplex. Jedoch lägen das Geld und die Strukturen nun vor und es könne und müsse jetzt an die Umsetzung gehen.
Eine Vertretung der Lawaetz-Stiftung ergänzt zusammenfassend, dass der Gesundheitstreff der Arbeiterwohlfahrt kaum Werbung mache und immer voll ausgelastet sei. Weiter gäbe es viele Projekte für Jugendliche. Die Inhalte hierzu könnten nachgereicht werden.
Der RISE-Ausschuss empfiehlt der Bezirksversammlung einstimmig, der Drucksache zuzustimmen.
Anlagen
Präsentation TOP 8 Zwischenbilanzierung Osdorf-Lurup (8427 KB)
Fortsetzung der Beratung vom 14.05.2025.
[Nachtrag des Amtes zu Protokoll:
Die Anregung, an der Calisthenics-Anlage ein Sonnensegel als Klimaanpassungsmaßnahme umzusetzen, wurde geprüft. Im Ergebnis wird die Umsetzung von der Abteilung Stadtgrün aufgrund negativer Erfahrungen in der Vergangenheit, insbesondere im Hinblick auf Vandalismus sowie Unterhaltung, nicht befürwortet. Allerdings erfolgt bei allen Maßnahmen bereits zu Beginn der Planung eine umfassende Prüfung klimatischer Rahmenbedingungen, insbesondere unter Berücksichtigung von Hitzeinseln, Starkregengefahrenkarten sowie weiterer relevanter Klimaanalysegrundlagen. Als Klimaanpassungsmaßnahme wurden am Rand der Calisthenics-Anlage neue Bäume gepflanzt.
Angrenzend an die Calisthenics-Anlage sollen auf Grundlage der Ergebnisse der bisherigen Beteiligung weitere Maßnahmen und deren Ko-Finanzierung zu RISE geprüft werden. Sobald konkrete Planungen vorliegen, werden die Gremien in den weiteren Verlauf eingebunden und die Bewohner:innen erneut beteiligt.]
Frau Alsen berichtet, dass sich die Personalsituation der Abteilung Integrierte Stadtentwicklung ab Januar 2026 verbessern werde.
Der TOP mit der Tischvorlage (Anlage) wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.
Frau Alsen stellt die Drucksache vor.
Frau Hubert stellt fest, die Erhöhung der Betriebskosten sei auf Gebührenerhöhungen durch städtische Betriebe zurückzuführen.
Der Ausschuss überweist die Beschlussempfehlung des Amtes einstimmig ohne Votum an die Bezirksversammlung.
Der Ausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.
Der Ausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.
Der Ausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.
Die Drucksache 22-1539 wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.
Der Ausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.
Frau Hubert bittet um einen Sachstand zum Spielhaus Fahrenort. Das Thema werde für die Tagesordnung der Sitzung am 14.01.2026 vorgesehen.
Auf Nachfrage von Frau Licari kündigt Frau Alsen an, der Ausschuss werde sich in der Sitzung am 14.01.2026 mit dem geplanten RISE-Gebiet Altona-Nord befassen. Im März 2026 solle dieses vom Leitungsausschuss beschlossen werden. Der Projektbeginn sei somit für den 01.04.2026 vorgesehen.