Protokoll
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 03.12.2025

Ö 1

Öffentliche Fragestunde

Es wurden Fragen eingereicht (Anlage), die sich auf den nicht-öffentlichen TOP 6 "Holstenquartier - Informationen zum aktuellen Stand" beziehen.

 

Frau Boehlich weist darauf hin, dass, sowie es rechtlich möglich sei, die Beratung auch demnächst öffentlich erfolgen werde. Es gebe ein öffentliches Interesse an dem TOP. Die Inhalte der eingereichten Fragen stellten sich den Ausschussmitgliedernselbst auch. Bisher könnten die Fragen vonseiten der Bezirkspolitik nicht beantwortet werden. Auf Nachfrage eines anwesenden Bürgers stellt sie klar, Quantum Immobilien AG (Quantum) und Hanse Merkur Versicherungsgruppe seien Stand heute die neuen Eigentümerinnen der Fläche, SAGA Unternehmensgruppe (SAGA) und Freie und Hansestadt Hamburg hingegen nicht. Es sei davon auszugehen, dass SAGA die Flächen, auf denen sie bauen werde, auch erwerbe. Die heutige nicht-öffentliche Beratung erfolge auf Wunsch von Quantum.

 

Herr Tredebekräftigt, es sei nur eine Frage der Zeit, wann die öffentliche Beratung in den nächsten Wochen erfolgen werde, schließlich handele es sich um ein Bebauungsplanverfahren.

 

Herr Mielke lobt die Fragen und stellt fest, bisher habe es nur eine Sprecher:innensitzung zum Thema gegeben. Wann eine öffentliche Befassung gelinge, hänge auch vom Vorhabenträger ab.

 

Frau Benkert betont, wie wichtig die transparente Klärung der zum Holstenquartier eingereichten Fragen sei und bedauert, dass TOP 6 nur nicht-öffentlich beraten werden nne. Es sei unklar, wie die Eigentumsverhältnisse seien und welche Förderwege für den Wohnraum vorgesehen seien, welche Inhalte der Letter of Intent habe und inwiefern die SAGA eingebunden sei. Die Inhalte des Volksentscheids zum Thema Klimaziele müssten beachtet und die historischen Gebäude des Holstenquartiers erhalten werden. Ebenso offen sei die zukünftige Berücksichtigung der Baugemeinschaften sowie die bisher angedachte Schulerweiterung.

 

Herr Jebe schränkt ein, es sei vor allen Dingen zu begrüßen, dass das Verfahren weitergehe, es sei nur fraglich, bei welchem Schritt das Bebauungsplanverfahren wieder einsetzen werde.

 

Frau Hubert betont, sowohl der Geist der Vereinbarung mit den Initiativen als auch der geförderte Wohnungsbau müsse neben den Inhalten des Zukunftsentscheids bestmöglich umgesetzt werden. Die Schaffung einer möglichst großen Grünfläche sei vonnöten.

 

Herr Batenhorst stellt fest, der übliche Drittelmix oder ein wenig darüber hinaus sei ausreichend. Es sei verwunderlich, dass die Inhalte der Fragen dem Inhalt des Antrags der Fraktionen von DIE LINKE und Volt aus der Sitzung der Bezirksversammlung vom 27.11.2025 ähnele (Drucksache 22-1594).

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt die Fragen zur Kenntnis.


Anlagen
PlanA 03.12.2025 Fragen Öffentliche Fragestunde (964 KB)

Ö 2 - 22-1605

Alt-Osdorf gemeinsam weiterentwickeln – Zwischenbericht Mitteilungsdrucksache des Amtes

Herr Tresslhrt mithilfe einer Präsentation (Anlage) aus, die etwa 300 Ideen und Hinweise aus der Bevölkerung im Rahmen der Onlinebeteiligung seien teilweise sehr konkret und stadtteilkundig gewesen. Sie seien in der Drucksache nachlesbar und hätten neben Ideen zum Einzelhandel und Grünflächen einen Schwerpunkt bei Mobilitätsthemen verzeichnet, insbesondere zum Rugenbarg. Die teilweise übergeordneten vernetzten Mobilitätsthemen benötigten eine vertiefende Prüfung. Auch leerstehende Gebäude seien hinterfragt worden. Im folgenden ersten Quartal 2026 könne eine vertiefende Planungswerkstatt im bekannten und behrten Format vor Ort im Lise-Meitner-Gymnasium angeboten werden. Im Mittelpunkt solle dabei Rugenbarg-Zentrum mit seiner Lage entlang der Magistrale stehen. Die Ergebnisse der Werkstatt würden im Anschluss dem Stadtentwicklungsausschuss bzw. den zuständigen Fachausschüssen vorgelegt werden. Die Eigentümer:innen würden erst in einem nächsten Schritt vom Amt angesprochen werden.

 

Auf Nachfrage von Frau Koppke stellt er klar, das ursprünglich ins Auge gefasste Gebiet habe sich als zu klein erwiesen, insbesondere bei der Untersuchung der Wegebeziehungen.

 

Auf Hinweis von Frau Hubert verweist er auf die etwaigen Fördermöglichkeiten im Zuge der im Stadtteil Osdorf projektierten Maßnahmen innerhalb des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE).

 

Herr Batenhorst begrüßt die dargestellten Ergebnisse der Ideenwerkstatt, zieht aber in Zweifel, dass eine Hauptverkehrsstraße mit täglich 30.000 Fahrzeugen ein geeigneter Untersuchungsgegenstand sei. Er spricht sich gegen die Pflanzung von Bäumen auf Parkständen aus.

 

Frau Vornhagen lobt hingegen ausdrücklich den Untersuchungsgegenstand Rugenbarg-Zentrum und die Prüfung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30. Sie schlägt vor, die unterschiedlichen Themen der Beteiligung nicht nur im Stadtentwicklungsausschuss, sondern auch in den zuständigen Fachausschüssen zu beraten, etwa dem Mobilitätsausschuss. 

 

Herr Piotrowski stellt klar, im Rugenfeld sei teilweise bereits Tempo 30 auf dem weiteren Straßenverlauf des Rugenbargs aufgrund der Schulwege eingeführt. Eine Ausweitung auf den Rugenbarg sei zweifelsohne sinnvoll. Es solle mit einer zukünftigen Straßenraumgestaltung der Magistrale ein lebenswertes und ungefährliches Umfeld geschaffen werden. Eine Befahrung solle weiterhin möglich sein. Das Umfeld sei bisher sehr heterogen gestaltet. Die umfangreiche Arbeit des Amtes sei sehr lobenswert.

 

Herr Mielke stimmt dem zu. Die Beteiligung sei ein gelungenes Beispiel für eine Ideenfindung. Die zukünftige Schwerpunktsetzung und die Verteilung der Themen auf die Fachausschüsse sei zu begrüßen. Unter Umständen seien einige Ideen rasch umsetzbar.

 

Herr Schmuckall verweist auf die absehbaren Geschwindigkeitsverluste bei der Umsetzung, insbesondere bei teils nötiger Beteiligung der Fachbehörden. Für die sich beteiligenden Bürger:innen sei eine rasche Umsetzung geboten, was gerade im Mobilitätsausschuss in der Regel nicht gegeben sei.

 

Ein anwesender rgerregt an, die Konkurrenz im Bebauungsplanverfahren Osdorf 51 zum jetzigen, eher kleinen Lebensmitteleinzelhandel klein zu halten, um nicht den Bestand in Alt-Osdorf zu gefährden.

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.


Anlagen
Präsentation Alt-Osdorf Zwischenbericht (2617 KB)

Ö 3

Mitteilungen

Ö 3.1 - 22-1560

Quietschkurve reloaded: Upcycling Stern- und Schanzenbrücke 3.0 Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 25.09.2025

 

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.

Ö 3.2 - 22-1611

Stadt Schenefeld – 40. Änderung des Flächennutzungsplans / B-Plan Nr. 93 „Altonaer Chaussee / Holstenplatz“ Mitteilungsdrucksache des Amtes

Der TOP mit der Drucksache 22-1611 wird vor Eintritt in die Tagesordnung neu aufgenommen.

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.

Ö 4

Einführung von Redezeitkontingenten (Fortsetzung der Beratung vom 04.06.2025)

Fortsetzung der Beratung vom 04.06.2025.

 

Frau Boehlich stellt fest, die Einführung von Redezeitkontingenten sei derzeit nicht nötig.

Ö 5

Verschiedenes

Es gibt keine Wortmeldungen.

 

N 6

Holstenquartier – Informationen zum aktuellen Stand (Referierende: Vertretungen der Vorhabenträger)

N 7

Kirchenflächen Sachstandsbericht des Amtes

N 8

Mitteilungen

N 8.1

Paketboxen und Packstationen in Wohngebieten ermöglichen – praxisgerechte Lösung statt rechtlicher Sackgasse Mitteilungsdrucksache zum Beschluss des Hauptausschusses vom 16.10.2025

N 9

Verschiedenes