22-2635

Alte Steine, neue Wege – Wiederverwendung von Pflastersteinen und Baumaterialien im Altonaer Straßenbau stärken Antrag der SPD-Fraktion

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 22.10.2026 Bezirksversammlung Ö 8.4

Sachverhalt

Altonas Straßen und Plätze erzählen von der Geschichte seiner Stadtteile. Historisches Kopfsteinpflaster und Natursteinborde prägen vertraute Straßenbilder und machen Altona unverwechselbar. Wenn wir unsere Straßen sicherer und lebenswerter gestalten und Barrieren abbauen, sollen gut erhaltene Materialien auch künftig ihren Platz im öffentlichen Raum finden. Ihre Wiederverwendung verbindet den Erhalt gewachsener Stadtbilder mit einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Das Bezirksamt leistet hierzu bereits einen Beitrag. In der Mitteilungsdrucksache 21-4506.1 wird erläutert, dass geeignete Natursteinmaterialien und Ausstattungselemente auf dem Bauhof im Schulgartenweg eingelagert und bei passenden Neu- oder Umbaumaßnahmen erneut eingesetzt werden. Eine Erweiterung dieser Praxis bewertet das Amt grundsätzlich positiv. Zugleich verweist es auf die dafür erforderlichen zusätzlichen Flächen, den Bewirtschaftungsaufwand und die notwendige Abstimmung mit weiteren öffentlichen Akteuren.

Auch bei „freiRaum Ottensen“ ist die Wiederverwendung vorhandenen Kopfsteinpflasters bereits Bestandteil der Planung. In denkmalgeschützten Abschnitten sollen die Steine aufgenommen, außerhalb der Baustelle geschnitten und anschließend wieder eingebaut werden. Auf diesen Erfahrungen sollte nun aufgebaut werden, um eine stetige Wiederverwendung auch über einzelne Baumaßnahmen hinaus zu stärken.

Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt Altona gemäß § 19 BezVG gebeten,

  1. die Wiederverwendung geeigneter Pflastersteine, Natursteinborde, Gehwegplatten und weiterer Straßenbaumaterialien durch einen frühzeitigen Abgleich zwischen anfallenden Materialien, vorhandenen Lagerbeständen und dem Bedarf anderer Baumaßnahmen weiter zu stärken und die daraus folgenden Anforderungen an Ausbau, Aufbereitung und Zwischenlagerung in zukünftigen Planungen und Ausschreibungen zu berücksichtigen;
  1. auf Grundlage der Drs. 21-4506.1 und unter Berücksichtigung des aktuellen Umsetzungsstands zu ermitteln, ob und in welchem Umfang zusätzlicher Lagerbedarf besteht, und gegebenenfalls einen Vorschlag für dessen Deckung vorzulegen. Dabei sollen gemeinsam mit anderen öffentlichen Stellen nutzbare Kapazitäten, geeignete Flächen sowie der Personalbedarf und die Finanzierungsmöglichkeiten dargestellt werden;
  1. mit den anderen Hamburger Bezirksämtern einen regelmäßigen Austausch über verfügbare Bestände wiederverwendbarer Straßenbaumaterialien auf den Bauhöfen sowie den Bedarf an Materialien für anstehende Baumaßnahmen zu vereinbaren, sowie ein gemeinsames Verfahren zu entwickeln, wie möglichst unkompliziert und ohne größeren Verwaltungsaufwand Bedarfe möglicherweise auch aus Beständen anderer Bezirke untereinander gedeckt werden können;
  1. dem Mobilitätsausschuss über die Ergebnisse und die weiteren Umsetzungsschritte zu berichten.

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) wird gemäß § 27 BezVG gebeten,

  1. unter Einbeziehung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die projektübergreifende Wiederverwendung geeigneter Straßenbaumaterialien bei Maßnahmen in ihrer Zuständigkeit im Bezirk Altona zu stärken und mit dem Bezirksamt die gemeinsame Nutzung von Lagerkapazitäten, den Austausch geeigneter Materialien sowie die Zuständigkeiten und die Kosten abzustimmen.
Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
22.10.2026
Ö 8.4
Lokalisation Beta
Schulgartenweg
Stadtteile

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Themen Beta

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