Stellungnahme zum Antrag AfD betr. Mobilitätslabor an der TUHH
Letzte Beratung: 19.05.2021 Ausschuss für Mobilität und Inneres Ö 4
Unter der Federführung der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und in Zusammenarbeit mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) - vertreten durch das Institut für Verkehrsplanung und Logistik, der Hafencity Universität (HCU) - vertreten durch das Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung sowie der Hamburger Hochbahn wurde an der TUHH ein Mobilitätslabor entwickelt, das am 24. Oktober 2018 startete. Junge Hamburger können sich hier aktiv zu Themen der Verkehrswende einbringen. Zielgruppe sind zunächst Studierende aller Disziplinen. Eine mögliche Erweiterung auf Auszubildende sowie junge Familien ist angestrebt. Die Umsetzung des Mobilitätslabors wird in die Lehrpläne interessierter Universitäten und Hochschulen in Hamburg eingebunden. Der modulare Aufbau sieht auch die Durchführung von sogenannten Design Thinking Laboren und regelmäßigen Veranstaltungen vor. Hier haben die Teilnehmenden auch Gelegenheit, sich mit relevanten Akteuren aus dem Mobilitätsektor sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen auszutauschen. Die Ergebnisse des Mobilitätslabors sollen in die Weiterentwicklung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) einfließen sowie weitere Impulse für den ITS-Weltkongresses in 2021 bringen[1].
Der Auftrag zur Umsetzung eines Mobilitätslabors geht auf den Beschluss der Drucksache zur „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg“ in 2017 zurück (Drs. 21/9700). Das Mobilitätslabor sei eines der konkreten Projekte vor Ort, das einen Beitrag zum Bewusstseinswandel sowie die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft ermögliche, schreibt die Uni auf ihrer Homepage.
[1] https://intranet.tuhh.de/aktuell/pressemitteilung_einzeln.php?id=11806&Lang=de
Die Vorsitzende der Bezirksversammlung lädt einen Vertreter des Projektes in den Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr, um über das Projekt zu informieren.
Bezirksversammlung Harburg 15.04.2021
Der Vorsitzende
Die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke nimmt zu dem Antrag der AfD-Fraktion Drs. 20-4268 wie folgt Stellung:
Statusbericht Mobilitätslabor für den Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr
2018 initiierte die Umweltbehörde (aktuell BUKEA) die Gründung einer Arbeitsgruppe und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für das Projekt Mobilitätslabor Hamburg. Seit Februar 2019 kümmert sich die Koordinierungsstelle (50%-Stelle), angesiedelt am Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg, um die Umsetzung des Labors. Die Zielsetzung des Projektes liegt auf dem Erarbeiten eines neuen Blicks auf unterschiedliche Aspekte und Problemlagen im Themenfeld Mobilität (Bedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen u.a. Studierende und junge Erwachsene, Chancen und Herausforderungen neuer Technologien und alternativer Antriebe aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer und der Stadt u.w.m.) sowie auf der Unterstützung des Transformationsprozesses im Mobilitätsverhalten. Das Projekt bietet den Studierenden und jungen Erwachsenen einen Raum für den Mobilitätsdiskurs und die Möglichkeit die Stimmen einzubinden, die im akademischen und praktischen Kontext mit Mobilität in Berührung kommen.
In der ersten Projektphase (Februar 2019- September 2020) wurde das Mobilitätslabor an neun verschiedene Lernveranstaltungen und zwei Universitäten (TU Hamburg und HafenCity Universität) gekoppelt. Ein weiterer Partner – die Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit dem Studienschwerpunkt „Digital Engineering and Mobility“ konnte gewonnen werden. Ein Transfer der Ergebnisse der Studierenden findet im Rahmen der Abschluss- und Zwischenpräsentationen unter Beteiligung der Behördenvertreterinnen und Behördenvertreter statt. In Zusammenarbeit mit Hamburger Behörden (BUKEA, BVM, BWI) wird eine Themenliste mit die Stadt Hamburg betreffenden Themenfeldern fortgeführt. Zusätzlich wurden weitere Formate wie hochschulübergreifende Semesterauftaktveranstaltungen, eine Summer School zum Thema Radabstellmöglichkeiten für Hamburg im Sommer 2020, Design Thinking - Workshops erfolgreich getestet. Zudem informiert und sensibilisiert das Mobilitätslabor die interessierten Personen über die aktuellen mobilitätsrelevanten Themen der Stadt auf Instagram und auf der Projektwebseite (http://mobillab-hh.de, http://instagram.com/mobillab_hh)
Die Laufzeit des Projektes wurde 2020 um weitere zwei Jahre verlängert und die Koordinierungsstelle aufgestockt (auf jetzt zwei 50%-Stellen). Damit wird die weitere Vernetzung unterschiedlicher Hochschulen und Disziplinen aktiv gefördert, um so ein inter- und transdisziplinäres Arbeitsumfeld und einen diversen Austausch zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen neben den Studierenden und Professorinnen und Professoren weitere Bevölkerungsgruppen aktiv einbezogen werden, um dem Projekt in der breiten Öffentlichkeit mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und somit den Verhaltenswandel in der Mobilitätskultur der Hamburgerinnen und Hamburger zu fördern.
Geplante Projekte/Kooperationen des Mobilitätslabors für SoSe 2021
- Kooperation mit der Fakultät der Sozialwissenschaften der Universität Hamburg
- Fortführung des Projektes zu Radabstellmöglichkeiten für Hamburg
- Teilnahme an Cross Innovation Class 2021 (Hamburger Kreativgesellschaft) mit einer Challenge
- Kooperation mit ITS Kongress 2021 und HVV Schulprojekte
- Teilnahme an Challenges im Rahmen der ECIU University
- Ausbau des Wissenstransfers
gez. Heimath
f.d.R.
Wyzinski
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.
Keine Themen erkannt.
Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.