22-0808.01

Stellungnahme zu Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Fußweg am östlichen Ende des Baumpieperwegs beibehalten

Antwort / Stellungnahme des Bezirksamtes

Sachverhalt

Zwischen der Baustelle für die Fischbeker Höfe und den Terrassenhäusern auf der südlichen Seite des Baumpieperwegs hat sich ein ca. 50 Meter langer Trampelpfad gebildet. Er verbindet das östliche Ende des Baumpieperwegs mit dem in Ost-West-Richtung verlaufenden Fußweg durch das Quartier. Damit ist er für die Bewohner*innen des Baumpieperwegs die schnellste Verbindung zur Quartiersmitte mit Spielplätzen und Kita, zur Sporthalle mit Multifunktionsfeld, Tischtennisplatten und Outdoorsportgeräten, zum Ärztehaus, zur Fröbel-Kita, zur Bushaltestelle ‚Im Fischbeker Heidbrook Ost‘ sowie zu den Wanderwegen in der Fischbeker Heide. Folglich wird der Pfad rege benutzt.

Seitens des Investors der Fischbeker Höfe besteht die Bereitschaft, im Zuge der Baumaßnahmen an dieser Stelle auf seinem Grundstück einen ordentlichen Fußweg anzulegen, damit die Menschen in der Nachbarschaft ihre gewohnten Wegebeziehungen weiter nutzen können und nicht jedes Mal einige Hundert Meter Umweg in Kauf nehmen zu müssen.

Petitum/Beschluss


Die Verwaltung möge sich dafür einsetzen, dass in Zusammenarbeit mit dem Investor der Fischbeker Höfe am östlichen Ende des Baumpieperwegs ein Fußweg angelegt wird.

Über den Stand der Bemühungen möge der Regionalausschuss Süderelbe informiert werden.

FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

Bezirksamt Harburg

21. August 2026

Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Drucksache wie folgt Stellung:

Das Bezirksamt hat mit dem Bauherrn und Projektentwickler Kontakt aufgenommen und die Möglichkeit der Einrichtung eines öffentlichen Weges anstelle eines privaten Weges über das Grundstück Baumpieperweg 14 geprüft und abgewogen. Im Ergebnis wird das Bezirksamt keinen öffentlichen Weg einrichten. Hauptgrund ist, dass die einem Gehweg dort zur Verfügung stehende Breite den Minimalanforderungen an Verkehrs- und soziale Sicherheit im öffentlichen Raum nicht genügen würde.

Der Bauherr war grundsätzlich bereit, einen Teil seines Grundstücks an das Bezirksamt abzugeben, was er auch bereits der Presse bekanntgegeben hat. Eine auskömmliche Breite für Begegnungsverkehr und Beleuchtung konnte jedoch leider nicht in Aussicht gestellt werden. Durch den bereits abgeschlossenen Bau eines Müllplatzes und die Anpflanzung von Hecken wurden bereits Fakten geschaffen, die dem entgegenstehen. Es würde ein enger und schlecht einsehbarer Stichweg entstehen, der sich für die Widmung eines sicheren, öffentlichen Weges nicht eignet.

Aus Sicht des Bezirksamts wäre allerdings die Aufrechterhaltung einer privaten Wegeverbindung wünschenswert. Hierfür könnten die Eigentümerinnen und Eigentümer des Baumpieperwegs 14 Fußgängerinnen und Fußgängern die Überquerung des Grundstücks erlauben und weiterhin ermöglichen. Ein rechtlich durchsetzbarer Anspruch darauf besteht jedoch nicht – es wäre ein rein freiwilliges Angebot. Nach Auskunft des Bauherrn ist jedoch, im Gegenteil, die Unterbindung von Grundstücksquerungen durch eine physische Barriere vorgesehen.

Carstensen

Lokalisation Beta
Im Fischbeker Heidbrook Baumpieperweg

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