Gemeinsamer Antrag SPD Volt Tech City Hamburg-Harburg wird Realität
Mit der Weiterleitung der Senatsdrucksache Nr. 2026/02062 vom 02.09.2026 in den Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft auf der Sitzung vom 30. September 2026 ist der Start der Tech City Hamburg-Harburg jetzt offiziell erfolgt.
Die Tech City Hamburg-Harburg wird das neueste der Hamburger Innovationsquartiere. Wie mit der Senatsdrucksache beschrieben, soll mit den Schwerpunkten in den Fokusräumen Binnenhafen, Schlachthofstraße und Am Radeland mit der Tech City mit engem Bezug zur TUHH als wissenschaftlichem Anker eine Vernetzung von Forschungseinrichtungen, privaten Initiativen, Startups, Scaleups und innovativen Unternehmen mit Bezug zum starken industriellen Kern Harburgs entstehen. Das Ziel ist es, mit dem stark technologieorientierten Profil der Tech City die Hamburger Innovationslandschaft zu stärken und Harburg als wichtigen Industrie- und Innovationsstandort zukunftsfähig zu gestalten. Dafür soll in Harburg für etablierte und neue Unternehmen die Grundlage für hervorragende Rahmenbedingungen für innovative Vorhaben geschaffen werden. Dabei sollen alle Unternehmensentwicklungsphasen von der Gründung über die Etablierung bis hin zur Skalierung, d.h. ggf. Bis zur Produktion unterstützt werden.
Zudem soll die Tech City auch als Forschungs- und Lernort weiterentwickelt werden und damit überregional herausragende WissenschaftlerInnen angeworben werden.
Die Ziele der Tech City Harburg konzentrieren sich auf die Transformation des Hamburger Südens in ein führendes, international wettbewerbsfähiges Innovationsquartier. Durch die enge Verknüpfung von Spitzenforschung, technologieorientierter Wirtschaft und urbanem Leben verfolgt das Großprojekt verschiedene strategische Ziele:
Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
• Wissenstransfer beschleunigen
• Durch die Bereitstellung von Co-Working-Spaces, Laborflächen und Gründerberatung (u.a. über die Tutech Innovation GmbH) soll die Region für Ausgründungen und forschungsnahe Start-ups hochgradig attraktiv werden.
Nachhaltige Flächen- und Strukturentwicklung
• Transformation von Industriebrachen
• Erschließung von 80 Hektar: Entlang der Achse von der A7 (Bostelbek) bis zur A1 (Neuland) entsteht ein zusammenhängender Innovationsraum
Technologische Marktführerschaft in Schlüsselbranchen
• GreenTech & Nachhaltigkeit: Entwicklung von Technologien zur Bewältigung des Klimawandels und Dekarbonisierung der Industrie.
• Künstliche Intelligenz & Robotik: Verankerung von Spitzenkompetenzen in Data Science, Automatisierung und intelligenten Systemen.
• Etablierung eines Schwerpunkts für innovative Lebensmitteltechnologien.
• Maritime & Luftfahrtsysteme
Regionale Vernetzung und Lebensqualität
• Die Tech City soll als Innovationsmotor und Bindeglied zwischen der Hamburger City und den angrenzenden Landkreisen in Niedersachsen fungieren.
• Es wird ein lebendiges Quartier angestrebt, das Arbeiten, Forschen und Wohnen miteinander vereint, um internationale Fachkräfte und Talente langfristig an den Standort Harburg zu binden.
Keimzelle bzw. funktionaler Kern der Tech City soll das Freudenberger-Areal werden.
Bei einer solchen Entwicklung ist die Einbeziehung der regionalen Interessengruppen besonders wichtig, weshalb nicht nur die TUHH, sondern auch die Süderelbe AG und die TuTech besonders wichtig, um die lokalen Besonderheiten zu berücksichtigen. Außerdem wird ein Beirat gebildet, in dem weitere lokale Organisationen wie der Wirtschaftsverein Harburg e.V., Harburg Marketing e.V., hit-Technopark GmbH & Co. KG der Lenkungsgruppe der Tech City beratend zur Seite stehen sollen.
Gesteuert werden soll die Tech City durch ein Tech City Office (TCO), in dem die TUHH, die Süderelbe AG und die TuTech federführend sind und das in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Harburg agieren soll. Für das TCO wird als Anlaufstelle eine Geschäftsstelle im Quartier eingerichtet und betrieben werden. Hierfür stellt die FHH insgesamt Mittel in Höhe von Euro 4,5 Mio. Für die ersten 5 Jahre zur Verfügung.
Da die Absicht besteht, in den 3 Fokusräumen Sondergebiete für Innovation zu entwickeln, werden auch entsprechende Planverfahren im Bezirk zur Herstellung eines entsprechenden Planrechts erforderlich werden, was die Einbeziehung der Bezirksversammlung erfordert. Darüber hinaus ist allerdings eine formale Beteiligung der Bezirksversammlung und ihrer Gremien im weiteren Entwicklungsprozess nicht explizit beschrieben.
Die Tech City Hamburg Harburg ist ein großer Sprung und bietet große Chancen für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung Harburgs.
1. Die Bezirksversammlung begrüßt die Entscheidung des Senats, den Binnenhafen und die angrenzenden Bereiche Harburgs zum neuen Innovationsquartier Tech City Hamburg-Harburg zu entwickeln und so den Wissenschafts- und Innovationsstandort Harburg zu stärken und mit der Konzentration auf die gesamten Entwicklungsphasen von Unternehmen neue wirtschaftliche Perspektiven in Harburg zu eröffnen.
2. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich gegenüber der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) für eine regelhafte Information und ggf. Beteiligung der Bezirksversammlung und seiner Gremien auch über die gesetzlich vorgesehene Beteiligung bei der Aufstellung und Änderung von Bebauungsplänen hinaus bei der Entwicklung der Tech City Hamburg-Harburg einzusetzen.
3. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird in Ergänzung der Drucksache 22/1549 gebeten, auskunftsfähige VertreterInnen der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) in den Stadtentwicklungsausschuss einzuladen, um über die Struktur, die aktuelle Konzeptstudie IQH, die nächsten Schritte und Planungen zur Entwicklung der Tech City Hamburg Harburg und die zeitlichen Abläufe zu berichten. Der Ausschuss für Haushalt, Wirtschaft und Wissenschaft (HWW) ist beizuladen.
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