Antwort zur Anfrage gem. §27 BezVG der GRÜNEN-Fraktion betr. Welche Verbesserungen des Fahrplanangebotes im Bereich Neuenfelde/Cranz, für die Busse 150 sind zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 umgesetzt worden?
Letzte Beratung: 11.02.2020 Hauptausschuss Ö 7.14
Die Stadt Hamburg möchte den Umstieg auf den ÖPNV fördern. Gerade in den eher ländlich geprägten Regionen des Süderelberaum ist dies ebenfalls erwünscht. Im Umfeld Neuenfelde Cranz ist der Bus 150 die beste Möglichkeit, in die Stadt zu gelangen. Entweder direkt oder über den Anschluss zur Fähre.
Tagsüber ist das Busangebot des 150 gut, abends ist die teilweise Führung der Busse lediglich bis Airbus jedoch ein permanentes Ärgernis. Das Angebot ist dadurch so ausgedünnt, dass bei Abendterminen in der Stadt die Entscheidung pro Auto fällt. Dies ist nicht im Sinne einer klimafreundlichen Mobilität.
Hinzu kommt, Neuenfelde wächst und wird auch in den nächsten Jahren durch mehrere Bauprojekte an der Hasselwerder Strasse und am Nincoper Deich noch weiter wachsen. Zusätzlich zu berücksichtigen sind auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft am Neuenfelder Fährweg, die alle auf den Bus 150 angewiesen sind. Eine gute Busverbindung bis zur Endstation ist dafür unerlässlich.
Bezugnehmend auf die Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gem. § 27 BezVG auf die Anfrage der Grünen Drs. 20-4510 fragen wir die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation:•
1. Wieso werden die Busse mit Abfahrt Mo-Fr. in Altona um 18:17, 18;47, 19:17, 21:46 und 22:28 immer noch nicht bis zur Endhaltestelle Cranz/Estebogen geführt?
2. Wieso werden die Busse mit Abfahrt Sa in Altona um 21:38, 21:52 und 22:54 immer noch nicht bis zur Endhaltestelle Cranz/Estebogen geführt?
3. Wieso werden die Busse mit Abfahrt So in Altona um 21:56, 22:29 und 23:16 immer noch nicht bis zur Endhaltestelle Cranz/Estebogen geführt?
4. Inwiefern wird darüber nachgedacht, die Nachtbusse in der Nacht von Fr auf Sa sowie von Sa auf So ebenfalls bis zur Endhaltestelle Cranz/Estebogen zu führen?
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende 29.01.2020
Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nimmt zu der Anfrage der GRÜNEN-Fraktion (Drs. 21-0415) wie folgt Stellung:
Mit den Angebotsoffensiven zu den Fahrplänen 2019 und 2020 sind die größten Leistungserweiterungen in der Geschichte der Hamburger Verkehrsverbund GmbH umgesetzt worden. Die Zielsetzung, mit einem dichten und verlässlichen Angebot mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen, ist ein langfristiges, über einen Zeitraum von zehn Jahren angelegtes Großvorhaben („Hamburg-Takt“). Die jetzt realisierten Maßnahmen stellen sowohl wegen der erforderlichen Vorbereitungen und Planungen, als auch hinsichtlich der Fahrzeugbeschaffung und der Rekrutierung des Personals eine große Herausforderung für die Verkehrsunternehmen dar. Insofern kann die beabsichtigte Leistungsverdichtung im Gesamtnetz nur sukzessive umgesetzt werden. Vorrang hatten dabei vor allem Maßnahmen in Bereichen, in denen Kapazitätsengpässe oder Optimierungsbedarfe bestehen oder möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von Verbesserungen oder neuen Angeboten profitieren können.
Zu 1. - 3:
Aktuell wird der für ländlich strukturierte Gebiete Hamburgs geltende Standard durch das bestehende Angebot der Stadtbuslinie 150 auch in den Tagesrandlagen erfüllt. Daher ist derzeit nicht geplant, die jeweils genannten Fahrten über ihren gegenwärtigen Endpunkt hinaus in Richtung Cranz zu verlängern.
Zu 4.:
Für Neuenfelde besteht bereits ein Angebot im Nachtverkehr am Wochenende mit der Stadtbuslinie 257, das die Bevölkerungsschwerpunkte im Stadtteil besser erreicht. Ab dem Endpunkt Alter Fährweg (Kehre) ist über das Alte Estesperrwerk auch Cranz fußläufig in etwa 6 bis 12 Minuten erreichbar.
Gez. Heimath
f.d.R. Martens
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