21-0988.01

Antwort Anfrage DIE LINKE betr.: Sozialarbeiter/innen an Harburgs Schulen

Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG

Letzte Beratung: 12.01.2021 Hauptausschuss Ö 2.9

Sachverhalt


Laut einer 2019 veröffentlichten Studie, die Belastungen von Lehrpersonen untersuchte,
empfinden die Befragten ihren Beruf als überdurchschnittlich belastend. Die Befragten
fühlen sich ebenfalls überdurchschnittlich gestresst.
Dabei wird in der Kategorie Rahmenbedingungen angeführt, dass Stress vor allem dem
Mangel an Unterstützungspersonal für die psychosoziale (und administrative Arbeit)

geschuldet ist (unter Anderem).

Deshalb fragen wir die Behörde für Schule und Berufsbildung:
1. Wie viele Stellen sind für Sozialarbeiter/innen an den Schulen im Bezirk Harburg vorgesehen?
2. Wie viele davon sind besetzt?
3. Wie viele Arbeitsstunden sind für die jeweiligen Stellen vorgesehen?
Bitte jeweils aufgelistet und aufgeschlüsselt nach Schulform (Gymnasium, Stadtteilschule,
Grundschule)

BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG

Der Vorsitzende

Die Behörde für Schule und Berufsbildung nimmt zu der Anfrage der DIE LINKE-Fraktion (Drs. 21-0988) wie folgt Stellung:

Den allgemeinbildenden Schulen werden Lehrkräfte, pädagogisch-therapeutisches Fachpersonal (PTF) und nicht-pädagogisches Personal zugewiesen. Die PTF-Zuweisung an Grundschulen, z. B. für den Ganztag, erfolgt regelhaft in der Profession Erzieher. Stadtteilschulen hingegen werden regelhaft Sozialpädagogen zugewiesen - insbesondere für den Ganztag und für Schulsozialarbeit. Darüber hinaus haben Schulen die Möglichkeit, zugewiesene Lehrerstellenanteile in anderes Personal umzuwandeln. Auch hier erfolgen an Grundschulen Umwandlungen in Erzieher und an weiterführenden Schulen in Sozialpädagogen. Dies führt dazu, dass insbesondere Stadtteilschulen eine hohe Zuweisung an Sozialpädagogen haben, während diese an Grundschulen nur vereinzeln zugewiesen werden. Gymnasien erhalten eine Sozialpädagogenzuweisung, wenn sie eine entsprechende Umwandlung von Lehrerstellenanteilen beantragt haben oder bei spezifischen Ganztagsformen. Dies führt dazu, dass an Gymnasien nur vereinzeln Sozialpädagogen zugewiesen werden.

Um die Schulqualität zu verbessern und die mit dem Schulentwicklungsplan verbundenen Veränderungen gut zu organisieren, bekommen besonders große und besonders kleine Stadtteilschulen und Gymnasien zukünftig eine zusätzliche Abteilungsleitung.

Darüber hinaus wird die Schulbehörde im Rahmen der Vereinbarungen zum Schulstrukturfrieden allen Schulen mit mehr als 500 Schülerinnen und Schülern sowie allen Schulen, die künftig um mindestens einen Zug wachsen, die Möglichkeit, geben zusätzliches Verwaltungspersonal einzustellen. Dafür hat die Hamburgische Bürgerschaft 100 zusätzliche Stellen bereitgestellt.

Zu 1. Wie viele Stellen sind für Sozialarbeiter/innen an den Schulen im Bezirk Harburg vorgesehen?

Den Grundschulen in Harburg werden insgesamt 5,05 Sozialpädagoginnen- bzw. Sozialpädagogenstellen zugewiesen. Für die Stadtteilschulen beträgt die Zuweisung 46,9 Sozialpädagoginnen- bzw. Sozialpädagogenstellen und für die Gymnasien 2,13 Sozialpädagoginnen- bzw. Sozialpädagogenstellen.

Zu 2. Wie viele davon sind besetzt?

Von diesen Stellen sind an den Grundschulen 2,68 Stellen und an den Stadtteilschulen 44,58 Stellen besetzt. An den Gymnasien sind alle Stellen in vollem Umfang besetzt.

Zu 3. Wie viele Arbeitsstunden sind für die jeweiligen Stellen vorgesehen? Bitte jeweils aufgelistet und aufgeschlüsselt nach Schulform (Gymnasium, Stadtteilschule, Grundschule)

Sozialpädagogen, die auf Vollzeitstellen eingesetzt werden, sind mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit entsprechend der tarif- und beamtenrechtlichen Vorschriften der Freien und Hansestadt Hamburg beschäftigt. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von Tarifbeschäftigten beträgt 39 Stunden, die der Beamten 40 Stunden.

Gez. Heimath

f.d.R. Martens

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