Antwort Anfrage CDU betr. Sachgerechte Sanierung und Herrichtung des Burgbergs in Rönneburg
Letzte Beratung: 11.02.2025 Hauptausschuss Ö 2.6
Seit vielen Jahren bemüht sich die Bezirksversammlung weitgehend parteiübergreifend den Burgberg in Rönneburg zu sanieren. Insbesondere durch Arbeiten des Direktors des Archäologischen Museums Hamburg, Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, ist deutlich geworden, dass es sich um ein wichtiges Kleinod im Bezirk handelt.
Die immer wieder beschlossene Herrichtung des Burgbergs hat bisher nur dazu geführt, dass Mittel bereitgestellt worden sind, die weitgehend dafür eingesetzt wurden, dass zur Abwendung von Gefahren für Spaziergänger die Flächen abgesperrt worden sind.
Wir fragen die Bezirksverwaltung:
1. Wann ist nunmehr die endgültige Sanierung des Burgbergs vorgesehen?
2. Wie ist der konkrete Planungsstand?
3. Ist dabei sichergestellt, dass es sich nicht wieder um bloße Sicherungs- und Absperrmaßnahmen handelt, da für mehr die Finanzmittel nicht ausreichen würden?
4. In welcher Höhe sind bislang Mittel zur Verfügung gestellt worden und wofür sind sie im einzelnen verwendet worden?
5. Sind diese Mittel auskömmlich oder sind weitere erforderlich, um die Sanierung abzuschließen?
Wenn weitere Mittel erforderlich sind: Stehen diese bereits bereit?
Hamburg, am 13.01.2023
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg 26.01.2023
Das Bezirksamt Harburg beantwortet die Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 21-2651) wie folgt:
Vorbemerkung: Die Verwaltung hat ein großes Interesse daran, die Erschließung des Burgberges zu erneuern. Das Vorhaben ist bisher nicht ausgeführt worden, weil keine finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stehen.
Aktuell kommt erschwerend hinzu, dass ausgeschriebene Ingenieursstellen in der Abteilung Stadtgrün trotz mehrfacher Ausschreibung bisher nicht besetzt werden konnten. Daher ist bis auf Weiteres mit Verzögerungen bei der Umsetzung von freiraumplanerischen Maßnahmen zu rechnen.
Aus den o. g. Gründen kann zum jetzigen Zeitpunkt kein Termin für eine Sanierung benannt werden.
Es liegen ein Gestaltungskonzept sowie vorbereitende Untersuchungen zum Baugrund vor, auf deren Grundlage Details für die Trägerkonstruktion einer Treppe entwickelt worden sind.
Das Gestaltungskonzept umfasst die Erneuerung der Treppenanlage unter Berücksichtigung des Baumschutzes sowie die Erneuerung von Wegedecken.
Die geplante Ertüchtigung übersteigt somit den Umfang von Sicherungs- und Absperrmaßnahmen.
Es sind bisher ca. 45.000 € zur Verfügung gestellt worden. Sie dienten der Finanzierung folgender Leistungen in Gesamthöhe von bisher ca. 12.000 €:
5. Sind diese Mittel auskömmlich oder sind weitere erforderlich, um die Sanierung abzuschließen?
Wenn weitere Mittel erforderlich sind: Stehen diese bereits bereit?
Die bisher zur Verfügung stehenden Mittel sind nicht auskömmlich, um die geplanten Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Eine auf der Grundlage des vorliegenden Gestaltungskonzeptes erstellte Kostenschätzung nach DIN 276 beläuft sich auf ca. 300.000 € (Baukosten + Baunebenkosten). Die Kostenschätzung stammt aus dem Oktober 2020. Aufgrund der seitdem stattgefundenen, allgemein bekannten Preissteigerungen im Baugewerbe ist davon auszugehen, dass eine Realisierung der Burgberg-Sanierung den bisher angenommenen Finanzrahmen übersteigen kann.
Die Verwaltung hat im vergangenen Jahr einen Antrag auf Mittel in Höhe von 290.000 € aus dem Sanierungsfonds der Bürgerschaft initiiert.
Fredenhagen
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