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Antrag GRÜNE betr. Pflanzenschutz im Obstbau im Alten Land und Folgen für die menschliche Gesundheit und die Natur

Antrag

Letzte Beratung: 22.09.2020 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz Ö 7

Sachverhalt

Bürger*innen fragen sich immer wieder, welche Auswirkungen der Pflanzenschutz im Obstbau im Alten Land auf Gesundheit von Menschen und auf die Natur hat. Gerade die Debatte um Glyphosat hat die Öffentlichkeit sensibilisiert.

Dazu aus dem Agrarpolitischen Konzept 2020 des Senats der FHH :„Das „Alte Land“ gilt als das größte, zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Der Obstanbau hat diese einmalige Kulturlandschaft maßgeblich geprägt. In der Dritten Meile des Alten Landes werden auf über rund 1.600 ha von 124 Obstbaubetrieben14 überwiegend Äpfel angebaut. Birnen, Kirschen, Pflaumen und Beerenobst ergänzen das Angebot.

Qualität und Quantität der Produktion sind abhängig von der Witterung im Erntejahr und unterliegen daher starken Schwankungen. Frostereignisse während der Blüte können durch Beregnungsanlagen in ihrer Wirkung begrenzt werden. Die effizienten Produktionsformen im modernen Hamburger Obstbau berücksichtigen sowohl die Erfordernisse des Gewässerschutzes als auch neue Ausbringungstechniken im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutz. Das Hamburger Obst wird von den Verbrauchern sehr geschätzt. Der fast flächendeckend integrierte Obstanbau und die in Hamburg und im übrigen niederelbischen Anbaugebiet überdurchschnittlich weit verbreitete ökologische Wirtschaftsweise prägen das Image eines umweltverträglichen Obstanbaus. Der Obstanbau leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung. Mit Hilfe moderner Produktionsverfahren wird gesundes und hochwertiges Obst erzeugt. 14 Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Bodennutzung 2013.“

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, Vertreter*innen der BWVI, der Obstbauversuchsanstalt in Jork und der Naturschutzverbände in den Ausschuss für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz einzuladen und zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:

Welche Pflanzenschutzmittel werden im Obstanbau im Alten Land eingesetzt?

Welche Gesundheitsrisiken gibt es für Menschen für die welche Auswirkungen für die Natur?

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es, um Gesundheit von Mensch, Schutz der Natur und den Gewässerschutz zu gewährleisten?

Wie werden diese Vorgaben überwacht und wie ist die weitere Entwicklung in Zukunft einzuschätzen?

Antrag Dr. Gudrun Schittek und GRÜNE Fraktion

Harburg, 09.06.2016

Britta Herrmann

Grüne-Fraktionsvorsitzende

f.d.R.

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