22-2362.1

Wirtschaftsförderung in Hamburg-Nord stärken - Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung

Beschlussempfehlung Ausschuss

Letzte Beratung: 07.07.2026 Hauptausschuss Ö 7.4

Sachverhalt

Der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung hat sich in seiner Sitzung am 24.06.2026 mit der oben genannten Thematik befasst. Der Antrag wurde einschließlich eines geänderten Petitums zu Ziffer 2 punktweise abgestimmt. Der Ausschuss empfiehlt dem Hauptausschuss folgende Beschlussfassung:

  1. Dass der Entwicklung der Stadtteilen Hamburg-Nords mehr Raum gegeben wird durch proaktives Standortmarketing, Leerstandsmanagement, Förderung der Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften und Gastronomie, Aufwertung des Markenkerns, Koordination der Stakeholder, Stadtmanagement und Vernetzung mit RISE-Projekten sowie aktive Begleitung und Förderung von Förder- und Pilotprojekten.
    1. Indem ein Konzept erarbeitet wird, um die Erfahrungen aus Pilotstandorten, wie dem Gewerbepark Hamburg-Nord, zu verstetigen und ggf. auf andere Standorte zu übertragen. Sollten dafür zusätzliche Mittel bereitgestellt werden müssen, trägt die Verwaltung dies proaktiv an die Bezirksversammlung heran.
    2. Indem das Handwerk explizit unterstützt wird, zum Beispiel durch Einladung aufStellenbörsen, Messen, etc. und relevanter Initiativen und Veranstaltungen im Bezirk, sofern bekannt.
    3. Indem zum Beispiel die in der Drucksache 22-2032.1 beschlossene Wirtschaftskonferenz genutzt wird, um zusammenzutragen, welche Aspekte in Hamburg-Nord noch fehlen und mit welchen Maßnahmen diese angegangen werden nnten.
    4. Indem die Verwaltung prüft, welche Förderprogramme der IFB Hamburg insbesondere für Gründungsvorhaben, Einzelhandelsansiedlung und Gewerbeflächenentwicklung r Unternehmen in Hamburg-Nord zugänglich sind, und integriert entsprechende Hinweise in die Lotsenfunktion der Wirtschaftsförderung.
    5. Indem ein Referent der IFB und Hamburg Invest in den Ausschuss r Wirtschaft, Arbeit und Digitales eingeladen wird, um über aktuelle Tätigkeiten im Rahmen der Wirtschaftsförderung zu berichten.
  2. Dass die Verwaltung halbjährlich über den Stand der Umsetzung aller zuvor genannten Punkte im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitales berichtet.

Punkt 1a)

Mehrheitlich angenommen gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE und Volt bei Enthaltung der Fraktionen GRÜNE und AfD.

Punkt 1b)

Mehrheitlich angenommen gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE und Volt bei Enthaltung der Fraktionen GRÜNE und AfD.

Punkt 1c)

Mehrheitlich angenommen gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE und Volt bei Enthaltung der Fraktionen GRÜNE und AfD.

Punkt 1d)

Mehrheitlich angenommen gegen die Stimme der Fraktion DIE LINKE bei Enthaltung der Fraktionen GRÜNE und AfD.

Punkt 1e)

Mehrheitlich angenommen gegen die Stimme der Fraktion DIE LINKE bei Enthaltung der Fraktion AfD.

Punkt 2 (geändertes Petitum)

Mehrheitlich angenommen gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE und Volt bei Enthaltung der Fraktion AfD.

Begründung:

Im Bezirk Hamburg-Nord bietet die Wirtschaftsförderung seit Jahren ein umfassendes Angebot für Unternehmen aller Größen. Diese Angebote beziehen sich überwiegend auf Beratung und Begleitung, die sogenannte Lotsenfunktion. Die originäre Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist es, durch Wahrnehmung einer Lotsenfunktion, Beratung, und Begleitung insbesondere der Bestandsunternehmen im Bezirk, proaktiv bei der Bewältigung von innovativen Veränderungen und den damit einhergehenden Anforderungen an die Arbeitswelt und die Wirtschaft zu unterstützen. Dafür bedarf es neuer, zukunftsorientierter strategischer Konzepte gemeinsam mit der IFB, die Hamburg-Nord ermöglichen, sich z.B. durch Einrichtungen für Startups im Bezirk auch weiterhin als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren.

Hamburg-Nord muss auf Marktanfragen Anfragen zur Neu-Ansiedlung von noch nicht ansässigen Unternehmen gezielt und effektiv in Zusammenarbeit mit Hamburg Invest reagieren, sowie optimale Wachstumsbedingungen für Unternehmen schaffen. Dazu gehört eine umfassende Vorarbeit, um aktuelle Daten und Kennzahlen zum Standort aus den aktuell verfügbaren Quellen wie dem Gewerbeflächenkonzept, Statistikamt Nord, Handwerkskammer, Handelskammer oder Arbeitsagentur zusammenzuführen und bereitzuhalten. Auch ist es wichtig, Einzelhandelsgeschäften in den Stadtteilzentren Hamburg- Nords zu bewahren, um Leerstand entgegenzuwirken und ein breites Angebot zu fördern. In diesem Zusammenhang sollte auch ein Kennzahlensystem zur Unterstützung der Ansiedlung bereitgestellt werden.

Petitum/Beschluss

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
07.07.2026
Ö 7.4
Lokalisation Beta
Hamburg-Nord

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