22-2362

Wirtschaftsförderung in Hamburg-Nord stärken - Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und FDP

gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 24.06.2026 Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung Ö 4.1

Sachverhalt

Im Bezirk Hamburg-Nord bietet die Wirtschaftsförderung seit Jahren ein umfassendes Angebot für Unternehmen aller Größen. Diese Angebote beziehen sich überwiegend auf Beratung und Begleitung, die sogenannte Lotsenfunktion.

Die originäre Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist es, durch Wahrnehmung einer Lotsenfunktion, Beratung, und Begleitung insbesondere der Bestandsunternehmen im Bezirk, proaktiv bei der Bewältigung von innovativen Veränderungen und den damit einhergehenden Anforderungen an die Arbeitswelt und die Wirtschaft zu unterstützen. Dafür bedarf es neuer, zukunftsorientierter strategischer Konzepte gemeinsam mit der IFB, die Hamburg-Nord ermöglichen, sich z.B. durch Einrichtungen r Startups im Bezirk auch weiterhin als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren.

Hamburg-Nord muss auf Marktanfragen Anfragen zur Neu-Ansiedlung von noch nicht ansässigen Unternehmen gezielt und effektiv in Zusammenarbeit mit Hamburg Invest reagieren, sowie optimale Wachstumsbedingungen für Unternehmen schaffen. Dazu gehört eine umfassende Vorarbeit, um aktuelle Daten und Kennzahlen zum Standort aus den aktuell verfügbaren Quellen wie dem Gewerbeflächenkonzept, Statistikamt Nord, Handwerkskammer, Handelskammer oder Arbeitsagentur zusammenzuführen und bereitzuhalten. Auch ist es wichtig, Einzelhandelsgeschäften in den Stadtteilzentren Hamburg- Nords zu bewahren, um Leerstand entgegenzuwirken und ein breites Angebot zu fördern. In diesem Zusammenhang sollte auch ein Kennzahlensystem zur Unterstützung der Ansiedlung bereitgestellt werden.

Petitum/Beschluss
Dies vorausgeschickt möge der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitales (WAD) beschließen:
  1. Das der Entwicklung der Stadtteilen Hamburg-Nords mehr Raum gegeben wird durch proaktives Standortmarketing, Leerstandsmanagement, Förderung der Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften und Gastronomie, Aufwertung des Markenkerns, Koordination der Stakeholder, Stadtmanagement und Vernetzung mit RISE-Projekten sowie aktive Begleitung und Förderung von Förder- und Pilotprojekten.
    1. Indem ein Konzept erarbeitet wird, um die Erfahrungen aus Pilotstandorten, wie dem Gewerbepark Hamburg-Nord, zu verstetigen und ggf. auf andere Standorte zu übertragen. Sollten dafür zusätzliche Mittel bereitgestellt werden müssen, trägt die Verwaltung dies proaktiv an die Bezirksversammlung heran.
    2. Indem das Handwerk explizit unterstützt wird, zum Beispiel durch Einladung auf Stellenbörsen, Messen, etc. und relevanter Initiativen und Veranstaltungen im Bezirk, sofern bekannt.
    3. Indem zum Beispiel die in der Drucksache 22-2032.1 beschlossene Wirtschaftskonferenz genutzt wird, um zusammenzutragen, welche Aspekte in Hamburg-Nord noch fehlen und mit welchen Maßnahmen diese angegangen werden könnten.
    4. Indem die Verwaltung prüft, welche Förderprogramme der IFB Hamburg – insbesondere für Gründungsvorhaben, Einzelhandelsansiedlung und Gewerbeflächenentwicklung – für Unternehmen in Hamburg-Nord zugänglich sind, und integriert entsprechende Hinweise in die Lotsenfunktion der Wirtschaftsförderung.
    5. Indem ein Referent der IFB und Hamburg Invest in den Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitales eingeladen wird, um über aktuelle Tätigkeiten im Rahmen der Wirtschaftsförderung zu berichten.
  2. Das die Verwaltung halbjährlich über den Stand der Umsetzung aller zuvor genannten Punkte im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitales berichtet.

Für die CDU-Fraktion: Dr. Clarissa Bohlmann

r die SPD-Fraktion: Jara Jovanovic, Daniela Kerkow, Federic Artus

r die FDP-Fraktion: Ron Schumacher, Eva Braje

Bera­tungs­reihen­folge
Anhänge

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Lokalisation Beta
Hamburg-Nord

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