Antwort: Umgang der SAGA mit Schimmelbefall, bauliche Mängel und Transparenz am Öjendorfer Weg 58 (Anfrage der Fraktion DIE LINKE)
Fragesteller: Antonia-Luise Ivankovic, Theresa Jakob, Steffen Leipnitz, Susanne Morgenstern, Maureen Schwalke, Carina Sickau, Nora Stärz, Marinus Stehmeier, Ronald Wilken
Einleitung für die Fragen:
Bei einem Vor-Ort-Termin in dem SAGA-Wohnhaus Öjendorfer Weg 58 in Billstedt wurden mehrere strukturelle, hygienische und sicherheitsrelevante Probleme festgestellt, die auf grundsätzliche Defizite im Umgang mit Instandhaltung und Kommunikation mit den Mieter*innen hindeuten.
Mehrere Mieter*innen berichten, dass seit Jahren wiederkehrender Schimmelbefall entlang derselben Gebäudewand vom Erdgeschoss bis zum 15. Stockwerk auftritt. Die SAGA soll dies regelmäßig auf angeblich falsches Heiz- und Lüftungsverhalten zurückführen, obwohl die Häufung der Fälle auf bauliche Ursachen hindeutet.
Die Heizungen sollen seit Jahren gedrosselt sein, da es für eine notwendige Reparatur an Ersatzteilen fehlt – ein Umstand, der die Schimmelbildung begünstigen kann.
Schimmelbefall in Innenräumen stellt ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar.
Weiter berichten Mieter*innen von Kakerlaken befall in der Vergangenheit, einer defekten Haupttür (die erneuert wurde, aber seit einem Monat ohne Schloss ist), sodass fremde Personen einfach so in das Gebäude eintreten können, beschädigten Stromkabeln in den Wänden und Wasserschäden.
Außerdem soll die SAGA einen Drohnenflug zur Fassadenprüfung durchgeführt haben, dessen Ergebnis den Mieter*innen aber nicht mitgeteilt wurde.
Mieter*innen berichten weiter, dass im Zusammenhang mit einer Schimmelsanierung sie ihre Wohnung zeitweise verlassen müssen. Für die Dauer der Schimmelsanierung wird ihnen eine Ersatzwohnung zur Verfügung gestellt. Andere Mieter*innen hätten aber eine dauerhafte Ersatzwohnung zur Verfügung gestellt bekommen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt und die für die SAGA zuständige Fachbehörde, das BSW:
Das Bezirksamt Hamburg-Mitte beantwortet die Fragen wie folgt:
Die Baugenehmigung für die „Errichtung eines 16-geschossigen Wohnhochhauses mit 144 Wohneinheiten (WE) in Fertigteilbauweise“ wurde am 15.04.1966 erteilt. Der Baubeginn wurde am 01.06.1966 angezeigt.
Siehe Antwort zu Frage 1, weitere Informationen liegen dem Bezirksamt Hamburg-Mitte nicht vor.
Am 31.08.2023 wurde der Bauantrag „Brandschutztechnische Mängel beim Hauseingang beseitigen und Zugang zum Sicherheitstreppenhaus Instandsetzen“ genehmigt, am 19.05.2025 wurde dazu der Baubeginn angezeigt, die Fertigstellung wurde von der SAGA bislang nicht angezeigt. Weitere Vorgänge sind in den letzten fünf Jahren nicht anhängig gewesen.
Instandsetzungen der Fassade müssen der Bauaufsicht nicht mitgeteilt werden.
Die folgenden Vorgänge zur Fassade waren im Bezirksamt Hamburg-Mitte anhängig:
- 1994 wurde von der SAGA der „Abbruch der Loggienbrüstungen und Ersatz durch Faserzementblatten, Sanierung der Loggiafußböden, Einbau von neuen Fenstern und Türen“ beantragt. Die Genehmigung wurde am 05.08.1994 erteilt. Der Baubeginn wurde für den 01.10.1996 angezeigt.
- 1996 wurde von der SAGA eine befristete Gerüststellung zu Fassadensanierung beantragt. Die Genehmigung wurde am 12.12.1996 erteilt. Der Baubeginn für das Gerüst wurde für den 13.01.1997 angezeigt.
Im April 2026 gab es eine Beschwerde im Zusammenhang mit Schimmelfall. Bei einer Vor-Ort-Begehung Anfang Mai 2026 wurden Messungen zur Durchfeuchtung der Wandflächen durchgeführt. Es konnten keine Mängel i. S. d. Hamburgischen Wohnraumschutzgesetz (HmbWoSchG) festgestellt werden. Das Verfahren wurde eingestellt. Weitere Beschwerden zu Schimmelbefall sind dem Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt nicht bekannt und auch nicht von Anwohnern gemeldet worden.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
Ende Mai 2026 wurde eine Vor-Ort-Begehung durchgeführt. Dabei konnten keine Mängel i. S. d. HmbWoSchG festgestellt werden, da die Eingangstür ausreichenden Schutz gegen Witterungseinflüsse oder gegen Feuchtigkeit bietet. Die Sicherheitslage ist nicht Gegenstand wohnraumschutzrechtlicher Bewertungen.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte sind keine defekten Stromkabel bekannt und bisher auch nicht durch Anwohner gemeldet worden.
Dem Bezirksamt Hamburg-Mitte liegen darüber keine Informationen vor.
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