22-2659

Wertvolle Biotope in der Stellinger Schweiz schützen

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Die Stellinger Schweiz ist – so wurde es in der Sitzung des Ausschusses für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt vom 18. Februar 2026 berichtet – einer der letzten Orte im Bezirk Eimsbüttel, in dem das Eimsbütteler Patentier, der Große Abendsegler, noch nachgewiesen wird. Auch andere Fledermausarten finden sich hier noch in größerer Zahl. Zudem weist die Stellinger Schweiz (noch) eine relativ hohe Bedeutung für viele weitere Arten auf. Sie bietet Lebensräume für viele verschiedene Tierarten wie z.B. Insekten, Vögel, Amphibien und Igel und verbessert die Biodiversität der Stadt. Zugleich ist die Stellinger Schweiz auch Naherholungsraum für Bürger*innen. Zudem findet sich eine Hundeauslaufzone in diesem Gebiet. Über die Grenzen dieses Freilauf-Bereichs scheint es jedoch Unklarheiten zu geben, denn immer wieder laufen Hunde z. B. ins Unterholz oder in Gebüsche. Gespräche mit Hundehalter*innen bestätigten diese Unklarheiten und den Wunsch nach eindeutiger und ggf. zusätzlicher Information.

Unterholz und Gebüsche sind wichtige Rückzugsräume und Brutplätze für die wildlebenden Tiere. Diese gilt es insbesondere zu schützen, wenn diese wertvollen Biotope in der Stellinger Schweiz erhalten bleiben sollen.

Petitum/Beschluss

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,

  1. prüfen zu lassen, ob die Hundeauslaufzone in der Stellinger Schweiz ausreichend be­schildert ist. Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob eindeutig erkennbar ist, wo die Hundeauslaufzone wieder aufhört. Ggf. sollen zusätzliche Schilder mit der Beschriftung „Ende der Hundeauslaufzone – Hunde anleinen“ aufgestellt werden,
  2. Mitarbeiter*innen des zuständigen Fachamtes in den Park zu entsenden, um die Ein­haltung der Leinenpflicht außerhalb der Hundeauslaufzonen im Rahmen der personellen Möglichkeiten zu kontrollieren und Hunde­besitzer*innen ggf. entsprechend zu sensibilisieren,
  3. prüfen zu lassen, ob eine Einzäunung besonders schützenwerter Biotope in der Stellinger Schweiz (so wie z.B. rund um das Wasserwerk) sinnvoll und möglich ist.

Juliane Papendorf, Dietmar Kuhlmann und GRÜNE-Fraktion
Alica Huntemann, Armita Kazemi und SPD-Fraktion

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