21-3812

Stellungnahme zur Machbarkeitsstudie Verbindungsbahnentlastungstunnel

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 01.06.2023 Bezirksversammlung Ö 9.4

Sachverhalt

Im Rahmen des Deutschlandtaktes ist eine höhere Kapazität auf der Verbindungsbahn nötig, um die Angebotsqualität im Umweltverbund zu verbessern. Dies soll durch die Verlagerung des S-Bahn-Verkehrs in den sogenannten Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET) erreicht werden. In einer Machbarkeitsstudie wurden technisch grundsätzlich mögliche Varianten ermittelt und im Stadtplanungsausschuss (StaPla) vorgestellt.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich die in der Machbarkeitsstudie untersuchten Varianten nach bisherigem Kenntnisstand bezüglich Kosten, Nachfragewirkung, Erschließungsqualität, und Fahrtzeit nicht wesentlich unterscheiden.

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel wurde gebeten, zu der Machbarkeitsstudie und den aufgezeigten Trassen eine Stellungnahme abzugeben.

Petitum/Beschluss

Der Vorsitzenden der Bezirksversammlung wird gebeten, folgende Stellungnahme an die BVM zu übermitteln:

  1. Der geplante Bau der Synagoge am Bornplatz ist und mit höchster Priorität wichtig, und darf durch den Bau des VET nicht beeinträchtigt werden, weil beim Synagogen­bau auch Planungen für unterirdische Nutzung der Fläche vorgesehen sind.
  2. In der Realisierungsphase des VET darf es zu keinen Beeinträchtigungen/Verzöge­rungen des Baus der neuen U-Bahnlinie U5 kommen.
  1. Der Bezirksversammlung Eimsbüttel ist besonders wichtig, dass weiterhin die Haltestellen Holstenstraße und Sternschanze angefahren werden und die Anbindung der Stationen für die Erschließung der Quartiere und hinsichtlich der Netzwerkeffekte erhalten bleiben. Daher halten wir im Falle der Basisvarianten 1 oder 2 einen Halt der Regionalbahn an der Sternschanze für relevant.
  2. Es muss sichergestellt sein, dass ein engmaschiger Regionalbahnverkehr im Sinne des Deutschlandtaktes mit Halt an der Sternschanze, Holstenstraße und am Dammtor möglich ist. Die bisherigen Aussagen, die eine enge Taktung als wahrscheinlich darstellen, reichen für eine ausreichende Anbindung dieser Stationen nicht aus.
  3. Während der Bauphase ist sicherzustellen, dass der Verkehr auf der Verbindungsbahn nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
  4. Es ist wichtig, dass es zu keinen substanziellen Beeinträchtigungen der Bauarbeiten an der Haltestelle Schlump für die U2/U3 sowie dieses Verkehrsknotenpunktes kommt.
  1. Wir bitten die Deutsche Bahn, mit den beteiligten Institutionen, der zuständigen Fachbehörde, dem HVV, der Hochbahn, der Universität, der Jüdischen Gemeinde und den betroffenen Bezirken, z.B. im Rahmen einer zeitlich auf die Planungs- und Bauphase begrenzte Kommission, in einer der Fluglärmschutzkommission ähnlich strukturierten Form, in regelmäßige Gespräche zu gehen.
  2. Im Ausschuss für Mobilität ist regelmäßig über den Fortgang der Planungen und den Beratungsstand in der eingesetzten Kommission zu berichten.

Kathrin Warnecke, Robert Klein, Jim Martens und GRÜNE-Fraktion
Koorosh Armi, Gabor Gottlieb und SPD-Fraktion
Hans-Hinrich Brunckhorst, Rüdiger Kuhn, Dr. Alf Langhein und CDU-Fraktion

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Holstenstraße Holstenstraße Schlump

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Themen Beta

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