20-2464

Schutz von kleinen Gewerberäumen in den Erdgeschossen von Wohnhäusern

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Unsere Wohnungsbaupolitik unterstützt eine Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohn­raum. Das ist im Prinzip eine Entwicklung, die wir begrüßen, vor allen Dingen, wenn die Gewerbeflächen nicht genutzt werden. Im Kerngebiet und in der Urbanisierungszone ist allerdings zu beobachten, dass aktuell vor allen Dingen kleinere Gewerbeflächen in Wohn­häusern, in denen sich Gaststätten, Einzelhandel oder Büros befanden, in Wohnraum umge­wandelt werden. Dabei ist außerdem ersichtlich, dass es sich hier um eher hochwertige Sanierungen handelt, die eine einseitige Entwicklung der Quartiere mit sich bringen, die wir nicht unterstützen wollen.

Die fortschreitende Umwandlung von Einzelhandel und Gaststätten in Wohnraum führt darüber hinaus zu einer Verödung der Quartiere, die nicht gewollt sein kann.

Einzelhandel und Gaststätten sind Bezugsorte für die Anwohner*innen und wichtige Elemente lebendiger Stadtteile. Die Verbindung von Arbeit und Wohnen hat eine hohe Qualität und ist ein Kennzeichen für urbanes Leben. Dieses wollen wir bewahren.

Petitum/Beschluss

Wir bitten den Bezirksamtsleiter einen Referenten bzw. eine Referentin der Bezirksverwaltung in den Stadtplanungsausschuss zu entsenden, um zu erläutern

1.wie viele kleinere Gewerbeeinheiten in Erdgeschossen von Wohnhäusern innerhalb der letzten 5 Jahre umgewandelt wurden?

2.um welche Arten von Wohnraum handelt es sich?

3.um welche Arten von Gewerbe handelt es sich?

4.welche rechtlichen Grundlagen gibt es für dieses Verfahren?

5.welchen Einfluss hat insbesondere im Kerngebiet hier eine zukünftige Erhaltens­verordnung?

Stefanie Könnecke, Klaus Hofmann, Falk Schmidt-Tobler, Dominik Lorenzen

und GRÜNE Fraktion

Rüdiger Rust und SPD-Fraktion

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