Planung Uni-Projekt an der Schlüterstraße
Anfrage nach § 27 BezVG der Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel,
Ralf Meiburg, Simone Gastl und Roland Oehlmann (SPD-Fraktion)
Planung Uni-Projekt an der Schlüterstraße
Fortlaufende. Nr. 22-110
Eingangsdatum: 14.07.2026
Datum der Antwort: 21.08.2026
Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) beantwortet die Anfrage wie folgt:
Sachverhalt:
Das denkmalgeschützte Alte Fernmeldeamt in der Schlüterstraße soll nach seiner Sanierung und Erweiterung künftig als Campus Schlüterstraße von der Universität Hamburg genutzt werden. In das Gebäude sollen unter anderem der Fachbereich Psychologie, das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) sowie die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft einziehen. Das Projekt ist von großer Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Hamburg und erfüllt zugleich den langjährigen Wunsch, das Gebäude dauerhaft einer öffentlichen Nutzung zuzuführen.
Nachdem der Fertigstellungstermin bereits mehrfach verschoben wurde, berichten Medien aktuell über einen Baustopp infolge der finanziellen Schwierigkeiten des bisherigen Generalunternehmers. Dadurch bestehen erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich des weiteren Projektverlaufs, des Einzugstermins sowie möglicher finanzieller und organisatorischer Auswirkungen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständige Fachbehörde:
Zu Fragen 1-3:
Laut Vermieterseite hat, nach der Insolvenz des Generalunternehmers Hagenauer GmbH & Co. KG, der Generalübernehmer Campus Schlüterstraße Realisierungsgesellschaft mbH die Aufgaben der Baustelle übernommen. Die für den Bauablauf notwendigen Firmen konnten vertraglich gebunden werden, so dass die Bautätigkeiten wieder aufgenommen wurden. Aktuell finden u.a. Bauarbeiten in den Gewerken Elektrotechnik, Sprinklertechnik, Sanitärtechnik und Trockenbau statt. Die Fertigstellung soll zum 3.Quartal 2027 erfolgen.
Höhere Baukosten können nicht auf die FHH als Mieterin umgelegt werden. Durch die Verzögerung wird davon ausgegangen, dass zusätzliche Kosten für Interims-Umzüge, Einlagerungen und Verlängerungen von bestehenden Anmietungen entstehen werden. Ebenfalls entsteht ein erhöhter Personalaufwand v.a. bei den End-Nutzerinnen und -Nutzern für die Begleitung des Projekts. Die Höhe der zusätzlichen Kosten richtet sich nach dem Fertigstellungstermin und kann erst rückwirkend beziffert werden.
Neben der Universität Hamburg (UHH), dem Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) und dem German Institute for Global and Area Studies (GIGA) sind keine weiteren wissenschaftliche Einrichtungen von der Verzögerung betroffen.
Sanierungsmaßnahmen, die in Flächen der UHH - welche durch die Inbetriebnahme des Alten Fernmeldeamts freigezogen werden - geplant sind, verzögern sich. Ebenfalls wird die Veräußerung/ Eigentumsübergang und damit die Folgenutzung im Neuen Jungfernstieg 21 verzögert. Weitere Bauprojekte sind nicht betroffen.
Die Verzögerungen beim Projekt Campus Schlüterstraße führen dazu, dass die Umzugs- und Flächenplanungen der Universität Hamburg, insbesondere für den Fachbereich Psychologie und weitere betroffene Einrichtungen, mehrfach überarbeitet werden müssen. Dies verursacht zusätzlichen organisatorischen Aufwand, Mehrkosten und verhindert, dass geplante Flächenkonsolidierungen und damit verbundene Kosteneinsparungen umgesetzt werden können. Zudem entsteht durch die fehlende Planungssicherheit Unsicherheit für die betroffenen Fakultäten/ Fachbereiche und stellt für Neuberufungen einen Nachteil dar.
Siehe jeweils Antwort zu den Fragen 1-3.
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