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Opferschutz ist Bürgerschutz – 50 Jahre WEISSER RING e. V.: Ein ehrenamtliches Juwel der Opferhilfe in Eimsbüttel

Antrag

Sachverhalt

Der WEISSE RING e. V. feierte im September 2026 sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am 24.09.2026 ein Senatsempfang im Hamburger Rathaus statt.

Als Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität und Gewalt steht der WEISSE RING Betroffenen seit fünf Jahrzehnten zur Seite. Rund 3.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich bundesweit in etwa 400 Außenstellen. Die Hilfe ist für Betroffene vertraulich und kostenlos; der Verein finanziert seine Arbeit aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Nachlässen und Geldbußen und erhält keine staatlichen Mittel.

Die besondere Stärke des WEISSEN RINGS zeigt sich dort, wo die staatlichen Institutionen allein die Folgen einer Straftat nicht auffangen können. Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte erfüllen ihre jeweiligen gesetzlichen Aufgaben. Betroffene brauchen daneben aber häufig ganz praktische und persönliche Unterstützung: ein offenes Ohr, Orientierung im Verfahren, Begleitung zu Polizei, Behörden oder Gericht, Hilfe bei Anträgen sowie die Vermittlung rechtlicher oder psychologischer Erstberatung.

Hier schließt der WEISSE RING als ehrenamtliches Bindeglied eine wichtige Lücke im Hilfesystem. Er lässt Opfer nach einer Straftat nicht allein und hilft schnell, unbürokratisch und unmittelbar. In diesem Sinne gilt: Opferschutz ist Bürgerschutz.

Auch im Bezirk Eimsbüttel ist der Verein über die Außenstellen Hamburg III (West I) und Hamburg VII (Nord-West) direkt vor Ort aktiv. Gerade diese örtliche Verankerung macht den WEISSEN RING zu einem ehrenamtlichen Juwel: Die Helferinnen und Helfer kennen die Strukturen vor Ort, können Betroffene persönlich begleiten und sie mit den jeweils passenden Unterstützungsangeboten vernetzen.

Das 50-jährige Jubiläum ist deshalb ein guter Anlass, die Arbeit des WEISSEN RINGS im Bezirk sichtbarer zu machen, sich über die konkrete Situation der Opferhilfe in Eimsbüttel zu informieren und die Vernetzung zwischen Ehrenamt, Bezirk und den beteiligten Institutionen weiter zu stärken.

Petitum/Beschluss

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten,

Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Außenstellen Hamburg III (West I) und Hamburg VII (Nord-West) des WEISSEN RINGS e. V. in eine der kommenden Sitzungen des Sozialraumausschusses einzuladen, um die Arbeit des Vereins im Bezirk Eimsbüttel vorzustellen.

Im Mittelpunkt sollen dabei insbesondere die konkreten Hilfsangebote für Opfer von Straftaten und Gewalt, die Zusammenarbeit und Schnittstellen zu Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten sowie sozialen und psychologischen Hilfen und die Möglichkeiten stehen, die Bekanntheit und Vernetzung der Opferhilfe im Bezirk weiter zu verbessern.

Benjamin Schwanke, Camilla Joyce Thiele, Lea Fricke und FDP Fraktion Eimsbüttel

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