Was war der Sinn und Hintergrund für die mobilen Fahrradständer am Max-Eichholz-Ring?
Letzte Beratung: 27.08.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 4.12
Kleine Anfrage
des BAbg. Froh und der CDU-Fraktion
Vom 2.3.-15.7.2026 wurde am Max-Eichholz-Ring 23 eine Sondernutzungserlaubnis für die Aufstellung einer mobilen Radabstellanlage auf der Straße erteilt. Für die Aufstellung wurde eine Fläche von ca. 10qm belegt, die sonst als Parkfläche für zwei Pkw genutzt wird.
Mittels eines an einem Fahrradbügel angebrachten Schild wurde die Maßnahme wie folgt begründet: „Ein Auto oder zwölf Fahrräder? Mit dieser mobilen Radabstellanlage ermitteln wir den Bedarf an Stellplätzen an diesem Standort. Bei hoher Nachfrage können daraus feste Fahrradbügel werden.“
Dann folgte noch der Aufruf für eine Meinungsabgabe unter der E-Mail-Adresse klimaschutz@bergedorf.hamburg.de
Unter den Anwohnern sorgte diese Maßnahme für einigen Ärger, weil das Parkplatzangebot dort relativ knapp ist und man sich vorab eine Befragung bzw. Beteiligung der Anlieger gut hätte vorstellen können.
Besonders wird der ganze Vorgang auch dadurch, dass sowohl gegenüber der Presse (BZ vom 23.5.2026) als auch der Politik die Sondernutzungserlaubnis damit begründet wurde, dass die Ursache für die temporäre Umnutzung ein Impuls aus der Schule war. Es gäbe Baustellen auf dem Gelände, so dass dort nicht alle Fahrradständer durch die Kinder genutzt werden könnten. Die mobilen Fahrradständer wären als Ergänzung gedacht.
Vor diesem Hintergrund frage ich:
Das Bezirksamt Bergedorf nimmt wie folgt Stellung:
Die Begründungen hängen miteinander zusammen. Das Ergebnis der Standortsuche und der zusätzliche Bedarf durch Baumaßnahmen der Schule wurden in dieser Maßnahme zusammengeführt.
Ja, die Anlage wurde am 15.7.26 wieder abgebaut und befindet sich wieder auf dem Gelände des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes (MR).
Die Auslastung wurde kurz nach dem Aufbau sehr engmaschig dokumentiert, im Anschluss in größerenAbständen. Zurückgemeldet wurde eine durchweg hohe Auslastung während der Schulzeit, was sich mit der Zielgruppe deckt.
Ja, am 1. April dann Übergabe an das Fachamt MR.
Eine explizite Anliegerinformation ist nicht erfolgt. Die Kommunikation und Information erfolgte über Informationsschilder, die an der Anlage angebracht waren.
Im Rahmen der Aktion „Roter Teppich für Kinder“ an der Schule am 17.09.2025.
Zugrunde lagen mehrere Überlegungen. Einerseits beginnt ab dem Frühjahr der Zeitraum, in dem viel Fahrrad gefahren wird. Darüber hinaus führen die Umbaumaßnahmen an der Schule zu einer reduzierten Verfügbarkeit von Fahrradabstellmöglichkeiten für Kinder und Lehrkräfte. Außerdem ist das Verbleiben der Anlage am gewählten Standort von mindestens 8-12 Wochen empfohlen, auf Grund der zeitlichen Nähe zu den Sommerferien, wurde der Zeitraum bis dahin ausgeweitet.
Nein.
Es gab eine Rückmeldung des Initiators der Petition (vgl. Frage 12).
Es gab lediglich eine Beschwerde.
Es wurde kein direkter Kontakt aufgenommen. Während des Versuchs gab es auf den Schildern einen Verweis zum Postfach mit der Möglichkeit für Rückmeldungen.
Ja, die Petition ist seit dem 15.05.2026 bekannt. Gemäß der Petition
https://www.openpetition.de/petition/online/fahrradstaender-statt-parkplaetze-im-max-eichholz-ring-nicht-so-nicht-hier/unterschreiben/personalhaben sich 27 Personen an der Petition beteiligt, wie viele davon Anwohnende sind, lässt sich daraus nicht ableiten, Daten dazu liegen dem Bezirk nicht vor.
Die Kosten hat das Bezirksamt Bergedorf übernommen. Es sind 561,00 € für den Abbau und Abtransport der Anlage angefallen.
Nein, sie wurden vom Bezirksamt Altona ausgeliehen.
Nein.
Die mobile Radabstellanlage kann die Schulwegsicherheit verbessern, da sie die Sichtbeziehung zwischen Kindern und Autofahrenden optimiert. Die Fahrradbügel sind nur 85 cm hoch und ermöglichen auch bei abgestellten Fahrrädern eine weitgehend freie Sicht, sodass Kinder dahinter gut erkennbar bleiben. Im Gegensatz dazu verdecken geparkte Kfz (mindestens 1,4 m hoch, SUVs und Vans noch höher) Kinder vollständig, wodurch sie für Autofahrende erst spät sichtbar werden. Gerade in der Sackgasse vor der Schule, wo zu Schulbeginn und -ende viele Elterntaxis unterwegs sind, erhöht die bessere Sicht durch die Fahrradbügel die Sicherheit für querende Kinder.
Während der Baumaßnahme an der Schule im Max-Eichholz-Ring zeigte sich ein erhöhter Bedarf an Fahrradbügeln, der durch die mobile Radabstellanlage gedeckt werden konnte. Zudem wurde festgestellt, dass die Maßnahme die Sichtbeziehungen und die Querungsmöglichkeiten für Schulkinder deutlich verbessert hat, da keine Autos mehr auf den Stellplätzen parkten oder wendeten. Dadurch wurden gefährliche Situationen beim Queren der Straße reduziert und die Schulwegsicherheit insgesamt erhöht.
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