Papier statt Beamer. Bergedorfs Zukunft nachhaltig sichtbar machen
Letzte Beratung: 15.10.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 10.4.1
Änderungsantrag zu Drs. 22-1012 „Ein Schaufenster für den Blick auf die Zukunft Bergedorfs“
der BAbg.Bendt-Soetedjo und Fraktion der GRÜNEN
Die GRÜNE Fraktion unterstützt das Ziel, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und verständlich über die Entwicklung Bergedorfs zu informieren. Ein „Schaufenster Zukunft Bergedorf“ im leerstehenden KARSTADT ist dafür ein guter Ort. Im Mittelpunkt sollen dabei die Informationen stehen, nicht die Technik.
Wir schlagen deshalb vor, die Pläne als gut lesbare Ausdrucke auf Papier auszuhängen statt sie mit einem Beamer zu zeigen. Papier ist in Anschaffung, Installation und Unterhalt deutlich günstiger. Es verursacht keine Stromkosten. Wartung, Versicherung gegen Diebstahl und Fragen des Brandschutzes entfallen. Das entlastet zugleich das Personal des Bezirksamts.
Papier ist zudem die umweltfreundlichere Lösung. Ein Beamer verbraucht über Monate hinweg täglich Strom, um Informationen zu zeigen, die auf Papier dauerhaft und ohne jeden Energieeinsatz zu sehen sind. Gerade der Bezirk sollte beim Energiesparen mit gutem Beispiel vorangehen.
Ausgedruckte Pläne fügen sich außerdem in das Stadtbild ein. Für den Bereich Sachsentor gilt eine Erhaltungsverordnung. Auf ihrer Grundlage werden Bildschirme und Leuchtreklame in Schaufenstern in der Regel nicht genehmigt. Daran sind in der Vergangenheit bereits mehrere Anträge von Gewerbetreibenden gescheitert. Die Hamburgische Bauordnung und die Wechsellichtverordnung lassen Werbeanlagen mit wechselnden Lichtbildern ebenfalls nur in bestimmten Gebieten zu. Was Privaten untersagt wird, sollte die öffentliche Hand nicht selbst tun.
Für die Betrachtenden bietet Papier weitere Vorteile. Mehrere Pläne nebeneinander können von vielen Menschen gleichzeitig angesehen werden. Wer ein bestimmtes Vorhaben sucht, findet es sofort und muss nicht warten, bis das gewünschte Bild wieder erscheint. QR-Codes verknüpfen das Angebot mit den digitalen Informationen des Bezirksamts und den laufenden Beteiligungsverfahren. Die Aushänge sollen mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf durch aktuelle Fassungen ersetzt werden.
Die Schaufenster des leerstehenden KARSTADT könnten insgesamt eine Aufwertung gebrauchen. Das ist jedoch, auch im Antrag der CDU, nicht das eigentliche Thema und sollte gesondert betrachtet werden.
Die Bezirksversammlung möge beschließen, das Petitum der Drucksache 22-1012 wie folgt neu zu fassen:
Die Bezirksamtsleiterin wird gemäß § 19 Absatz 2 BezVG gebeten,
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.
Keine Themen erkannt.
Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.