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Japanischen Staudenknöterich bekämpfen – Einsatz einer Starkstromlanze nach Berliner Vorbild prüfen Dringlicher Antrag der CDU-Fraktion

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 24.09.2026 Bezirksversammlung Ö 7.5

Sachverhalt

Der Japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) hat sich als hochgradig invasive Pflanze in ganz Hamburg und auch im Bezirk Altona ausgebreitet. Er zählt zu den problematischsten invasiven Pflanzenarten. Er breitet sich schnell aus, verdrängt heimische Vegetation und ist wegen seines weitreichenden Rhizom- und Wurzelsystems nur schwer dauerhaft zu beseitigen. Bereits kleine Wurzelreste können erneut austreiben, sodass Mähen, Rückschnitt oder Ausgraben häufig über Jahre wiederholt werden müssen.

Bekannte Vorkommen befinden sich unter anderem an der Kleinen Flottbek im Wesselhöftpark in Nienstedten sowie an westlichen Randbereichen und Bachläufen, etwa nahe der Osdorfer Feldmark und im Düpenautal, entlang der Elbe und im Volkspark. Dort verdrängt er nicht nur die heimische Vegetation, sondern beeinträchtigt die biologische Vielfalt und erschwert die Grünflächen- und Gewässerpflege.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg erprobt seit Juli 2026 am Wilhelmsteich im Berliner Lehnepark das vom britischen Unternehmen RootWave entwickelte RootWave-Verfahren. Mit einer Handlanze werden hochfrequente Stromimpulse von etwa 3.000 bis 5.000 Volt in die Pflanze geleitet. Die Energie wandelt sich in Wärme um, lässt das Wasser in den Zellen verdampfen und zerstört die Zellstrukturen bis in die Wurzelbereiche.

Das Verfahren kommt ohne Chemie aus. Nach der Behandlung bleibt das Pflanzenmaterial für zwei bis drei Wochen vor Ort und wird anschließend fachgerecht entsorgt.

Die Berliner Erprobung bietet Altona die Möglichkeit, ein herbizidfreies Verfahren für besonders betroffene Flächen zu prüfen. Neben der fachlichen Eignung sind dabei Wirksamkeit, Kosten und Pflegeaufwand zu bewerten.

Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:

Die zuständige Fachbehörde wird nach § 27 Abs. 1 BezVG gebeten, die Erkenntnisse aus dem Einsatz des RootWave-Verfahrens am Wilhelmsteich im Berliner Lehnepark auszuwerten und dessen Übertragbarkeit auf Hamburg zu prüfen.

Das Bezirksamt Altona wird gemäß § 19 BezVG gebeten, bekannte Vorkommen des Japanischen Staudenknöterichs auf bezirklichen Flächen zu erfassen, sofern diese Informationen nicht vorliegen.

Das Bezirksamt Altona wird gebeten, geeignete Pilotflächen zu identifizieren und Kontakt mit dem Hersteller RootWave oder einem anderen Anbieter aufzunehmen. Einzuholen sind insbesondere Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Wirksamkeit, Sicherheit, Behandlungsdauer, Nachbereitung, fachgerechter Entsorgung, Kosten, Verfügbarkeit und Referenzprojekten.

Die zuständigen Stellen des Bezirksamts werden zudem gebeten zu prüfen, ob die Starkstromlanze RootWave Pro oder ein vergleichbares stromgestütztes Verfahren auf geeigneten Flächen in Altona erprobt werden kann. Dabei sind insbesondere ökologische Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie die Anforderungen des Natur-, Gewässer- und Arbeitsschutzes zu bewerten.

Dem Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport ist über die Prüfergebnisse, die Kontaktaufnahme mit dem Hersteller und den Fachunternehmen, mögliche Pilotflächen sowie das weitere Vorgehen zu berichten.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
24.09.2026
Ö 7.5
Lokalisation Beta
Düpenautal
Stadtteile

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Themen Beta

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