Abpflastern auch in Altona Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 27.11.2025
Die Bezirksversammlung Altona hat in ihrer Sitzung vom 27.11.2025 anliegende Drucksache 22-1418.2B beschlossen.
Das Bezirksamt Altona hat mit Schreiben vom 27.03.2026 wie folgt Stellung genommen:
Entsiegelungsmaßnahmen stellen für das Bezirksamt Altona einen wichtigen Baustein der kommunalen Klimafolgenanpassung dar. Durch die Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen, insbesondere der Versickerungsfähigkeit und des Wasserrückhalts, leisten sie einen Beitrag zur Entlastung der städtischen Infrastruktur. Gleichzeitig können sie dazu beitragen, die thermische Belastung im öffentlichen Raum zu reduzieren.
Zu 1:
Im Rahmen des hamburgweiten Wettbewerbs „Abpflastern 2025“ hat sich der Bezirk Altona aktiv beteiligt und wurde im Dezember 2025 von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft mit dem „Goldenen Spaten“ als Bezirk mit der insgesamt größten entsiegelten Fläche ausgezeichnet. Von den hamburgweit insgesamt 5.430 entsiegelten Quadratmetern entfielen 4.206 Quadratmeter auf Flächen im Bezirk Altona.
Ein wesentlicher Grund für diesen Erfolg ist die bereits vorhandene strategische und systematische Ausarbeitung von Entsiegelungsmaßnahmen im Rahmen von Sanierungsprojekten sowie die fachliche Begleitung und Unterstützung von privaten Baumaßnahmen.
Zu 2 und 3:
Ein Auswertung der Beteiligungsergebnisse auf der Plattform abpflastern.beteilige.me und ein Abgleich mit dem Arbeitsprogramm „Straße und Mobilität“ konnte aufgrund der eingeschränkten Bearbeitungskapazitäten bislang nicht erfolgen. Eine Bearbeitung kann erst erfolgen, wenn hierzu weitere Personalkapazitäten bereit stehen. Der Beschluss wird daher in das Arbeitsprogramm aufgenommen.
Zu 4:
Aufbauend auf der Handlungsempfehlung (siehe Drs. 22‑0323) begrüßt das Bezirksamt den Beschluss und beabsichtigt, die bereitgestellten Mittel sowohl für den Umbau der Flächen als auch für die Organisation der Pat:innenbetreuung einzusetzen. Das Bezirksamt weist jedoch darauf hin, dass die bereitgestellten Politikmittel in Höhe von 9.500 Euro nicht ausreichen, um die Entsiegelung und Pat:innenbetreuung aller acht vom Amt identifizierten Flächen umzusetzen.
Vor diesem Hintergrund priorisiert das Bezirksamt derzeit die identifizierten Flächen und entwickelt – analog zu den bestehenden Grünpatenschaften – ein Verfahren zur Vergabe der Betreuung an qualifizierte externe Akteur:innen. Nach Abschluss dieser Vorarbeiten ist eine gemeinsame Pressemitteilung des Bezirksamtes mit den Fraktionen zur Suche nach Pat:innen vorgesehen. Sofern geeignete Pat:innen gefunden werden, erfolgt anschließend der Umbau.
Eine konkrete Aussage, wann die einzelnen Arbeitspakete umgesetzt werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Die Arbeitspakete werden in das Arbeitsprogramm aufgenommen.
Zu 5:
Das Bezirksamt stellt keine eigenen Regentonnen auf und übernimmt keine Wartung. Eine Anbringung müsste an Hauswänden mit Regenrinnen in privater Eigentümerschaft erfolgen, jedoch stehen personelle Ressourcen für Ansprache von Privatpersonen und Eigentümer:innen und Koordination derzeit nicht zur Verfügung. Zudem müssen Mindestgehwegbreiten, Barrierefreiheit und Infektionsschutz gewährleistet werden. Aus diesen Gründen ist eine Prüfung nur im Rahmen eines konkreten Einzelfalls auf Antrag einer Sondernutzung möglich.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
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