Zusätzliche Straßenbäume in Wandsbek Debattenantrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion, angemeldet zur Debatte von der Fraktion Die Grünen
Letzte Beratung: 10.09.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 4.8
Der Bezirk Wandsbek verfügt über einen umfangreichen Baumbestand, insgesamt prägen 230.000 Straßenbäume das Stadtbild Hamburgs. Mit inzwischen mehr als 61.000 Straßenbäumen nimmt Wandsbek unter den Hamburger Bezirken eine Spitzenposition ein. In den vergangenen Jahren und Monaten mussten dennoch aufgrund von Krankheiten, Baumaßnahmen und Extremwettereignissen immer wieder Bäume gefällt werden. Durch zusätzliche Mittel der zuständigen Fachbehörde konnten die Nachpflanzungen zuletzt deutlich verstärkt, Verluste ausgeglichen und darüber hinaus zusätzliche Straßenbäume gepflanzt werden.
Diese erfreuliche Entwicklung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit der Fällung insbesondere älterer Bäume zunächst ein erheblicher Teil ihrer klimatischen Wirkung verloren geht. Die Kronen nachgepflanzter Jungbäume sind naturgemäß deutlich kleiner und benötigen viele Jahre, um eine vergleichbare Verschattungswirkung zu erreichen. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden bleibt es deshalb wichtig, den Straßenbaumbestand nicht nur quantitativ zu sichern, sondern zusätzliche Standorte zu erschließen und die Verschattung von Straßen und Plätzen gezielt weiter auszubauen.
Unsere Straßenbäume leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas. Sie reduzieren Hitzeinseln, binden CO2, erhöhen die Luftqualität und steigern die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Ihre Bedeutung wird auch im städtischen Baumkataster hervorgehoben, welches die Straßenbäume als „grüne Perlenketten“ beschreibt, die sich über die Stadt ziehen und ihre ökologische Wirkung sichtbar machen. Angesichts der klimatischen Entwicklungen ist eine zusätzliche, aktive und vorausschauende Pflanzstrategie dringend erforderlich, die über eine Ersatzpflanzung hinausgeht und gezielt neue Verschattungs- und Klimaanpassungspotenziale erschließt.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten,
keine Anlage/n
Keine Orte erkannt.
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