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Wiederholte Schüsse in Steilshoop Eingabe

Eingabe

Letzte Beratung: 02.11.2026 Hauptausschuss Ö 5.33

Sachverhalt

Der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung liegen drei Eingaben mit identischem Inhalt vor:

Betreff: DRINGENDER HANDLUNGSBEDARF – Wiederholte Schüsse in Steilshoop – Wie lange sollen die Anwohner noch in Angst leben?

Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksversammlung Wandsbek,

ich wende mich heute mit großer Wut, tiefer Besorgnis und wachsender Angst an Sie.

Erneut ist es in Hamburg-Steilshoop zu Schüssen gekommen. Nach den mir vorliegenden Informationen war dabei eine Person betroffen. Was diesen Vorfall für mich besonders erschreckend macht, ist die Tatsache, dass sich das Geschehen nur zwei Hauseingänge von meiner Wohnung entfernt ereignet hat.

Es geht hier nicht um irgendeinen Vorfall in einer weit entfernten Straße. Es geht um meine unmittelbare Wohnumgebung. Es geht um Menschen, die hier leben und sich in ihrem eigenen Zuhause sicher fühlen möchten.

Wie soll man sich noch sicher fühlen, wenn wiederholt Schüsse in der unmittelbaren Nachbarschaft fallen? Wie sollen Familien ihre Kinder unbesorgt draußen spielen lassen? Wie sollen ältere Menschen, Eltern und andere Anwohner ohne Angst ihren Alltag bewältigen, wenn jederzeit etwas passieren könnte?

Steilshoop ist das Zuhause vieler Menschen. Wir sind Bürgerinnen und Bürger, die ein Recht auf Sicherheit, Schutz und ein friedliches Zusammenleben haben. Wir dürfen nicht den Eindruck gewinnen, dass solche Vorfälle irgendwann zur Normalität werden.

Ich möchte nicht akzeptieren, dass wir uns an Schüsse in unserem Wohnviertel gewöhnen sollen. Gewalt darf niemals zum Alltag gehören!

Deshalb frage ich die Bezirksversammlung Wandsbek ganz ausdrücklich:

Wie viele solcher Vorfälle müssen noch passieren, bevor endlich spürbar gehandelt wird?

Ich erwarte, dass die wiederholten Schusswaffenvorfälle in Steilshoop nicht lediglich zur Kenntnis genommen, sondern ernsthaft und öffentlich behandelt werden.

Ich fordere Sie daher auf,

  1. Die Sicherheitslage in Steilshoop öffentlich zum Thema zu machen und eine entsprechende Befassung in der Bezirksversammlung anzustoßen.
  2. Gemeinsam mit der Polizei Hamburg und den zuständigen Sicherheitsbehörden konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, um weitere Schusswaffenvorfälle zu verhindern.
  3. Eine verstärkte und sichtbare Polizeipräsenz in den betroffenen Bereichen zu prüfen, insbesondere dort, wo es wiederholt zu Gewaltvorfällen kommt.
  4. Die Sorgen der Anwohner ernst zu nehmen und ihnen eine Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen und Ängste direkt gegenüber den zuständigen Stellen zu äußern.
  5. Ein nachhaltiges Sicherheits- und Präventionskonzept für Steilshoop voranzubringen, damit nicht erst reagiert wird, wenn erneut Menschen verletzt oder gefährdet werden.
  6. Die Bürgerinnen und Bürger transparent über geplante Maßnahmen zu informieren, statt sie mit ihrer Unsicherheit allein zu lassen.

Mir ist bewusst, dass die Bezirksversammlung nicht allein für sämtliche polizeilichen Maßnahmen zuständig ist. Gerade deshalb erwarte ich, dass sie ihre politischen Möglichkeiten nutzt, die zuständigen Behörden einbezieht und sich mit Nachdruck für die Sicherheit der Menschen in Steilshoop einsetzt.

Ich möchte nicht irgendwann lesen müssen, dass erneut jemand schwer verletzt oder getötet wurde, obwohl die Probleme längst bekannt waren.

Es darf nicht sein, dass Menschen das Vertrauen in die Sicherheit ihres Wohnviertels verlieren. Es darf nicht sein, dass wir uns fragen müssen, ob wir oder unsere Angehörigen beim Verlassen des Hauses gefährdet sind.

Wir verlangen keine Sonderbehandlung. Wir verlangen das, was selbstverständlich sein sollte: Sicherheit, Schutz und ein entschlossenes Vorgehen gegen Schusswaffengewalt.

Ich bitte Sie deshalb um eine konkrete schriftliche Antwort auf folgende Fragen:

  • Wie beurteilen Sie die wiederholten Schusswaffenvorfälle in Steilshoop?
  • Werden Sie das Thema in der Bezirksversammlung öffentlich behandeln?
  • Welche konkreten Schritte werden Sie gegenüber der Polizei und den zuständigen Behörden anregen?
  • Wie können die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in weitere Beratungen einbezogen werden?
  • Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung langfristig wiederherzustellen?

Ich erwarte, dass mein Anliegen ernst genommen wird und nicht mit einer allgemeinen Stellungnahme beantwortet wird. Die Menschen in Steilshoop verdienen konkrete Antworten und nachvollziehbare Maßnahmen.

Steilshoop darf nicht zu einem Ort werden, an dem Angst zum Alltag gehört. Es ist Zeit, hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.

Mit freundlichen Grüßen

[…]

Eine besorgte Anwohnerin / ein besorgter Anwohner aus Hamburg-Steilshoop

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
02.11.2026
Ö 5.33
Anhänge

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