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Skulptur "Eva" in Rahlstedt Eingabe

Eingabe

Sachverhalt

Folgende Eingabe ist der Geschäftsstelle am 3. Oktober per Mail zugeleitet worden:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen, weil ich heute das Zentrum von Rahlstedt besucht habe und von der dortigen Bronzeskulptur „Eva“ (Wandseterrassen / Fußgängerzone) schockiert war.

Für mich ist diese lebensgroße, völlig nackte Frauenfigur mitten im alltäglichen Straßenbild eine Zumutung.

Die Skulptur reduziert den weiblichen Körper auf ein bloßes Objekt und bedient den klassischen, rein männlich geprägten Blick.

Passanten werden hier beim ganz normalen Einkaufen ungefragt mit einem sexualisierten Rollenbild konfrontiert, dem man im öffentlichen Raum nicht ausweichen kann.

Besonders unpassend finde ich den Namen der Skulptur: „Eva“ greift den alten biblischen Mythos der nackten Urfrau auf.

Das nimmt der Figur jede Individualität und degradiert sie zur bloßen Projektionsfläche für veraltete Klischees von Verführung und Sünde.

Auch die stolze Gedenktafel am Sockel blendet diese Problematik völlig aus. Dass die Skulptur nach dem Diebstahl im Jahr 2011 einfach eins zu eins wieder aufgebaut wurde, ohne die Wirkung auf Frauen im Stadtteil kritisch zu hinterfragen, halte ich für einen großen Fehler.

Der öffentliche Raum sollte ein Ort sein, an dem sich alle Menschen auf Augenhöhe und frei von solchen diskriminierenden Darstellungen bewegen können.

Ich fordere Sie daher auf, diese Skulptur aus der Fußgängerzone zu entfernen.

Solche patriarchalen Kunstwerke gehören nicht unkommentiert auf einen belebten Marktplatz, sondern höchstens in ein Museum.

Bitte leiten Sie meine Beschwerde an die zuständigen Ausschüsse und die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum weiter.

Ich erwarte Ihre Rückmeldung dazu, wie Sie mit diesem Anliegen verfahren werden.

Mit freundlichen Grüßen“

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