Reitwege im Bezirk Wandsbek - Zustand, Beschilderung und Umsetzung des Reitwegekonzeptes Große Anfrage vom 27.08.2026
Bereits im Jahr 2008 wurde auf Initiative der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek die Erstellung eines Reitwegekonzeptes für den Bezirk Wandsbek angestoßen. Das entsprechende Gutachten wurde im Jahr 2011 fertiggestellt und befasste sich unter anderem mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, der Verkehrssicherung, Maßnahmen zur Verbesserung der Wegeinfrastruktur sowie Qualitätsanforderungen an Reitwege.
Nachdem die Umsetzung über Jahre nicht vorangekommen war, beschloss die Bezirksversammlung im Dezember 2018 mit Drs. 20-6827, die Umsetzung des Reitwegekonzeptes wieder aufzunehmen. Dabei sollten auch die Ergebnisse des Runden Tisches vom 11. Januar 2012, die vorhandenen Gutachten und die Stellungnahmen der Naturschutzverbände berücksichtigt und gegebenenfalls aktualisiert werden.
Im aktuellen Arbeitsprogramm Stadtgrün 2026 ist die „Umsetzung Reitwegekonzept Wandsbek“ weiterhin aufgeführt. Das Vorhaben befindet sich seit 2019 im Arbeitsprogramm. Als Ziel werden die „Planung und Ausschreibung des Konzepts“ genannt. Der aktuelle Stand wird jedoch weiterhin mit „nicht begonnen“ angegeben; zudem ist die Finanzierung derzeit nicht gesichert.
Aktuell erreichen die CDU-Bezirksfraktion Hinweise von Reitern zum Zustand und zur Erkennbarkeit von Reitwegen, insbesondere im Bereich des Raakmoors und des Hummelsees. Bemängelt werden unter anderem eine teilweise unklare oder fehlende Beschilderung, ein schlechter Wegezustand, überhängende Äste und umgestürzte Bäume sowie weitere Hindernisse. Zudem ist für Reiter offenbar nicht immer eindeutig erkennbar, welche Wege tatsächlich zum Reiten freigegeben sind.
Eine leicht zugängliche öffentliche Übersicht über den Verlauf der ausgewiesenen Reitwege im Bezirk Wandsbek ist ebenfalls nicht ohne Weiteres auffindbar. Gerade wenn das Reiten insbesondere in Naturschutzgebieten nur auf hierfür freigegebenen Wegen zulässig ist, muss nachvollziehbar sein, wo diese Wege verlaufen und wie sie vor Ort gekennzeichnet sind.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
a. Wenn ja, wo ist diese Übersicht öffentlich zugänglich?
b. Wenn nein, warum nicht?
a) Fragen zur Zulässigkeit des Reitens auf einem bestimmten Weg haben,
b) eine fehlende oder unklare Beschilderung feststellen,
c) Mängel am Zustand oder an der Verkehrssicherheit eines Reitweges melden möchten?
a) Wenn ja, von welcher Stelle werden diese Daten geführt?
b) Sind diese Daten öffentlich zugänglich? Wenn ja, wo?
c) Wenn nein, warum nicht?
a) auf Flächen in der Zuständigkeit des Bezirksamtes Wandsbek,
b) auf sonstigen Flächen der Freien und Hansestadt Hamburg,
c) auf Waldflächen,
d) innerhalb von Naturschutzgebieten,
e) auf privaten Flächen?
a) Wenn ja, wann und unter Beteiligung welcher Behörden, Interessenvertretungen und sonstigen Stellen?
b) Wenn nein, warum nicht?
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